Themenfeld:

Wissenschaft

Im Themenfeld „Wissenschaft" finden Nutzer*innen der Wissensplattform kubi-online alle Fachbeiträge zusammengestellt, die aus theoretischer Perspektive Begriffs- und Praxisentwicklungen beleuchten und Erkenntnisse empirischer Forschung und wissenschaftlicher Studien diskutieren.

Um angesichts der Summe dieser vielen Theorie- und Forschungsartikel eine Orientierung zu erleichtern, sind alle wissenschaftlichen Texte auf kubi-online zusätzlich folgenden vier Rubriken zugeordnet: 

612 Beiträge im Themenfeld

Von Ulrike Stutz (2025)

Zwischen Tradition und Innovation – Transformationspotenziale Kultureller Bildung im ländlichen Raum Ostdeutschlands

Der Beitrag analysiert Wandlungspotenziale Kultureller Bildung unterschiedlicher Sparten im ländlichen Raum Ostdeutschlands aus der Perspektive von Akteur*innen. Er entwirft Optionen für kulturpolitische Strategien, die implizite Transformationsressourcen von Kulturakteur*innen produktiv machen.

Von Peter Hammerschmidt, Gerd Stecklina, Caroline Steindorff-Classen (2025 / 2024)

Kulturelle Bildung und Soziale Arbeit

Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung, so mag es erscheinen, gehören unterschiedlichen Welten an. Gleichwohl zeigen sich bei näherer Betrachtung sowohl in den jeweiligen Praxen als auch in deren Theorien zahlreiche Berührungspunkte. Diese in ihrer grundlegenden Bedeutung aufzuzeigen, ist Anliegen dieses Beitrags.

Von Ralf Kuckhermann (2025 / 2015)

Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit

Ästhetische Praxis erweitert das klassische Methodenspektrum der Sozialen Arbeit. In einer theoretischen Auseinandersetzung beleuchtet der Beitrag die Grundzüge einer ästhetischen Praxis in der Sozialen Arbeit: Als Prozess, als System von Handlungen und als Arbeitskonzept mit den Hauptfunktionen der Diagnostik, der Bildung und der gesellschaftlichen Partizipation. Zudem wird abschließend auf die Bedeutung des Nicht-Ästhetischen in der ästhetischen Praxis und die Frage nach der Kunst professionellen Handelns eingegangen.

Von Max Fuchs (2025 / 2024)

Bildung im digitalen Kapitalismus – einige Überlegungen aus kulturpädagogischer Sicht

Was ist bei der Diskussion des Zusammenhangs von Digitalisierung, Bildung und Kapitalismus zu berücksichtigen und welche Rolle könnte Kulturelle Bildung spielen, wo die Digitalisierung charakteristische Aspekte einer kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstärkt? Für eine emanzipatorische Bildungsarbeit ist es eine entscheidende Frage, ob es gelingt, Distanz zu gesellschaftlichen Denkformen, in die kapitalistische Strukturprinzipien eingeschrieben sind, zu gewinnen.

Von Nina Grünberger (2025 / 2024)

Vom Kolonialismus zum Code. Dekolonialisierende Fragen an medien-/pädagogische Verhandlungen digital-kapitalistischer Strukturen

Gegenwärtig nimmt eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit hegemonialer Macht und Ubiquität von IT-Monopolen im Bildungskontext zu. Die Debatte wird unter dem Schlagwort des Digitalen Kapitalismus und mehrheitlich aus Perspektive des Globalen Nordens geführt. Dieser Beitrag geht über eine solche Perspektive hinaus und skizziert Phänomene digital-kapitalistischer Macht im Bildungskontext aus dekolonialisierender Perspektive. Er etabliert primär einen theoretischen Zugriff auf das Thema, den es in weiteren Forschungsbemühungen zu vertiefen gilt.

Von Oxana Ivanova-Chessex , Anja Morawietz (2025 / 2025)

(Ent)auratisierungen – Videographische Analysen zur Materialität des Bildes in der Kunstrezeption der ersten Schuljahre

Wie wird eine Farbkopie im Klassenzimmer als Kunst lesbar? Der Beitrag beschäftigt sich mit sozialen Praktiken der Kunstrezeption im Unterricht, die zwischen Re- und Entauratisierungen eines Bildes oszillieren. Anhand von ausgewählten Szenen aus Videodaten, die Bildrezeptionen mit Kindern des Kindergartens und der ersten Primarschulklasse in der Schweiz analysieren, wird aufgezeigt, wie Lehrpersonen und Kinder die Beziehung zwischen den Originalen der Kunst, die im Atelier, in der Galerie oder im Museum anzutreffen sind, und deren Reproduktionen im Klassenzimmer gestalten.

Von Viktoria Flasche (2025)

Verwicklung. Methoden Kultureller Bildung im Kommentar

Kulturelle Bildungsforschung ist stets auch Selbstbefragung – dieser Text reflektiert, wie sich methodisches Arbeiten im Spannungsfeld ästhetischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexivität bewegt. Ausgehend von Spivaks Diktum „We are implicated in what we study“ werden sechs Verwicklungen beschrieben und im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Praxis, ästhetischer Sensibilität und wissenschaftlicher Systematik diskutiert. Daraus abgeleitet wird die Anforderung, relationales Denken und situiertes Forschen als Prämissen für kulturelle Bildungsforschung anzuerkennen.

Von Stefan Gebhard (2025)

Performance mit Lebensmitteln? Reflexionen neoliberaler Disziplinierung ästhetischer Praxis im Anthropozän

Darf Kunst verschwenden? Der Beitrag diskutiert, warum das Unbehagen an performativer Lebensmittelnutzung mehr über neoliberale Nachhaltigkeitsimperative verrät als über Kunst – und warum Kulturelle Bildung andere Antworten auf das Anthropozän finden muss.