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„Themen" der Kulturellen Bildung speisen sich aus gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen: Alter(n), Digitalisierung, Diversität, Inklusion... Die Fachbeiträge in diesem Menüpunkt reflektieren Möglichkeitsräume, wie mit Künsten und kulturpädagogischer Praxis bzw. Forschung den sozialen Wandel zu gestalten und Teilhabe an Bildung und Kultur für alle zu verwirklichen.

657 Beiträge im Themenfeld

Von Katharina Witte, Susanne Leitner (2026)

Resonanzräume im Creative Mode. Emanzipation, Widerstand und Transformation durch Kulturelle Bildung in Diskriminierungsverhältnissen

Im Projekt RESONARE begeben sich Schüler*innen mit zugeschriebenem sonderpädagogischen Förderbedarf ESENT in einen „Creative Mode“. Wie entstehen dabei Resonanzräume, in denen sich die jungen Menschen kreativ ausdrücken und gehört werden? Wie werden diese Räume eröffnet, erstritten, umkämpft? Der Beitrag verbindet Praxis, Forschung und Theorie und zeigt Potenziale, Ambivalenzen und Transformationsimpulse Kultureller Bildung.

Von Ronja Kampschulte  (2026)

Partizipation als Prozess – Aushandlungen von Macht, Ästhetik und künstlerischer Forschung im Musikvermittlungsprojekt :juba

Partizipation als Aushandlungsprozess: Die Autorin untersucht im Musikvermittlungs- und Kooperationsprojekt :juba des zentrum für alte musik in Köln, wie ästhetische Praxis, künstlerische Forschung und institutionelle Rahmungen miteinander verschränkt sind. Es wird dargelegt, wie Machtverhältnisse und strukturelle Bedingungen Einfluss auf die Gestaltung und Erfahrung kultureller Teilhabe nehmen.

Von Anja Krüger (2026)

Zukunftsräume öffnen und Qualität strukturell sichern: Wie in Niedersachsen Kulturelle Bildung kooperativ in Schulen gestärkt wird

In Niedersachsen gibt es seit über 15 Jahren die Kontaktstelle „Kultur macht Schule“, die Struktur- und Qualitätsentwicklungen für Kooperationen, kulturelle Schulentwicklung und Bildungsvernetzung unterstützt. Das Interview mit der ehemaligen Leitung Anja Krüger stellt die fachlichen Grundlagen sowie die politischen und strukturellen Rahmenbedingungen heraus, unter denen die Kontaktstelle wirksam wird.

Von Sabine Wohlfarth (2026)

Schutzraum als Methode: Sozialpädagogische Expertise in der postkolonialen Kulturellen Bildung

Partizipation im Museum ist ein machtkritischer Prozess, der am Beispiel des Young Museums des GRASSI Museum für Völkerkunde in Leipzig die Notwendigkeit sozialpädagogischer Empowerment-Praxis besonders für junge Menschen verdeutlicht. Der Beitrag zeigt auf, warum eine konsequent intersektionale Vermittlungspraxis die einzig tragfähige Antwort auf die Herausforderungen postkolonialer Institutionen darstellt.

Von Nicole Hartmann, Lea Teßmer (2026)

Ästhetisch-Kulturelle Bildung in der psychosomatischen Rehabilitation – Ein Bindeglied zwischen Tanz- und Bewegungstherapie und Sozialer Arbeit?

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Kunst erfährt immer mehr Aufmerksamkeit. Der Beitrag unterbreitet den Vorschlag, Ästhetisch-Kulturelle Bildung in Form einer interprofessionellen Zusammenarbeit von Tanz- und Bewegungstherapie, Tanz und Sozialer Arbeit in die psychosomatische Rehabilitation einzubringen. Im Zentrum steht dabei die Annahme, dass ästhetisch-kulturelle Erfahrungen psychische und soziale Prozesse verbinden und dadurch Wege eröffnen, die Alltagsbewältigung zu erleichtern.

Von Miriam Baghai-Thordsen (2026)

„Ich konnte doch nie malen.“  KI-gestütztes künstlerisches Arbeiten in der Klinischen Sozialarbeit

„Ich konnte doch nie malen“ verweist auf biografisch verfestigte ästhetische Selbstzuschreibungen. Der Beitrag untersucht KI-gestützte Bildpraxis als Erfahrungsraum, in dem diese Zuschreibungen irritierbar und Urteilskraft sowie Selbstwirksamkeit neu ausgehandelt werden.

Von Raika Lätzer (2026)

Historische Perspektiven auf eine Grenzgängerin zwischen Musik- und Heilpädagogik: Charlotte Pfeffers Tätigkeitsfelder

Charlotte Pfeffer (1881-1970) war als Rhythmikerin, Musikerin, Musik- bzw. Rhythmikpädagogin sowie Heilpädagogin aus heutiger Sicht an der Schnittstelle zwischen Musikpädagogik, Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung tätig. Der Beitrag skizziert Pfeffers bislang kaum untersuchten Tätigkeitsfelder und stellt damit das innovative Potenzial ihrer Ansätze zur Diskussion.

Von Joanna Sinoplu (2026)

Beteiligung braucht Haltung: Machtkritische Kulturelle Bildung an der Schnittstelle Sozialer Arbeit

Der Beitrag analysiert Adultismus an der Schnittstelle Kultureller Bildung und Sozialer Arbeit. Dabei fokussiert er die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Macht bei Fachkräften in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit und zeigt auf, dass die Auseinandersetzung mit Adultismus zentral für eine vorurteilsbewusste, partizipative und intersektional ausgerichtete kulturpädagogische Praxis ist.

Von Christoph Scheurle (2026)

Über den Stellenwert der Theaterpädagogik im Kontext Sozialer Kulturarbeit

Gibt es beim Theater in der Sozialen Arbeit eigentlich auch noch etwas anders als Boal? Nicht, wenn man in einem traditionellen Verständnis der Sozialen Arbeit das Theater als Methode zum Lösen gesellschaftlicher Probleme ansieht! In dem Text von Christoph Scheurle werden in zugespitzter Form Klischees der Theaterpädagogik im Kontext der Sozialen Arbeit angeführt und auf lustvoll-provokative Weise dekonstruiert. Am Beispiel so unterschiedlicher Theatermacher*innen wie Christoph Schlingensief oder Asja Lačis zeigt Scheurle, dass eine Theaterpraxis im Sozialen mehr sein kann, als die Durchführung standardisierter Methoden-Workshops.

Von Rebecca Voss (2026)

Intergeneratives Musizieren als interdisziplinäres Kulturangebot im Kontext von Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung

Intergeneratives Musizieren als Konnektiv: Der Beitrag zeigt, wie Musikprojekte den Dialog zwischen Generationen und Disziplinen eröffnen und gesellschaftliche wie individuelle Transformationsprozesse im Wandel begleiten.