Themenfeld:

Rahmenbedingungen

Politik für Kulturelle Bildung in den zuständigen Ressorts von Jugend-, Kultur- und Bildungspolitik, nationale und internationale Programme und Strukturen der Weiterentwicklung des Feldes, Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für die Querschnittsaufgabe Kultureller Bildung auf den föderalen Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen sowie in den unterschiedlichen Kontexten von Bildung und Kultur stellen Rahmenbedingungen dar, welche von den Autor*innen in diesem Themenfeld erörtert werden.

66 Beiträge im Themenfeld

Von Birte Werner, Josefine Jochum (2024)

Wie Förderprogramme Wissenstransfer unterstützen können

Mit seinen Förderungen und Angeboten unterstützt das Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg den Wissenstransfer zwischen Kulturakteur*innen in Baden-Württemberg. Wie aber gelingt das? Für das kubi-online Dossier über Wissenstransfer, welches die Diskurse der 14. Tagung des Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung (2023) fortführen und vertiefen soll, interviewen Anne Hartmann und Kerstin Hübner die Autorinnen dieses Beitrags.

Von Julia Effinger, Birgit Mandel, Magdalena Nizioł (2024)

Dom kultury – Maison de la Culture – Kulturhaus und Soziokultur

Initiiert von der Arbeiter*innen- und Volksbildungsbewegung entstanden im 19. Jahrhundert die Kulturhäuser in Europa. Der Beitrag lenkt den Blick nach Frankreich, Polen und Deutschland, stellt die spezifische Geschichte sowie das Wirken bis in die Gegenwart vor: Was sind Gemeinsamkeiten, was sind wesentliche Unterschiede in der kulturpolitischen Steuerung, Organisation, Finanzierung sowie den kulturellen Programmen zwischen den drei Ländern? Welchen Stellenwert haben sie jeweils für ländliche Regionen?

Von Maria Rammelmeier (2023)

Freiwilliges kulturelles Engagement in ländlichen Räumen: Vielfalt, Herausforderungen und Lösungsansätze

Freiwilliges Engagement in ländlichen Räumen ist vielfältig. Diese Kreativität und Innovation können genutzt werden, um die Region zu entwickeln. Das Engagement erfolgt oft in sozialen Netzwerken. Hierbei ist es das Ehrenamt, das nicht nur als Bewahrer von Traditionen, sondern auch als Motor für kreative Neugestaltung und soziale Verbindung im Sozialstaat fungiert. Die Motivation hinter dem Engagement beinhaltet Spaß, Leidenschaft und Heimatverbundenheit.

Von Susanne Köszeghy (2023)

Das Wiesenkonzert: Über ein künstlerisch-pädagogisches Improvisationskonzept im Rahmen der Frühkindlichen Kulturellen Bildung

Improvisation mit Klängen und Geräuschen in der freien Natur als Vermittlungsprojekt im Elementarbereich: Der Artikel beschreibt konkret die Herangehensweise einer künstlerischen Intervention vor dem Hintergrund von aktuellen Begründungs- und Qualitätsdiskursen der (Frühkindlichen) Kulturellen Bildung.

Von Jan Niggemann (2023)

The State of Culture. Ist Kulturelle Bildung klassistisch? Eine kleine Übung in »negativer Befähigung«

Aus Perspektive der Cultural Studies wird das Konzept Kulturelle Bildung als Widerspruch in sich hinterfragt: Ist Kulturelle Bildung nur eine freundliche Geste, mit der die Unterordnung marginalisierter Gruppen erzwungen wird? Entlang der erkenntnisleitenden Bedeutung von Affekten untersucht der Autor, wie eine klassismuskritische Perspektive in der Kulturellen Bildung einer Pädagogik der Befriedung sozialer Konflikte zuarbeiten kann.

Von Max Fuchs (2023)

Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Interventionen in der kulturellen Bildungspolitik: Das Positionspapier „Bildung und digitaler Kapitalismus“

Vor dem Hintergrund von Entwicklungen des Politischen, von Governance-Strategien und Einflussmöglichkeiten zivilgesellschaftlicher Strukturen Kultureller Bildung werden Probleme der politischen Kommunikation deutlich und die Rolle von Positionspapieren eingeordnet. Kontext und Perspektiven des aktuellen Positionspapiers werden skizziert, Perspektiven zur Wirksamkeit und für pädagogische, wissenschaftliche und bildungspolitische Kontexte diskutiert.

Von Francis Seeck, Yasmina Bellounar (2023 / 2022)

Macht und Klassenbewusstsein in der Kulturellen Bildung. Ein Gespräch

Justine Donner spricht mit den Autor*innen darüber, wie Kulturelle Bildung gestaltet werden sollte, um Öffnungsprozesse wirklich zu fördern, ohne dabei Klassismus ungewollt zu reproduzieren. Welche Ansätze können helfen, mehr Chancengerechtigkeit zu ermöglichen? Wer und was muss sich ändern?

Von Ulrike Sommer (2023 / 2022)

Orientierung im Förderdschungel

Für Akteur*innen aus der Kulturellen Bildungspraxis und insbesondere für Kunst- und Kulturschaffende, die sich in der Kulturellen Bildung engagieren (wollen), ist es ausgesprochen herausfordernd, sich einen Überblick über die Möglichkeiten öffentlicher Förderung zu verschaffen. Der Beitrag beschreibt Rahmenbedingungen und Strukturen für die Förderung Kultureller Bildung, differenziert nach den Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen.

Von Viola Kelb (2023)

Kulturkarten für Jugendliche können mehr! Ein Plädoyer für vielschichtige Modelle kultureller Teilhabeförderung

Der Beitrag fasst zentrale Erkenntnisse der Studie „KulturKarten als Weg zu mehr Teilhabe?“ zusammen. Er diskutiert Gelingensbedingungen solcher Instrumente explizit für Jugendliche und plädiert dafür, Kulturkarten-Modelle mit Maßnahmen zur Teilhabeförderung zu koppeln, die über finanzielle Barrieren hinaus auch weitere Dimensionen von Benachteiligung intersektional in den Blick nehmen.

Von Max Fuchs (2023 / 2022)

Der rechtliche Rahmen Kultureller Bildung

Normativitätsdiskurse im Feld Kultureller Bildung weisen unterschiedliche Referenzen auf zur Gesellschaft, Politik, Ökonomie, Natur und Ästhetik. Dieser Beitrag aus der Veröffentlichung „Normativität der Kulturellen Bildung“, herausgegeben von Keuchel/Zirfas, setzt sich mit einer spezifischen Perspektive auf Normativität auseinander: den rechtlichen Ordnungen.