Themenfeld:

Sparten

Kulturelle Bildung ist Bildung in und durch Künste: Bildende Kunst, Literatur, Medien, Musik, Theater, Tanz usw.  
Dieses Themenfeld ist fokussiert auf Diskurse in den künstlerischen Sparten und an den unterschiedlichen Orten Kultureller Bildung. Reflektiert werden Dimensionen der spartenspezifischen Kunst- und Kulturvermittlung in Theorie, Praxis und Forschung.

524 Beiträge im Themenfeld

Von Peggy Meyer-Hansel (2026)

Performance im Zeitgenössischen Tanz – Performatives Handeln zwischen Innen- und Außenperspektive

Performance hat sich im kunst- und kulturwissenschaftlichen Diskurs zu einem vielschichtigen Schlüsselbegriff entwickelt. Anhand der zeitgenössischen Tanzperformance encounters 1.1 (TANZ OFFEN 2024) untersucht der Artikel die Differenz von Innen- und Außenperspektive performativen Handelns. Ein heuristisches Modell macht diese Perspektiven sichtbar, analysierbar und eröffnet neue Impulse für Vermittlungsprozesse in der Kulturellen Bildung.

Von Felix Büchner, Sören Jannik Traulsen, Lukas Müller (2026)

Theaterpädagogik und Digitalität – ein Fachdiskurs im Dialog. Ein- und Ausblicke der StäKo25 in Hannover

Welche Rolle spielt Digitalität für die Theaterpädagogik? Ausgehend von Präsentationen und Diskussionen auf der Ständigen Konferenz Spiel und Theater an Hochschulen 2025 in Hannover kartiert dieser Beitrag den aktuellen Fachdiskurs 'Theaterpädagogik und Digitalität' – von Didaktik und Vermittlung über hybride Proben- und Aufführungspraktiken bis hin zu Macht-, Ressourcen- und Teilhabefragen.

Von Phil Rieger (2026)

Filmrezeption im Modus des Mediopassivs: Involvieren und Reflektieren als Grundbewegungen kultureller Filmbildung

Involviert-Werden und sich selbst dabei erfahren: Der Beitrag erkundet, wie Hartmut Rosas Denkfigur des Mediopassivs in Verbindung mit psychoanalytischen und filmtheoretischen Ansätzen ein Verständnis von Filmrezeption eröffnet, das Bildung nicht im Verstehen, sondern im Widerfahrnis verortet.

Von Damaris Nübel (2026)

Zuschauen als aktiver Prozess. Vom Umgang mit Konventionen in der Theatervermittlung am Beispiel sogenannter Theaterknigge

Der Artikel beleuchtet den historischen Wandel der Beziehung zwischen Bühne und Publikum und die Aufwertung der Zuschauenden zu Mitschöpfer*innen des Theaterereignisses. Am Beispiel von Theaterknigge zeigt er auf, wie Konventionen des 19. Jahrhunderts bis heute fortwirken. Sichtbar wird ein Widerspruch zwischen partizipativem Theaterverständnis und disziplinierende Vermittlungsformen.

Von Hannah Uhlen, Regina Cosenza Arango (2026)

Schüler*innen von der Leine. Neue Lehr- und Lernformen für das Museum der Zukunft

Wie können Kultureinrichtungen als außerschulische Lernorte junge Menschen darin stärken, Zukunft aktiv und selbstbewusst mitzugestalten? Anhand von unterschiedlichen Ansätzen der Futures Literacy und ausgewählten Vermittlungsformaten der Klassik Stiftung Weimar wird gezeigt, wie neue Lehr- und Lernformate – von interaktiven Touren über selbstgesteuertes Lernen bis zu digitalen Angeboten – in die Praxis übersetzt werden können – für eine Vision für die Kulturelle Bildung der Zukunft.

Von Thomas Reyer, Sandra Anklam (2026)

Mut zum Unverfügbaren: Künstlerisch-Systemische Resonanzräume

Mut zur Unverfügbarkeit heißt, sich auf Künstlerisch-Systemische Resonanzräume einzulassen – ohne Kontrolle, ohne festes Ziel – ein Ver-Suchen. Dabei ermöglichen Spiel, Wagnis und Offenheit Dialog und Transformation. Das Nicht-Wissen wird zur Ressource, und aus Vertrauen kann Neues entstehen. Wie Antonio Machado es poetisch formuliert: „Der Weg entsteht im Gehen.“

Von Stefanie Bracht-Schubert, Silke Hollender, Karin Kranhold, Sabina Meier Zur (2025)

Der Park als Erfahrungsraum im Anthropozän

Wie wird die Klimakrise im Park Schloss Sanssouci für Besucher*innen ästhetisch erfahrbar und welche Handlungsoptionen ergeben sich daraus? Im Interview wird die Vermittlungskonzeption und -praxis der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg in Bezug auf Klimakrise und Nachhaltigkeit anschaulich vorgestellt und anhand einer konkreten Open-Air-Ausstellung bezüglich ihrer Resonanz reflektiert.

Von Kristine Preuß (2025)

Die Welt berühren: Eine ökosensible Kunstvermittlung der Verbundenheit mit dem Lebendigen

Wie können Kunst und Natur in der Bildungsarbeit miteinander in Beziehung treten? Der Beitrag stellt die ökosensible Kunstvermittlung am Museum Sinclair-Haus der Stiftung Kunst und Natur vor: einen Ansatz, der der Entfremdung zwischen Mensch und Mitwelt mit neuen Formen der Verbundenheit begegnet und Resonanzräume eröffnet, in denen die Beziehung zur lebendigen Umwelt neu erfahrbar wird.

Von Hannes Brunner, Doris Sprengel, Sandra Junghardt, Karin Kranhold (2025)

Vom „quadratischen Denken“ zur transformatorischen Erkenntnis: Eine Textmontage zu künstlerischen Praktiken für Kulturelle Bildung im Anthropozän

Welche Herausforderungen und Paradoxien entstehen durch das Anthropozän in der künstlerischen Arbeit und wie können diese zugleich durch künstlerische Arbeit sichtbar gemacht werden? Die Textmontage übersetzt künstlerische Interventionen einer Tagung in neue Wahrnehmungsräume, um Themen des Anthropozäns in Künstlerischer Forschung verhandelbar zu machen.

Von Oktay Bilgi (2025)

Kulturelle Bildung in Multispezies-Welten. Neue Wege des Lernens in einer verletzlichen Welt

Der Beitrag versteht die zeitdiagnostische Signatur des Anthropozäns als Impuls zur Erkundung alternativer Möglichkeiten Kultureller Bildung: Welche Verschiebungen ergeben sich im Verständnis Kultureller Bildung, wenn menschliches Leben und mehr-als-menschliches Leben gleichermaßen Teil unserer Vorstellungen einer lebenswerten Zukunft werden? Wie verändern sich Akteur*innen und Adressat*innen Kultureller Bildung, wenn auch die kulturell-produktive Dimension mehr-als-menschlicher Welten in den Blick gerät?