Themenfeld:

Soziale Arbeit

Die Artikel in diesem Themenfeld nehmen dezidiert Adressat*innen-Gruppen und Handlungskontexte aus dem Bereich der Sozialen Arbeit in den Fokus. Sie reflektieren über die Gewährleistung von kultureller Teilhabe und Partizipation, über Zugänge zu materiellen, kulturellen und sozialen Ressourcen und den Abbau unterschiedlicher Arten von Barrieren, insbesondere für benachteiligte Gruppen. Soziale Kulturarbeit und kulturelle Sozialarbeit werden, wie in der Kulturellen Bildung auch, als konstitutiver Bestandteil allgemeiner Bildung verstanden, und es wird diskutiert, wie Kulturelle Bildung Erfahrungsräume eröffnen kann, in denen Selbstwirksamkeit und Empowerment erlebt und Beteiligung ästhetisch, performativ und diskursiv erprobt und angeeignet werden kann. 

64 Beiträge im Themenfeld

Von Andrea Plöger (2026)

Am Rand und mitten drin: ein Beispiel aus Hellersdorf in Berlin

Soziale Kulturarbeit, künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum, transformatives Community Organizing (CO), Gemeinwesenarbeit (GWA), Soziale Arbeit, Soziale Bewegungen – Reflexion ihrer Potenziale in von Ausschluss betroffenen Quartieren und der Versuch einer Einordnung am Beispiel eines Projekts im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, Stadtteil Hellersdorf.

Von Babette Friedrich (2026)

Poetry Slam und kreatives Schreiben in der Sozialen Arbeit – Ästhetische Praxis und kulturelle Teilhabe

Schreiben kann als eine Form ästhetischer Praxis verstanden werden, die Räume für Selbstausdruck, Transformation und kulturelle Teilhabe eröffnet. Der Beitrag illustriert anhand von schreibbezogenen Gruppenangeboten und Poetry-Slam-Schreibwerkstätten aus der Sozialen Arbeit, wie Schreiben und Performance als zeitgenössische Formen ästhetischer Bildung wirksam werden können.

Von Sophia Gericke (2026)

Bildung durch Irritation? Fremderfahrungen als Impulse für kulturelle Bildungsprozesse in der Sozialen Arbeit

Fremdes irritiert. Doch gerade in dieser Irritation liegt ein Bildungspotenzial. Wie Soziale Arbeit durch ästhetische Praxis Bildungsprozesse anstoßen kann, zeigt dieser Beitrag am Beispiel Sozialer Kulturarbeit.

Von Christian Gedschold, Stefanie Sauer (2026)

Mind the Gap. Eine theaterpädagogische Methode zur Bearbeitung sozialer Konflikte in transnationalen Räumen

Wie lassen sich Konflikte in transnationalen Lebenswelten sichtbar machen und bearbeiten? Die theaterpädagogische Methode „Mind the Gap“ verbindet Forschung zu vietnamesischen Weltfamilien mit spielerischen Perspektivwechseln. Sie zeigt, wie kulturelle Abstände verringert, Selbstwirksamkeit gestärkt und Ambiguitätstoleranz in Gruppen gefördert werden können.

Von Peter Hammerschmidt, Gerd Stecklina, Caroline Steindorff-Classen (2025 / 2024)

Kulturelle Bildung und Soziale Arbeit

Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung, so mag es erscheinen, gehören unterschiedlichen Welten an. Gleichwohl zeigen sich bei näherer Betrachtung sowohl in den jeweiligen Praxen als auch in deren Theorien zahlreiche Berührungspunkte. Diese in ihrer grundlegenden Bedeutung aufzuzeigen, ist Anliegen dieses Beitrags.

Von Ralf Kuckhermann (2025 / 2015)

Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit

Ästhetische Praxis erweitert das klassische Methodenspektrum der Sozialen Arbeit. In einer theoretischen Auseinandersetzung beleuchtet der Beitrag die Grundzüge einer ästhetischen Praxis in der Sozialen Arbeit: Als Prozess, als System von Handlungen und als Arbeitskonzept mit den Hauptfunktionen der Diagnostik, der Bildung und der gesellschaftlichen Partizipation. Zudem wird abschließend auf die Bedeutung des Nicht-Ästhetischen in der ästhetischen Praxis und die Frage nach der Kunst professionellen Handelns eingegangen.

Von Christoph Scheurle (2025 / 2021)

Gegen: Haltung! Theater als sozialkünstlerisches Projekt im Kontext Sozialer Arbeit

Theaterpädagogik im Rahmen Sozialer Arbeit wird oftmals als rein soziales Projekt (miss)verstanden. Ursächlich dafür ist eine Haltung, die an bestimmte Normative geknüpft ist und auf politisches Empowerment zielen. Theater als sozial-künstlerisches Projekt will aber auch ästhetisch empowern. Dafür muss soziale Wirklichkeit nicht nur analysiert und reflektiert, sondern in der Bühnenrealität auch künstlerisch transformiert werden. Künstlerisch-ästhetische Verfahren, die dabei zur Anwendung kommen, bedingen eine offene Haltung.

Von Rainer Treptow (2025 / 1988)

Kulturelles Mandat. Soziale Kulturarbeit und kulturelle Sozialarbeit

Reflektiert werden Reichweiten und Grenzen der beiden Handlungsfelder, die sich mit den ästhetischen Werkbezügen des Kunst- und Kultursektors einerseits und den Lebenslagenbezügen sozialer Unterstützung des Sozialsektors andererseits befassen. Zwischen beiden lassen sich Verbindungen erkennen, die mit dem Begriff des Kulturellen Mandats markiert sind. Er dient dazu, die Anwaltschaft Sozialer Arbeit für den Eigensinn kultureller Ausdrucksformen von Adressaten hervorzuheben und die kluge Nutzung der Anregungspotentiale künstlerischer Gestaltung einzufordern.

Von Dorothee Mammel (2025)

Alt und behindert: Kulturelle Bildung und Teilhabe für ältere Menschen mit zugeschriebener geistiger Behinderung im Museum

Der Vielfaltsdimension Behinderung kommt im Alter eine zentrale Bedeutung zu. Demgegenüber steht die Ungleichheit der kulturellen Teilhabechancen bei älteren Menschen mit zugeschriebener geistiger Behinderung. Aus Perspektive der Museumspädagogik werden empirisch und praxisorientiert die Forschungsergebnisse zu den Voraussetzungen für die kulturelle Teilhabe und Inklusion dieser Personengruppe im Museum vorgestellt.

Von Katharina Witte (2025)

MUSIK - BEWEGUNG - SZENE: Ein Gestaltungsprozess in einer heterogenen Gruppe

Wie kann die Zusammenarbeit von Schule und Hochschule in sonderpädagogischen Kontexten genutzt werden, um künstlerisch- ästhetische Gestaltungsprozesse in einer heterogenen Gruppe zu einer gemeinsamen Gelingenserfahrung zu machen? Ein Theaterprojekt mit Schüler*innen und Studierenden wird im Hinblick auf das Potenzial improvisatorischer und partizipativer Vorgehensweisen dargestellt und diskutiert.