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Themen

„Themen" der Kulturellen Bildung speisen sich aus gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen: Alter(n), Digitalisierung, Diversität, Inklusion... Die Fachbeiträge in diesem Menüpunkt reflektieren Möglichkeitsräume, wie mit Künsten und kulturpädagogischer Praxis bzw. Forschung den sozialen Wandel zu gestalten und Teilhabe an Bildung und Kultur für alle zu verwirklichen.

621 Beiträge im Themenfeld

Von Guido Bröckling (2025 / 2024)

Kritisch-reflexive Medienkompetenzförderung für alle

Medienbildung und Politische Bildung sollten das gemeinsame Ziel verfolgen, einen selbstbestimmten kritischen und reflektierten Umgang mit Medien und digitalen Systemen zu fördern und zugleich Gemeinschaftlichkeit und demokratische Strukturen zu stärken. Der Beitrag geht der Frage nach, wie Ansätze einer sowohl kritisch-reflexiven als auch niedrigschwelligen medienpädagogischen Praxis für alle Kinder und Jugendlichen angelegt sein müssten.

Von Nina Grünberger (2025 / 2024)

Vom Kolonialismus zum Code. Dekolonialisierende Fragen an medien-/pädagogische Verhandlungen digital-kapitalistischer Strukturen

Gegenwärtig nimmt eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit hegemonialer Macht und Ubiquität von IT-Monopolen im Bildungskontext zu. Die Debatte wird unter dem Schlagwort des Digitalen Kapitalismus und mehrheitlich aus Perspektive des Globalen Nordens geführt. Dieser Beitrag geht über eine solche Perspektive hinaus und skizziert Phänomene digital-kapitalistischer Macht im Bildungskontext aus dekolonialisierender Perspektive. Er etabliert primär einen theoretischen Zugriff auf das Thema, den es in weiteren Forschungsbemühungen zu vertiefen gilt.

Von Eva Borst (2025 / 2024)

Fast Food für den Geist. Bildungstheoretische Reflexionen über ChatGPT

Der vorliegende Text diskutiert aus einer gesellschaftskritischen Perspektive die Wirkung der künstlichen Intelligenz auf Kinder. Hierbei steht ChatGPT pars pro toto für andere Chatbots. Von besonderem Interesse ist die Frage, ob und wie diese neue Technologie Einfluss auf die geistige Entwicklung von Heranwachsenden nimmt. Zu ihrer Beantwortung werden erziehungs- und bildungstheoretische sowie anthropologische Erkenntnisse herangezogen.

Von Stefan Gebhard (2025)

Performance mit Lebensmitteln? Reflexionen neoliberaler Disziplinierung ästhetischer Praxis im Anthropozän

Darf Kunst verschwenden? Der Beitrag diskutiert, warum das Unbehagen an performativer Lebensmittelnutzung mehr über neoliberale Nachhaltigkeitsimperative verrät als über Kunst – und warum Kulturelle Bildung andere Antworten auf das Anthropozän finden muss.

Von Romy Schubert, Britta Klopsch, Elisa Adams (2025)

Selbstevaluation als Motor der kulturellen Schulentwicklung? Erfahrungen und Herausforderungen an Kulturschulen

Wie evaluieren Kulturschulen ihre Entwicklungsprozesse? Welche Methoden werden in welchem Kontext eingesetzt? Und wie können die Lernenden aktiv mitgestalten? Der Beitrag beleuchtet Herausforderungen und Chancen der Selbstevaluation aus einer aktuellen qualitativen Studie.

Von Michaela Kramer, Angela Tillmann (2025)

Jugend und ihre Bilder der Nachhaltigkeit. Die Forschungsskizze zum Projekt „Expanding Narratives"

Das partizipative Forschungs- und Bildungsprojekt „Expanding Narratives. Youth and Their Images of Sustainability“ verknüpft Ansätze der kulturellen Medienbildung mit jenen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und postkolonialen Perspektiven. Im Zentrum steht die Konzeption, Durchführung und wissenschaftliche Begleitung eines mehrphasigen Workshops, an dem Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren aus Tansania und Deutschland teilnehmen und eigene Ideen und Zukunftsvisionen fotografisch umsetzen.

Von Thomas Blum, Stefanie Kiwi Menrath, Josefine Siebert, Nina Stoffers (2025)

Solidarität probieren – Über den Versuch eines klassismussensiblen Modells von Vortragshonoraren

Der Artikel beschreibt die Motivationen, Ideen, Aushandlungs-, Umsetzungs- und Reflexionsprozesse, die im Rahmen der Ringvorlesung zu Kultureller Bildung und Klassismus mit dem Erproben eines solidarischen Honorars einhergingen. Über Erfahrungen mit dem Modell und biografische Positionierungen unterhalten sich Thomas Blum, Stefanie Kiwi Menrath, Josefine Siebert und Nina Stoffers.

Von Christoph Scheurle (2025 / 2021)

Gegen: Haltung! Theater als sozialkünstlerisches Projekt im Kontext Sozialer Arbeit

Theaterpädagogik im Rahmen Sozialer Arbeit wird oftmals als rein soziales Projekt (miss)verstanden. Ursächlich dafür ist eine Haltung, die an bestimmte Normative geknüpft ist und auf politisches Empowerment zielen. Theater als sozial-künstlerisches Projekt will aber auch ästhetisch empowern. Dafür muss soziale Wirklichkeit nicht nur analysiert und reflektiert, sondern in der Bühnenrealität auch künstlerisch transformiert werden. Künstlerisch-ästhetische Verfahren, die dabei zur Anwendung kommen, bedingen eine offene Haltung.

Von Rainer Treptow (2025 / 1988)

Kulturelles Mandat. Soziale Kulturarbeit und kulturelle Sozialarbeit

Reflektiert werden Reichweiten und Grenzen der beiden Handlungsfelder, die sich mit den ästhetischen Werkbezügen des Kunst- und Kultursektors einerseits und den Lebenslagenbezügen sozialer Unterstützung des Sozialsektors andererseits befassen. Zwischen beiden lassen sich Verbindungen erkennen, die mit dem Begriff des Kulturellen Mandats markiert sind. Er dient dazu, die Anwaltschaft Sozialer Arbeit für den Eigensinn kultureller Ausdrucksformen von Adressaten hervorzuheben und die kluge Nutzung der Anregungspotentiale künstlerischer Gestaltung einzufordern.

Von Dorothee Mammel (2025)

Alt und behindert: Kulturelle Bildung und Teilhabe für ältere Menschen mit zugeschriebener geistiger Behinderung im Museum

Der Vielfaltsdimension Behinderung kommt im Alter eine zentrale Bedeutung zu. Demgegenüber steht die Ungleichheit der kulturellen Teilhabechancen bei älteren Menschen mit zugeschriebener geistiger Behinderung. Aus Perspektive der Museumspädagogik werden empirisch und praxisorientiert die Forschungsergebnisse zu den Voraussetzungen für die kulturelle Teilhabe und Inklusion dieser Personengruppe im Museum vorgestellt.