Themenfeld:

Literatur

In der Spezifik der künstlerischen Ausdrucks- und Kommunikationsformen und der Praxisvielfalt von Angebotsformaten und Bildungsorten wird dieser Bereich vermessen: mit Fachbeiträgen zu den Besonderheiten des sich Bildens in dieser Kunstsparte; mit Differenzierungen zu Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Strukturen, Akteure, Adressat*innen und Lebensalter, zwischen formalem, non-formalem und informellem, rezeptivem oder produktivem Bildungs- und Vermittlungskontext; mit Auseinandersetzungen über aktuelle Ausrichtungen von Konzepten und gesellschaftliche Entwicklungen und Sichtweisen in dieser Sparte „Literatur“.
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

26 Beiträge im Themenfeld

Von Stefanie-Lahya Aukongo, Nadja Damm (2024)

»Es gibt zu wenig Bühnen für meine Leute.« Gespräch mit Lahya Aukongo über die heilende Kraft von Spoken Word und Poetry

Wie lässt sich Klassismus mit Spoken Word und Kreativem Schreiben aufbrechen? Und welche Rolle spielt dabei die intersektionale Verschränkung von Klassismus mit anderen sozialen Ungleichheitsverhältnissen? Nadja Damm, Mitherausgeberin des kubi-online Dossiers zu Klassismus, spricht mit der Autor*in und Künstler*in Lahya Aukongo über befreiende Poesiearbeit und die Intersektion von Klassismus mit anderen Diskriminierungsformen.

Von Kathrin Buchmann, Sabine Mähne (2023 / 2022)

Zum produktiven Verhältnis zwischen ästhetischem Potential in der Kinder- und Jugendliteratur und künstlerischer Praxis in analogen und digitalen Veranstaltungen

Wie können Literaturvermittler*innen Kinder und Jugendliche unter Einbeziehung anderer Künste auf Bücher neugierig machen? LesArt, das Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur, setzt sich seit mehr als 30 Jahren mit dieser Frage auseinander. Der Beitrag stellt Wege und Erfahrungen anhand eines Modellprojektes vor.

Von Betina Aumair (2023)

Schreibpädagogik und Klassismus – Schreiben und Erzählen als widerständige Praxis

Der Artikel stellt biografisches Schreiben und Erzählen als Selbstermächtigungspraxis einer klassismuskritischen Pädagogik vor. Entlang der Zusammenhänge von Klassenherkunft und -positionierung mit Erinnerung, Sprache und Selbstwirksamkeit gibt die Autorin Einblicke in ihre eigene Herangehensweise und stellt u.a. Schreib- & Erzählübungen vor.

Von Philipp J. Wulf (2021)

Das Hörspiel als Medium für die ästhetische Inklusionsarbeit

Aus der Betrachtung der Materialität des Hörspiels lässt sich entwickeln, warum sich gerade diese Kunstform für die ästhetische Inklusionsarbeit besonders eignet. Verdeutlicht wird dies am Beispiel einer aktuellen Hörspielproduktion des Barner16-Netzwerks.

Von Sebastian Weirauch (2021)

Zwischen Sozialistischem Realismus und künstlerischer Autonomie: Das Literaturinstitut „Johannes R. Becher”

Das Literaturinstitut „Johannes R. Becher“, das zwischen 1955 und 1993 in Leipzig existierte, war die erste und einzige Ausbildungsstätte für Autor*innen im deutschsprachigen Raum war. Welche produktiven Impulse gehen vom Institut auch heute noch aus? Zur Beantwortung dieser Frage werden kulturpolitische Debatten um das Institut rekonstruiert und literarische Texte von Absolvent*Innen in den Blick genommen.

Von Rüdiger Bernhardt (2021)

Schreibende Arbeiter und ihre Zirkel – Erwartungen, Praxis und Ergebnisse

Am Beispiel der Literatur zeigt der aktuelle Beitrag auf, wie der Anspruch einer chancengerechten kulturellen Teilhabe in der DDR umgesetzt wurde, wie sich die Bewegung der schreibenden Arbeiter entwickelte und was sie konkret bewirkte. Ein Beitrag aus dem Jahr 1987 beschreibt zudem das literarische Schaffen des Zirkels schreibender Arbeiter der VEB Leuna-Werke, dessen Leiter der Autor war.

Von Sandra Czerwonka, Florian Höllerer (2020)

Kultureller Bildungsort im digitalen Wandel: Befragung der Leitungen öffentlicher Bibliotheken in Deutschland (2018)

Dieser Beitrag stellt zusammenfassend Daten und Methoden, Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Studie „Bibliotheken/Digitalisierung/Kulturelle Bildung. Horizont 2018“ des Rats für Kulturelle Bildung vor.

Von Miriam Haller (2020 / 2005)

Unwürdige Greisinnen: „Ageing trouble" im literarischen Text

Der Artikel überträgt Judith Butlers Geschlechter-Theorie auf die kulturelle Konstruktion von Alter und Geschlecht und schärft das Konzept von „Ageing trouble“ im Hinblick auf die kulturelle Performanz und Performativität. Er zeigt auf, dass in der Literatur des 20. Jahrhunderts der Topos des Altersspotts als entwicklungsfähiges Medium erscheint, um Alternativen zum herrschenden Altersbild zu entwickeln.

Von Miriam Haller (2020 / 2004)

Literarische Stereotype des Alter(n)s und Strategien ihrer performativen Neueinschreibung

Der Artikel überträgt Judith Butlers Geschlechter-Theorie auf die kulturelle Konstruktion des Alter(n)s und überprüft die Tragweite eines Konzepts von ‚Ageing trouble‘ anhand der Analyse von Altersstereotypen und deren Neueinschreibung in literarischen Texten. Vier weitere Aufsätze der Autorin wird kubi-online in Kürze veröffentlichen, um die Tragweite dieses performativitätstheoretischen Ansatzes für den kulturellen Altersdiskurs auszuloten.

Von Jürgen Seefeldt (2018)

Öffentliche Bibliotheken und ihre Rolle für Bildung und Kultur in ländlichen Räumen

Die Öffentlichen Bibliotheken in Stadt und Land stehen seit Jahrzehnten mit ihren vielfältigen Medienangeboten und Dienstleistungen für Bildung und für Kultur – stehen sie aber auch für Kulturelle Bildung? Der Übersichtsartikel erläutert und gibt Antworten.