Themenfeld:

Musik

In der Spezifik der künstlerischen Ausdrucks- und Kommunikationsformen und der Praxisvielfalt von Angebotsformaten und Bildungsorten wird dieser Bereich vermessen: mit Fachbeiträgen zu den Besonderheiten des sich Bildens in dieser Kunstsparte; mit Differenzierungen zu Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Strukturen, Akteure, Adressat*innen und Lebensalter, zwischen formalem, non-formalem und informellem, rezeptivem oder produktivem Bildungs- und Vermittlungskontext; mit Auseinandersetzungen über aktuelle Ausrichtungen von Konzepten und gesellschaftliche Entwicklungen und Sichtweisen in dieser Sparte „Musik“.
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

83 Beiträge im Themenfeld

Von Kaja Nieland (2023)

Improvisierend Musik verstehen – Kulturelle Bildungspotenziale eines Musiktheorieunterrichts mit Improvisation

Improvisationspraxis und Musiktheorie haben, entgegen des auf einen ersten Blick widersprüchlichen Verhältnisses, insbesondere in der Ausbildung von Musiker*innen an der Musikhochschule noch ein unausgeschöpftes Potenzial: Explizites Wissen unmittelbar an implizites Vorwissen der jeweils Lernenden anzuknüpfen und sich nicht nur verbal, sondern auch künstlerisch-praktisch mit anderen auszutauschen und dadurch kulturell weiterzubilden.

Von Laura Nerbl (2023)

Szenische Konzerte für junges Publikum – Improvisation und Kommunikation zwischen Probe und Aufführung

Im Beitrag wird als theoretische Rahmung die Gattung der erforschten „theatralen Konzerte“ diskutiert. Mit Methoden der teilnehmenden Beobachtung wird untersucht, wie theatrale Konzerte in Zusammenarbeit zwischen Musiker*innen und Theatermacher*innen entstehen und welchen Anteil die Improvisation dabei hat.

Von Johannes Treß (2023)

Anleiten, begleiten und leitenlassen – Rekonstruktion unterschiedlicher Modi des Anleitungshandelns beim Improvisieren im Musikunterricht

Dieser Beitrag betrachtet die Praxis des Anleitungshandelns von Musiklehrkräften in Gruppenimprovisationen unter dem empirisch-rekonstruktiven Brennglas. Mittels der Dokumentarischen Methode werden drei Modi des Anleitungshandelns rekonstruiert und in Beziehung zu den Interaktionsprozessen der Schüler*innen gesetzt. Besonders rückt dabei der Begriff der „musical agency“ in den Vordergrund.

Von Martin Weber (2023)

Gruppenimprovisation in inklusiven Settings

Vor dem Hintergrund inklusionsdidaktischer Anforderungen und Postulate (etwa „Gemeinsamer Gegenstand“) wird ein mögliches interaktives gemeinsames Moment von Gruppenimprovisation vorgeschlagen. Auf dieser Grundlage werden unterrichtspraktische Perspektiven für inklusiven Musikunterricht im Lernfeld Improvisation vorgestellt.

Von Susanne Köszeghy (2023)

Das Wiesenkonzert: Über ein künstlerisch-pädagogisches Improvisationskonzept im Rahmen der Frühkindlichen Kulturellen Bildung

Improvisation mit Klängen und Geräuschen in der freien Natur als Vermittlungsprojekt im Elementarbereich: Der Artikel beschreibt konkret die Herangehensweise einer künstlerischen Intervention vor dem Hintergrund von aktuellen Begründungs- und Qualitätsdiskursen der (Frühkindlichen) Kulturellen Bildung.

Von Andreas Eschen (2023)

Kommunikation ohne konventionelle Zeichen? Zur Pragmatik experimenteller Gruppenimprovisation

Freie Improvisation ist dadurch gekennzeichnet, dass sie sich nicht auf vertraute musikalische Elemente bezieht. Dennoch präsentiert sie ein Zusammenwirken, das man als musikalische Kommunikation betrachten kann, zwischen den Improvisierenden ebenso wie zwischen Spielenden und Zuhörenden.

Von Felicia Mischke, Andrea Welte (2023)

Raum geben – Raum nehmen. Momente von Selbst- und Mitbestimmung in der musikalischen Gruppenimprovisation

Eine ethnographisch angelegte Studie im von sozialer und kultureller Heterogenität und Migration geprägten Bildungs- und Forschungsprojekt ImproKultur zeigt Ansatzpunkte auf, wie in musikalischer Gruppenimprovisation in einem schulischen Setting Möglichkeiten zur Selbst- und Mitbestimmung geschaffen werden können.

Von Judith Müller (2023)

Musikalische Angebote in der Offenen Kinder- und Jugendkulturarbeit klassismussensibel gestalten - Videovortrag mit textlicher Einfassung

Ein Vortrag zu klassistischen Zugangsbarrieren in der Kulturellen Bildung. Am Beispiel der Offenen Kinder- und Jugendarbeit werden Lösungsansätze für Teilhabe und Partizipation aufgezeigt und dazu angeregt, Angebote umzustrukturieren sowie Positionierungen innerhalb des Feldes zu reflektieren.

Von Jürgen Oberschmidt (2023)

Musik aus dem Stegreif schaffen: Muss man zum Komponieren immer vom Pferd steigen?

Im Rahmen dieses pointierten Beitrags soll gezeigt werden, wie historische Vorstellungen zum musikalischen Lernen von einem selbsterlebten, reproduzierenden Normalfall geprägt werden, der sich zudem trefflich in die normierenden Sanktionen formaler Lernprozesse in der heutigen allgemeinbildenden Schule pressen lässt.

Von Nora Leinen-Peters, Helene Niggemeier (2023)

Mediopassives Musizieren: Ein Modell für elementare Gruppenimprovisation im inklusiven Kontext?!

Wie kann sich elementare Gruppenimprovisation im inklusiven Kontext künstlerisch entfalten, wenn ästhetische und psychosoziale Zieldimensionen zusammengedacht werden? Im Projekt „MUSINC – Music inclusive“ wird dieser Zugang mit dem Modell des Mediopassiven Musizierens erprobt und beforscht. Der vorliegende Beitrag stellt das Modell anhand von Beispielen aus der Unterrichtspraxis vor.