Themenfeld:

Tanz

In der Spezifik der künstlerischen Ausdrucks- und Kommunikationsformen und der Praxisvielfalt von Angebotsformaten und Bildungsorten wird dieser Bereich vermessen: mit Fachbeiträgen zu den Besonderheiten des sich Bildens in dieser Kunstsparte; mit Differenzierungen zu Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Strukturen, Akteure, Adressat*innen und Lebensalter, zwischen formalem, non-formalem und informellem, rezeptivem oder produktivem Bildungs- und Vermittlungskontext; mit Auseinandersetzungen über aktuelle Ausrichtungen von Konzepten und gesellschaftliche Entwicklungen und Sichtweisen in dieser Sparte „Tanz“.
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

52 Beiträge im Themenfeld

Von Peggy Meyer-Hansel (2026)

Performance im Zeitgenössischen Tanz – Performatives Handeln zwischen Innen- und Außenperspektive

Performance hat sich im kunst- und kulturwissenschaftlichen Diskurs zu einem vielschichtigen Schlüsselbegriff entwickelt. Anhand der zeitgenössischen Tanzperformance encounters 1.1 (TANZ OFFEN 2024) untersucht der Artikel die Differenz von Innen- und Außenperspektive performativen Handelns. Ein heuristisches Modell macht diese Perspektiven sichtbar, analysierbar und eröffnet neue Impulse für Vermittlungsprozesse in der Kulturellen Bildung.

Von Peggy Meyer-Hansel (2026)

Tanz als Probenraum für Resonanz

Wie kann Tanz unsere Beziehung zur Welt verändern? Der Beitrag zeigt entlang theoretischer Perspektiven, wie zeitgenössische Tanzvermittlungsformate zu Resonanzräumen werden – als Erfahrungsräume für Berührung, Selbstbewegung, Transformation und leiblich fundierte Weltverhältnisse – jenseits von Kontrolle, Funktionalität und Entfremdung.

Von Thomas Reyer, Sandra Anklam (2026)

Mut zum Unverfügbaren: Künstlerisch-Systemische Resonanzräume

Mut zur Unverfügbarkeit heißt, sich auf Künstlerisch-Systemische Resonanzräume einzulassen – ohne Kontrolle, ohne festes Ziel – ein Ver-Suchen. Dabei ermöglichen Spiel, Wagnis und Offenheit Dialog und Transformation. Das Nicht-Wissen wird zur Ressource, und aus Vertrauen kann Neues entstehen. Wie Antonio Machado es poetisch formuliert: „Der Weg entsteht im Gehen.“

Von Sophia Grüdelbach, Simon Niemann (2025)

Erinnerung, Erfahrung, Erneuerung - Der transformatorische Bildungsbegriff im Kontext intergenerationaler Theaterarbeit

In dem Artikel wird die Idee verfolgt, dass intergenerationale Theaterarbeit als ein transformatorischer Bildungsprozess begriffen werden kann. In dem kreativen Miteinander entstehen neue Welt- und Selbstbezüge – und zwar nicht durch die bloße Begegnung der Generationen, sondern durch die gemeinsame schöpferische Auseinandersetzung. Bildung vollzieht sich hier als Veränderung von Wahrnehmungs- und Deutungsmustern.

Von Verena Freytag, Susanne Dreßler, Julia Brennecke (2024)

Wahrnehmung von zeitgenössischem Tanz aus Sicht von Zuschauer*innen - eine qualitative Studie

Die Studie versteht sich als Beitrag zur Rezeptions- und Bildungsforschung im Tanz. Sie ist Teil des Forschungsprojekts Watchin`Dance am Institut für Musik der Universität Kassel. Befragt wurden Zuschauer*innen nach dem Besuch des Tanz-Stücks „Urlicht I Primal Light I πρωταρχικό φως" des Choreografen A. Foniadakis, Staatstheater Kassel. Die Autorinnen sehen gerade in dem „Nichtverstehen“ besondere Bildungspotenziale.

Von Nana Eger, Antje Klinge (2024)

Qualität zeitgemäßer Tanzvermittlung

Über Qualität zeitgemäßer Tanzvermittlung zu schreiben, ist ein ‚heißes Eisen‘. Denn was heißt hier Qualität und wer bestimmt diese? Die Autorinnen gehen davon aus, dass der Qualitäts- wie auch der Vermittlungsbegriff als ein relationaler diskutiert werden muss und nicht unabhängig von gesellschaftlichen Kontexten denkbar ist. Tanzvermittlung kann nur dann als zeitgemäß bezeichnet werden, wenn die Situiertheit des Tanz-(Vermittlungs-)geschehens einbezogen wird.

Von Graham Smith (2024)

Embodied Bytes – Praxis des Tanzes in der Kulturellen Bildung im Zeitalter der Digitalität

Digitalität? Ja, aber ohne Leiblichkeit fehlt das, was den Tanz ausmacht: Tanz schafft menschliche Begegnung. Tanz schafft einen Zugang zu sich selbst und zu anderen. Digitalität im Tanz ohne Leiblichkeit wäre keine Symbiose, sondern eine Vereinnahmung unserer Kunstform durch Technologie.

Von Michael Rappe, Christine Stöger (2024)

Breaking lernen – ein Beitrag zur kulturellen (Selbst-)Bildung

Breaking/Breakdance ist als Teil der Hip Hop-Kultur seit den 60er Jahren in den USA und seit den 80er Jahren auch in Deutschland eine lebendige Tanzkultur, die den Akteur*innen eine Vielzahl an künstlerisch-kreativen Ausdrucksmöglichkeiten bietet. Der Text beschreibt die Ursprünge und die Entwicklung dieser Tanzpraxis und gibt Einblick in die besondere Form einer im informellen Raum entstandenen, in hohem Maße selbstregulierenden Lernkultur.

Von Luise Fischer (2024)

Begegnung von Posthumanismus und Wissenstransfer. Ein Gedankenexperiment durch Improvisationstanz

Prozesse der Begegnung kreativ in Beziehung gesetzt: Eine Begegnung im improvisierten brasilianischen Zouk-Tanz, im Wissensdialog bzw. Wissenstransfer und im Denken, inspiriert vom Posthumanismus. Die Autorin argumentiert für eine Offenheit und einen posthumanen Dialog als Zugang zu neuen Perspektiven für den Wissensdialog in der kulturellen Bildung(sforschung).

Von Felicitas Lowinski, Esther Harmat (2023)

Intergeneratives Tanztheater als ästhetisches Vermittlungsmodell

Tanztheater verbindet Generationen. Dies zeigt ein Forschungsprojekt an der Hochschule Niederrhein, welches aus der Perspektive der ästhetischen Forschung ein Semester lang ein intergeneratives Tanztheaterensemble, bestehend aus neun Studierenden und neun Senior*innen, begleitete.