Themenfeld:

Kinder & Künste

Kulturelle Bildung von Anfang an! Angesichts der bildungsbiografischen Relevanz frühkindlicher Kultureller Bildung bündelt kubi-online in diesem Themenfeld theorie- und praxisorientierte Fachbeiträge über Zugänge zur Kunst für die Allerkleinsten, über Bildungsqualitäten ästhetischer Erfahrungen für diese Altersgruppe und Chancen von Kooperationen mit Kunst und Kultur. Autor*innen positionieren sich zur Spezifik von Konzepten einer frühkindlichen Kulturellen Bildung in den unterschiedlichen künstlerischen Sparten und an den verschiedenen Orten von Bildung und Kultur. Unterstützen auch Sie den Wissenstransfer über „Kinder &  Künste: Kulturelle Bildung von Anfang an!" und bieten der Wissensplattform relevante Fachbeiträge an: Vertiefen Sie den Diskurs über pädagogische und ästhetische Qualitätsaspekte für die Allerjüngsten an den unterschiedlichen Orten formaler, non-formaler und informeller Bildung und Kultur. Problematisieren Sie Herausforderungen angesichts gesellschaftlicher Diversität, diskutieren Sie Ausbildungsbedarfe und Kooperationsperspektiven für eine kulturelle Teilhabe von Anfang an. Tragen Sie mit Ihren Reflexionen zu einer guten Praxis frühkindlicher Kultureller Bildung bei.

52 Beiträge im Themenfeld

Von Michael Obermaier (2024)

Grundverständnis frühkindlicher Kultureller Bildung – eine kurze Einführung

Der ästhetische Zugang zur Welt ist eine wichtige Grundlage für frühkindliche kulturelle Bildungsprozesse. Von der ästhetischen Erfahrung bis hin zu einem breiten Konzept Kultureller Bildung haben sich zentrale Fachbegriffe etabliert, die eng miteinander verbunden sind und in die hier eingeführt wird. Der Beitrag ist im Rahmen des Modellprojekts Kulturkita Hessen der DKJS entstanden und soll zu verbesserter kultureller Teilhabe 0- bis 6-jähriger Kinder in Kindertageseinrichtungen beitragen.

Von Katrin Höhne, Lutz Schäfer (2023)

Kulturelle Bildung als ungesicherte Praxis

Kulturelle Bildung, künstlerische Praxis als Begegnung mit dem Unverfügbaren können als eine lebendige, risikoreiche, singuläre Auseinandersetzung mit sich selbst, Anderen und Anderem dienen und als offener Dialog einer ungesicherten, staunenden, herantastenden, verändernden Praxis eine Antwort auf die aktuellen Krisen sein: in Form der transformatorischen Bildung.

Von Sidonie Engels (2023)

Friedrich Fröbels Spielgaben – eine Grundlage der Kunstpädagogik

Der vorliegende Beitrag macht darauf aufmerksam, dass Mitte des 19. Jahrhunderts bereits eine pädagogische Praxis beschrieben wurde, die auf eine bestimmte Art der Kunstpädagogik vorausweist: die Anleitung zum Spielen mit Fröbels Spielgaben. Das System der Spielgaben wird im Folgenden vorgestellt und sein Wirken im Feld der Kunst und der Kunstpädagogik verortet.

Von Andreas Brenne, Michaela Kaiser (2023)

Die „böse Prinzessin“ – Künstlerische Prozesse im Zwischenraum von Improvisation und Inklusion

Künstlerische Prozesse reflektieren materiale Gegebenheiten im Kontext der individuellen Erfahrungsgeschichte und Spannungsfeld von Heterogenität und Homogenität, das sich für inklusives Lernen als konstitutiv erweist. Das Moment des Improvisatorischen als responsive gestalterische Praxis in ereignishaften und unvorhersehbaren Situationen konstituiert das Kontingente – sich überlagernde Sinnbildungs- und Erkenntnisprozesse können entstehen.

Von Susanne Köszeghy (2023)

Das Wiesenkonzert: Über ein künstlerisch-pädagogisches Improvisationskonzept im Rahmen der Frühkindlichen Kulturellen Bildung

Improvisation mit Klängen und Geräuschen in der freien Natur als Vermittlungsprojekt im Elementarbereich: Der Artikel beschreibt konkret die Herangehensweise einer künstlerischen Intervention vor dem Hintergrund von aktuellen Begründungs- und Qualitätsdiskursen der (Frühkindlichen) Kulturellen Bildung.

Von Vincenzo Bua (2023)

Das Malspiel als inklusiv-künstlerischer Spielraum

Im Malspiel nach Arno Stern wird weder eine Darstellung, Interpretation noch das Kommentieren oder Beurteilen der Bilder von Kindern in den Vordergrund gestellt. Bei diesem Prozess lernen Kinder, einen Zugang zu ihrer Kreativität zu finden und ihre eigene Spur auszudrücken. Der Ausdruck der eigenen Malspur geschieht dabei unabhängig von Kompetenz- und Leistungsorientierung sowie gesellschaftlicher Zuschreibung.

Von Nikola Dicke, Fabienne Fuß (2023)

„Was machst du jetzt daraus?“ – Bricolage und Improvisation im Kunstunterricht einer 4. Klasse

Künstlerische Bricolageprojekte fördern die relevante Fähigkeit, Unvorhergesehenes in das eigene Handeln zu integrieren und kreative Lösungen für neuartige Szenarien zu improvisieren.

Von Valentina G.P. Fernandes, Andreas Brenne (2022)

Creative Processes and Aesthetic Experiences during Early Childhood – A study based on art pedagogical learning settings

Der Beitrag untersucht Prozesse der ästhetischen Erfahrungsbildung in kunstpädagogischen Lernarrangements der frühen Kindheit im Hinblick auf ästhetische, gestalterische und kreative Dimensionen. Des Weiteren werden Instrumente der qualitativen Videographie vorgestellt.

Von Martina Janßen (2022)

Temporale Erfahrungen von jungen Kindern in der Kulturellen Bildung am Beispiel „Frank trommelt auf seinen Salzteig ein“

Im Mittelpunkt des Beitrags stehen temporale Erfahrungen von Kindern und soziale, erzieherische Praxen von Pädagog*innen im Kindergarten. Diese werden als verkörperte Praxen des Antwortens auf Welt verstanden und anhand eines Beispiels aus dem Bereich Ästhetik/bildende Kunst im Kindergarten responsiv mit der phänomenologischen Videografie analysiert.