Themenfeld:

Medien

In der Spezifik der künstlerischen Ausdrucks- und Kommunikationsformen und der Praxisvielfalt von Angebotsformaten und Bildungsorten wird dieser Bereich vermessen: mit Fachbeiträgen zu den Besonderheiten des sich Bildens im Bereich der Medien; mit Differenzierungen zu Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Strukturen, Akteure, Adressat*innen und Lebensalter, zwischen formalem, non-formalem und informellem, rezeptivem oder produktivem Bildungs- und Vermittlungskontext; mit Auseinandersetzungen über aktuelle Ausrichtungen von Konzepten und gesellschaftliche Entwicklungen und Sichtweisen in dieser Sparte „Medien“.
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

76 Beiträge im Themenfeld

Von Miriam Baghai-Thordsen (2026)

„Ich konnte doch nie malen.“  KI-gestütztes künstlerisches Arbeiten in der Klinischen Sozialarbeit

„Ich konnte doch nie malen“ verweist auf biografisch verfestigte ästhetische Selbstzuschreibungen. Der Beitrag untersucht KI-gestützte Bildpraxis als Erfahrungsraum, in dem diese Zuschreibungen irritierbar und Urteilskraft sowie Selbstwirksamkeit neu ausgehandelt werden.

Von Anna Hampel (2026)

Auditive Formate als Schnittstelle zwischen Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung?!

Anhand eines künstlerisch-ästhetischen Forschungsprojektes zum Thema weibliche Wohnungslosigkeit während der Covid-19 Pandemie, das im Format einer Audio-Dokumentation umgesetzt wurde, werden in dem Artikel Schnittstellen und Anknüpfungspunkte von Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung aufgezeigt.

Von Phil Rieger (2026)

Filmrezeption im Modus des Mediopassivs: Involvieren und Reflektieren als Grundbewegungen kultureller Filmbildung

Involviert-Werden und sich selbst dabei erfahren: Der Beitrag erkundet, wie Hartmut Rosas Denkfigur des Mediopassivs in Verbindung mit psychoanalytischen und filmtheoretischen Ansätzen ein Verständnis von Filmrezeption eröffnet, das Bildung nicht im Verstehen, sondern im Widerfahrnis verortet.

Von Petra Missomelius (2025 / 2024)

Digital Citizenship und Bildung

Der Beitrag thematisiert Digital Citizenship im Rahmen von Europas Digitaler Dekade 2030 zur Vermittlung digitaler Kompetenzen. Er skizziert die Umsetzung der Europaratsbeschlüsse in Österreich und stellt den Stand der österreichischen Strategie ,Digitale Kompetenzoffen­sive‘ vor. Unter Bezugnahme auf das Positionspapier der Initiative ,Bildung und digitaler Kapitalis­mus‘ wird das Konzept Digital Citi­zenship als bildungspolitische Strategie diskutiert.

Von Daniel Autenrieth, Jan-René Schluchter (2025 / 2025)

Künstliche Intelligenz, Klima und Bildung - Herausforderungen und Perspektiven

Die rasante Evolution von KI-Systemen und die Klimakrise weisen strukturelle Parallelen auf. Während aber gesellschaftlich über negative Klimawirkungen vieler Bereiche diskutiert wird, bleibt die (Nicht-)Nachhaltigkeit von KI-Systemen weitgehend unreflektiert. Dieser Artikel untersucht die Verflechtungen zwischen Künstlicher Intelligenz und (Nicht-)Nachhaltigkeit und entwickelt Perspektiven, wie Menschen in (medien-)pädagogischen Bildungskontexten befähigt werden können, diese komplexen Zusammenhänge zu verstehen und zukunftsfähige Transformationsprozesse von Gesellschaft mitzugestalten.

Von Nele Hirsch (2025 / 2024)

Transformative Bildungsansätze im digitalen Kapitalismus

Ziel des Artikels ist es, pädagogisch tätigen Menschen sowohl Orientierung als auch praktische Ideen für die Gestaltung guter Bildung im digitalen Kapitalismus zu geben. Die Ermächtigung von Lernenden in einer zunehmend digital-geprägten Welt erfordert mehr als das Erlernen von digitalen Werkzeugen. Transformative Bildungsansätze können die Gestaltung einer eigenen Website, die Nutzung von Open Educational Resources (OER) im Rahmen einer Kultur des Teilens und der Aufbau eines Online-Vernetzungsraums im Fediverse sein.

Von Max Fuchs (2025 / 2024)

Bildung im digitalen Kapitalismus – einige Überlegungen aus kulturpädagogischer Sicht

Was ist bei der Diskussion des Zusammenhangs von Digitalisierung, Bildung und Kapitalismus zu berücksichtigen und welche Rolle könnte Kulturelle Bildung spielen, wo die Digitalisierung charakteristische Aspekte einer kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstärkt? Für eine emanzipatorische Bildungsarbeit ist es eine entscheidende Frage, ob es gelingt, Distanz zu gesellschaftlichen Denkformen, in die kapitalistische Strukturprinzipien eingeschrieben sind, zu gewinnen.

Von Guido Bröckling (2025 / 2024)

Kritisch-reflexive Medienkompetenzförderung für alle

Medienbildung und Politische Bildung sollten das gemeinsame Ziel verfolgen, einen selbstbestimmten kritischen und reflektierten Umgang mit Medien und digitalen Systemen zu fördern und zugleich Gemeinschaftlichkeit und demokratische Strukturen zu stärken. Der Beitrag geht der Frage nach, wie Ansätze einer sowohl kritisch-reflexiven als auch niedrigschwelligen medienpädagogischen Praxis für alle Kinder und Jugendlichen angelegt sein müssten.

Von Nina Grünberger (2025 / 2024)

Vom Kolonialismus zum Code. Dekolonialisierende Fragen an medien-/pädagogische Verhandlungen digital-kapitalistischer Strukturen

Gegenwärtig nimmt eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit hegemonialer Macht und Ubiquität von IT-Monopolen im Bildungskontext zu. Die Debatte wird unter dem Schlagwort des Digitalen Kapitalismus und mehrheitlich aus Perspektive des Globalen Nordens geführt. Dieser Beitrag geht über eine solche Perspektive hinaus und skizziert Phänomene digital-kapitalistischer Macht im Bildungskontext aus dekolonialisierender Perspektive. Er etabliert primär einen theoretischen Zugriff auf das Thema, den es in weiteren Forschungsbemühungen zu vertiefen gilt.

Von Eva Borst (2025 / 2024)

Fast Food für den Geist. Bildungstheoretische Reflexionen über ChatGPT

Der vorliegende Text diskutiert aus einer gesellschaftskritischen Perspektive die Wirkung der künstlichen Intelligenz auf Kinder. Hierbei steht ChatGPT pars pro toto für andere Chatbots. Von besonderem Interesse ist die Frage, ob und wie diese neue Technologie Einfluss auf die geistige Entwicklung von Heranwachsenden nimmt. Zu ihrer Beantwortung werden erziehungs- und bildungstheoretische sowie anthropologische Erkenntnisse herangezogen.