Themenfeld:

Diversität

Mit dem Ziel, die vielen Diskurse um eine diversitätsbewusste Kulturelle Bildung zu flankieren, veröffentlicht die Wissensplattform kubi-online seit 2016 vermehrt Fachbeiträge zu den Themen kulturelle Vielfalt, Migration, Inklusion und Integration. Zahlreiche Expert*innen positionieren sich in diesem Themenfeld zu den Gestaltungsaufgaben einer rassismuskritischen kulturellen Bildungspraxis und einer diversitätssensiblen Öffnung von Strukturen im Feld von Kunst, Kultur und Bildung. Gerne können Sie uns weitere fachlich-wissenschaftliche Beiträge zur Veröffentlichung vorschlagen.

45 Beiträge im Themenfeld

Von Dorothea Kolland (2014 / 2013)

Künste, Diversity und Teilhabe. Kulturelle Bildung zwischen Multikulti, Postmigranten und Transkultur

...Interkulturelle Ethnologen der Zukunft ...Chancen für interkulturelle Kompetenz auf dem Kontakthof Kultur ...Transkulturalität ...und die Suche nach Teilhabebarrieren und Möglichkeiten für social inklusion beschäftigen Dorothea Kolland in diesem Beitrag. Der Artikel ist der Veröffentlichung „Künste, Diversity und Kulturelle Bildung“ im Verlag kopaed entnommen, einer Textsammlung mit Reflexionen, Erfahrungen und Konzepten der Autorin aus „30 Jahren kommunaler Kulturarbeit zwischen Kultur- und Gesellschaftspolitik“.

Von Dorothea Kolland (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung zwischen den Kulturen

Kulturelle Bildung vermag einen Raum der Begegnung zu schaffen zwischen verschiedenen Kulturen – ob ethnisch, alters- oder geschlechtsspezifisch, regional, religiös u.a. geprägt -, der Annäherungen und Verknüpfungen ebenso ermöglicht wie Erkenntnis der Unterschiede und damit Interkulturelle Bildung realisiert. Dieser Raum ist nicht für besondere Zielgruppen oder Adressaten bestimmt, sondern eine Chance für alle, die sich aktiv oder passiv in den Wirkungshorizont Kultureller Bildung begeben.

Von Anne Sliwka (2013 / 2012)

Soziale Ungleichheit – Diversity – Inklusion

Ethnische, linguistische und religiöse Pluralität sind schon seit langer Zeit eine Realität in der bundesdeutschen Gesellschaft. Das Wirtschaftswunder der 1960er Jahre löste eine Zuwanderungswelle in die Bundesrepublik Deutschland aus, allerdings wurden die MigrantInnen, die überwiegend aus der Türkei, Spanien, Italien und Griechenland einwanderten, bis zum Ende des 20. Jh.s nicht als dauerhafte „Zuwanderer“ sondern als „Gastarbeiter“ auf Zeit gesehen, in der Annahme, dass die meisten von ihnen sich nur für begrenzte Zeit in Deutschland auf­halten würden. Die Realität war jedoch eine andere: Der weitaus größte Teil der Zuwanderer zog mitsamt der Familie nach Deutschland.

Von Susanne Keuchel, Ernst Wagner (2013 / 2012)

Poly-, Inter- und Transkulturalität

Globalisierungseffekte nehmen zunehmend Einfluss auf die gesellschaftlichen Entwicklungen. Ihre Merkmale sind: Herausbildung einer globalen Ökonomie, Mobilität und Migrationsbewe­gungen sowie neue Kommunikationstechnologien. Traditionelle Strukturen, Praktiken und Habitusformen verflüssigen sich unter diesen Bedingungen in immer höherer Beschleunigung und in immer weiteren räumlichen Kontexten. Transkulturelle und transnationale Differenzie­rungen, Pluralisierungs-­ und Individualisierungsprozesse nehmen an Bedeutung zu.

Von Bernd Wagner (2013 / 2012)

Von der Multikultur zur Diversity

Eine Gesellschaft, in der eine Vielzahl von Kulturen nebeneinander existieren, ist – rein be­grifflich – eine multikulturelle Gesellschaft. In diesem Verständnis sind auch alle ethnisch homogenen Gesellschaften – Benjamin Barber weist darauf hin, dass heute weniger als 10 % der Staaten homogen sind und sich wie Dänemark und Holland nicht weiter ethnisch untergliedern lassen (Barber 1999:18) – multikulturell, denn ab einer bestimmten Stufe ihrer Entwicklung bestehen dort immer mehrere Kulturen nebeneinander.