Themenfeld:

Wissenschaft

Im Themenfeld „Wissenschaft" finden Nutzer*innen der Wissensplattform kubi-online alle Fachbeiträge zusammengestellt, die aus theoretischer Perspektive Begriffs- und Praxisentwicklungen beleuchten und Erkenntnisse empirischer Forschung und wissenschaftlicher Studien diskutieren.

Um angesichts der Summe dieser vielen Theorie- und Forschungsartikel eine Orientierung zu erleichtern, sind alle wissenschaftlichen Texte auf kubi-online zusätzlich folgenden vier Rubriken zugeordnet: 

600 Beiträge im Themenfeld

Von Juliane Gerland (2026 / 2019)

Inklusion: Dilemma, Trilemma, Kunst

Anspruch und Realisierung von Inklusion und kulturell-künstlerischer Teilhabe klaffen weit auseinander: Welche Begrifflichkeiten und Begründungeng sind dafür relevant? Inwiefern können diesbezügliche Dilemmata und das Trilemma inklusiver Strategien – Empowerment, Normalisierung, Dekonstruktion – aufgelöst werden? Wie lassen sich künstlerisches Handeln, Kulturelle Bildung und Hochschulpraxis konstruktiv wenden und inklusiv gestalten?

Von Peggy Meyer-Hansel (2026)

Performance im Zeitgenössischen Tanz – Performatives Handeln zwischen Innen- und Außenperspektive

Performance hat sich im kunst- und kulturwissenschaftlichen Diskurs zu einem vielschichtigen Schlüsselbegriff entwickelt. Anhand der zeitgenössischen Tanzperformance encounters 1.1 (TANZ OFFEN 2024) untersucht der Artikel die Differenz von Innen- und Außenperspektive performativen Handelns. Ein heuristisches Modell macht diese Perspektiven sichtbar, analysierbar und eröffnet neue Impulse für Vermittlungsprozesse in der Kulturellen Bildung.

Von Marcel Weigelt, Maria Oertel (2026)

Sollbruchstellen. Die fächerübergreifende Querschnittsaufgabe Kulturelle Bildung als resonanztheoretische Implikation für Schule und Unterricht am Beispiel des Theaterspiels

Was wäre, wenn Unterricht auf Irritation und Widerstand ausgerichtet würde; wenn es produktive Oppositionen geben muss, um adäquat Wirklichkeit und Welt zu begegnen? Kann das Fachunterricht leisten oder bedarf es anderer Formate jenseits der schulischen Fächerstruktur? Der Beitrag nimmt sich dieser Frage an und arbeitet die fächerübergreifende Querschnittsaufgabe Kulturelle Bildung als resonanztheoretische Implikation für das schulische Lehren und Lernen heraus.

Von Miriam Haller (2026 / 2026)

PassAGEn. Alter(n)sbilder und Kulturelle Bildung im Alter

Ein Beitrag, der verbindet: Alter(n)sbilder und Bildung im Alter, Pädagogische Anthropologie und Geragogik, „Ageing Trouble“ und „Un/doing Age“. Und was hat das mit Kultureller Bildung zu tun? - Sie ist ein zentrales Bindeglied und Wegweiser für PassAGEn.

Von Claudia Cerachowitz, Johanna Tewes  (2026)

Ansprechen. Antworten. Anders werden.

Wider die Wüste - Resonanzkompetenz! Der Beitrag zeigt – mit Rosas Resonanztheorie und weiterführenden theoretischen Ansätzen –, wie Kunst, Musik und ästhetische Prozesse Resonanzbeziehungen begünstigen, Irritation und Selbstwirksamkeit auslösen und so eine „resonanzorientierte Kulturschule“ als Motor transformatorischer Schulentwicklung entwerfen.

Von Peggy Meyer-Hansel (2026)

Tanz als Probenraum für Resonanz

Wie kann Tanz unsere Beziehung zur Welt verändern? Der Beitrag zeigt entlang theoretischer Perspektiven, wie zeitgenössische Tanzvermittlungsformate zu Resonanzräumen werden – als Erfahrungsräume für Berührung, Selbstbewegung, Transformation und leiblich fundierte Weltverhältnisse – jenseits von Kontrolle, Funktionalität und Entfremdung.

Von Tamara Schmidt, Andrea Welte (2026)

Musikvermittlung im Modus der Improvisation. Ergebnisse einer Studie zu Improvisations-Workshops in Schulen

Wie lässt sich Improvisation vermitteln, wenn sie erst im gemeinsamen Tun entsteht? Der Artikel rekonstruiert Orientierungen und Praktiken von Musiker*innen in Schul-Workshops zum Thema „Improvisation“ und zeigt, wie sich neue Gestaltungs- und Deutungsräume öffnen, in denen soziale, ästhetische und normative Ordnungen performativ hergestellt und transformiert werden.

Von Leyla Ercan, Leila Haghighat (2026)

Community Care, Community Art: Voraussetzungen für die Kunst- und Kulturproduktion mit marginalisierten Menschen

In diesem Podcast bringen Politik- und Kulturwissenschaftlerin Leila Haghighat und Kulturberaterin und -managerin Leyla Ercan unter dem Aspekt Fürsorge Theorie und Praxis der Kunst- und Kulturarbeit mit marginalisierten (insbesondere migrantisierten und rassifizierten) Menschen miteinander ins Gespräch und gehen den ethischen und politischen Implikationen von Gemeinschaftsbildung nach.

Von Benedikt Sturzenhecker (2026)

Radikale demokratische und Kulturelle Bildung: In den Wurzeln lebt noch was!

Was sind die Wurzeln von Kunst und Demokratie und welche Impulse kann die Gestaltung und Erforschung Kultureller Bildung daraus ziehen? Eine solche Betrachtung kann nur gelingen, wenn beide Felder zunächst als autonom gelten. Erst wenn sie nicht gegeneinander funktionalisiert werden, können ihre Schnittstellen Kulturelle Bildung „radikal, widerständig und streitbar“ erforschen und gestalten helfen.