Themenfeld:

Theorie- und Begriffsentwicklungen

130 Beiträge im Themenfeld

Von Ilka Siedenburg (2023)

Improvisation als Doing Gender – Doing Gender als Improvisation?

Der Beitrag arbeitet Gemeinsamkeiten von Improvisation und Doing Gender heraus und erläutert diese anhand von Beispielen. Möglichkeiten einer gendersensiblen Improvisationsdidaktik werden aufgezeigt und im Hinblick auf die Handlungsfelder Jazz, Freie Gruppenimprovisation und Bewegungsimprovisation konkretisiert.

Von Susanne Keuchel (2023 / 2022)

Normativität der Kulturellen Bildung

In einer retroperspektivischen Betrachtung legt der Artikel von der Entstehungszeit bis heute normative Diskurse innerhalb der Kulturellen Bildung in Deutschland dar. Es folgt der Versuch einer globalen Betrachtung zur Norm(-ativität) der Kulturellen Bildung. Anhand dieser Grundlagen werden Widersprüche und Spannungsfelder zur Normativität der Kulturellen Bildung aufgezeichnet und künftige Chancen und Herausforderungen diskutiert.

Von Mariel Renz (2023)

Intermedialität als performatives Entgrenzungsphänomen und Potential für soziale Entwicklungs- und Veränderungsprozesse

Intermedialität wird zunächst aus medien- und kunstgeschichtlicher Perspektive theoretisch reflektiert, um dann anhand des Workshops „Die Kunst der Veränderung“ zu veranschaulichen, wie intermediale (tanz-)künstlerische Praktiken Möglichkeitsräume für die Organisationsentwicklung in kommunalen Verwaltungen eröffnen.

Von Max Fuchs (2023)

Entwicklungen und Paradigmenwechsel in der Kulturellen Bildung

Ausgehend von einer Heterogenität von Praxisfeldern, Ansätzen und Forschungsgegenständen sowie dem Nebeneinander unterschiedlichster Konzeptionen und Theorien, versucht der Beitrag eine wissenstheoretische Entwicklungstheorie Kultureller Bildung. Er bietet erziehungswissenschaftliche Einordnungen zu Begrifflichkeiten, Theoriemodellen, Forschungsstrategien und verdeutlicht in historischer Perspektive, welche Veränderungen im Bereich der Pädagogik generell und der Kulturpädagogik im Besonderen identifiziert werden können.

Von Jörg Zirfas (2023 / 2022)

Normativität der Ästhetischen Bildung

Der vorliegende Artikel geht der Normativität der Ästhetischen Bildung in ihrer Geschichte nach. Er konstatiert historisch einen Wechsel von einem objektiven zu einem subjektiven Modell der Ästhetischen Bildung. Ästhetische Bildung ist heute einer Normativität des Möglichen verpflichtet und damit auch der Möglichkeit, andere Möglichkeiten des Normativen auszuloten.

Von Hanne Seitz (2022)

non non fiction - Zur Theorie und Praxis des Spiels und die Rolle der Mimesis im Theater und anderswo

Vor dem Hintergrund der Cailloischen Spielkategorien agộn, alea, mimicry und ilinx beschäftigt sich der Beitrag mit der Frage, ob die postdramatische Aufführungspraxis überhaupt noch auf Spiel, das Theater als Kunstform sich womöglich selbst aufs Spiel setzt, wobei zu beobachten ist, dass die Verfahren das mimetische Vermögen mancherorts in seltsame Gefilde treiben.

Von Norma Köhler (2022)

Theater als kollaboratives Spiel – Möglichkeitssinn als Fähigkeit und Rahmen

Ausgehend von Peter Simhandls Text ‚Theater als Spiel‘ (1998) verbindet Norma Köhler eine am Möglichkeitssinn orientierte Spielfähigkeit und Rahmung mit dem kollaborativen Potenzial freien Spiels als Bestandteil performativer Theaterpraxis im gesellschaftlichen Zusammenhang.

Von Dietmar Sachser (2022)

Theater als Möglichkeitsraum spielerischer Aneignung

Theater ist Ausdruck seiner Zeit. Vertreten wird die These, dass sich Theater heute als ein gemeinsamer Konstruktionsprozess von Spielenden und Zusehenden ereignet und als solcher wahrgenommen, erlebt, gelesen und verstanden werden sollte. Wesentliches der Theaterkunst wäre aufs Spiel gesetzt, würde sich diese nicht als ebensolche - nämlich als gemeinsames Spiel - verstehen. 

Von Philipp J. Wulf (2022)

Popmusik und ästhetische Bildung – Zur „Grammatik der Härte“ im Deutschpop der Gegenwart

Anhand exemplarischer Songtextanalysen weist der Aufsatz im Deutschpop der Gegenwart ökonomische Imperative nach, die sich als „Grammatik der Sorge“ vortragen, durch die Abstraktion von den konkreten Lebensbedingungen und die alleinige Fokussierung der Subjekte jedoch in eine „Grammatik der Härte“ umschlagen.