Themenfeld:

Sparten

Kulturelle Bildung ist Bildung in und durch Künste: Bildende Kunst, Literatur, Medien, Musik, Theater, Tanz usw.  
Dieses Themenfeld ist fokussiert auf Diskurse in den künstlerischen Sparten und an den unterschiedlichen Orten Kultureller Bildung. Reflektiert werden Dimensionen der spartenspezifischen Kunst- und Kulturvermittlung in Theorie, Praxis und Forschung.

509 Beiträge im Themenfeld

Von Gerald Mertens (2013 / 2012)

Konzerthäuser und Orchester als Orte Kultureller Bildung

Die Diskussion zur Bedeutung der Kulturellen Bildung hat innerhalb weniger Jahre eine be­achtliche Breite und Nachhaltigkeit gewonnen, die alle Kulturbereiche und ­-institutionen in Deutschland erfasst. Für die Konzerthäuser, Orchester und Rundfunkensembles muss aber zunächst ganz klar festgehalten werden, dass sie in erster Linie Kulturinstitutionen und keine Bildungseinrichtungen sind. Denn Bildung ist nicht ihr Kernauftrag.

Von Horst Niesyto (2013 / 2012)

Medienkritik und pädagogisches Handeln

Digitalisierung, Internet, Selbstorganisation im Netz, Verschmelzung von alten und neuen Medien haben in den letzten 15 bis 20 Jahren weitreichende Auswirkungen für die Menschen in allen Lebensbereichen mit sich gebracht. Die zeit­- und ortsunabhängige Verfügbarkeit von Medien eröffnet den Menschen neue Informations­-, Kommunikations-­, Bildungs-­ und Lernmöglichkeiten. Gleichzeitig entwickeln sich Problemfelder, die von einer zunehmenden Kommerzialisierung sozialer Kommunikation, risikobehafteten Mediennutzungen bis hin zu sogenannten digitalen Klüften im Mediengebrauch reichen.

Von Christoph Deeg (2013 / 2012)

Digitale Spielkulturen

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Kulturformen, aber keine ist im Moment auch nur an­satzweise so erfolgreich wie die Welt der Computerspiele. Millionen von Menschen spielen. Sie bewegen sich in virtuellen Welten. Ihre Stars heißen nicht Mozart oder Wagner, sondern Super Mario oder Commander Shepard. Gewiss, wir nehmen dieses Phänomen nicht als Kulturform wahr. Im Gegenteil, Gaming ist immer noch das andere. Es ist wenig akzeptiert und wird in der Regel vor allem im Kontext von Diskussionen über Gewaltdarstellungen und Spielsucht wahrgenommen.

Von Franz Josef Röll (2013 / 2012)

Medienkommunikation und Web 2.0

Stichwörter

Unsere Mediengesellschaft befindet sich im Umbruch. Die bisher passiven KonsumentInnen von Produkten und Dienstleistungen können zu aktiven und mündigen KommunikatorInnen werden. Neue Formen des dezentralisierenden Dialogs eröffnen sich, neue individuelle und kollektive Kommunikationsformen bilden sich heraus. Kommunikationsformen wie Soziale Netzwerke (SNS), Blogs, Twitter, Instant Messaging, Podcasts und Wikis verkörpern eine veränderte Partizipationskultur, die nicht an reale Orte gebunden ist.

Von Michael Jahn (2013 / 2012)

Kino und Schule am Beispiel der SchulKinoWochen

Seit der Erfindung des Kinos aus dem Geiste des Jahrmarktsvergnügens hat es in unterschied­lichen Epochen immer wieder um die Anerkennung als „seriöser“ Kultur-­ und Bildungsort kämp­fen müssen. Das Image des Kinos als Ort belangloser Unterhaltung und damit verbundene Ängste vor schädlichen Effekten des Kinofilms auf die geistige und moralische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gehörten lange Zeit zum Repertoire einer fundamentalen Skepsis gegenüber dem Kino.

Von Christian Exner (2013 / 2012)

(Jugend-)Film in der Kulturellen Bildung

Der Film ist noch ein recht junges Medium. Manchem gilt er als die Kunst des 20. Jh.s. Auch im digitalen Zeitalter lässt das Interesse an Audiovision nicht nach. Im Gegenteil: Mit den Spielformen von Multimedia durchdringen audiovisuelle Angebote viele Lebensbereiche. Ob Digital Signage oder Smartphone, ob Open Air Kino oder Public Viewing – Film und TV werden längst nicht mehr nur in geschlossenen Räumen zu Kern­-(Frei­-)Zeiten rezipiert. Audiovision schmiegt sich in alle Winkel unseres Alltags.

Von Jan Schmolling (2013 / 2012)

Fotografie in der Kulturellen Bildung

Der mit dem Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie ausgezeichnete US­-amerikanische Künstler Stephen Shore war ganze sieben Jahre alt, als er zu fotografieren anfing und in der Dunkelkammer zu experimentieren begann. Sein Thema ist der Blick auf das Alltägliche. „Mich interessiert, was alle sehen können: die öffentliche Welt. Und dass man diese Welt aufmerksam und bewusst betrachtet“, so Stephen Shore. Die Einbeziehung des Mediums Fotografie in die Arbeitsfelder der Kulturellen Bildung verfolgt eben diese Ziele: Junge Menschen sollen motiviert werden, sich mit ihrem Alltag bewusst auseinander zu setzen und sich selbst sowie die Welt in allen ihren Facetten darzustellen.

Von Hans-Jürgen Palme (2013 / 2012)

Medien in der Kita

Das Thema Medien in der Kita ist im Grunde genommen nicht neu, denn in Kindertagesein­richtungen wird seit jeher mit Medien gearbeitet. Das Bilderbuch ist fester Bestandteil im Ausstattungsrepertoire, und auch Trägermedien mit Kinderliedern werden wie selbstver­ständlich eingesetzt. Ein Hörspiel mit dem guten alten Kassettenrekorder oder CD-­Player ist gang und gäbe. Jedoch, über all das sprechen wir heute gar nicht, wenn es um Medien in der Kita geht. Eine solche Betitelung zielt eher auf Digitalmedien wie z.B. Computer, Datenbeamer, Tablets, Foto­ oder Videokamera und manchmal sogar das Internet ab. Kleine Kinder und moderne Medien ist darauf bezogen ein durchaus heikles Thema.

Von Vera Haldenwang (2013 / 2012)

Medienbildung in der Schule

Im Zuge der rasanten Entwicklung der Medien wachsen Kinder und Jugendliche als ‚Digital Natives‘ heute ganz selbstverständlich mit multifunktionalen digitalen Technologien auf. 79 % der Jugendlichen verfügen über einen eigenen Computer oder Laptop, etwa jeder Zweite kann von seinem Zimmer aus online gehen. Zwei Drittel der 12­- bis 19­-Jährigen sind täglich im In­ternet (vgl. JIM-­Studie 2011). Die Möglichkeiten gesellschaftlicher, politischer, kultureller und beruflicher Teilhabe sind heute vornehmlich durch Medien und die Art ihrer Nutzung bestimmt.

Von Eva Bürgermeister (2013 / 2012)

Medienbildungsorte

Gerade den Umgang mit Medien erlernen Kinder und Jugendliche heute vor allem fernab der traditionellen Bildungsinstitutionen, schließlich erfolgt Sozialisation in digitalen Zeiten in nahezu allen Lebensbereichen medial. Heranwachsende verbringen zum Teil ebenso viel Zeit vor dem Bildschirm wie in der Schule. Musik, TV und Kino prägen ihre Lebensgefühle, stiften Gemeinsamkeit und Gesprächsstoff, das Internet dient ihnen komplementär als Kommunikations-­ und Aktionsraum.