Themenfeld:

Aus- und Weiterbildung

Beleuchtet werden künstlerische, kulturwissenschaftliche und pädagogische Ausbildungsgänge in der klassischen Kunstspartenperspektive, teils auch mit einer institutionen- bzw. arbeitsfeldbezogenen Perspektive; vorgestellt werden Ziele und Strukturen der Weiterbildung für Handlungsfelder Kultureller Bildung. Grundsatzfragen und Geschichte der Professionsentwicklung, der Arbeitsmarkt Kulturelle Bildung wie auch Herausforderungen für eine verbesserte inklusive Aus- und Weiterbildungspraxis werden thematisiert. Rassismuskritische und interprofessionelle Diskurse prägen den aktuellen Qualitätsdiskurs.

76 Beiträge im Themenfeld

Von Claudia Fleischle-Braun (2014)

Transparenz und Qualitätssicherung im tanzpädagogischen Berufsfeld. Welche Professionalisierungschancen liegen in einem EQR- bzw. DQR-Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen?

Dieser Diskussionsbeitrag greift die gegenwärtig geführte Professionalisierungsdebatte zum Berufsbild des Tanzpädagogen und seiner beruflichen Qualifizierung auf. Um zur Qualitätsentwicklung und -sicherung im tanzpädagogischen Handlungsfeld beizutragen und eine größere Transparenz in der tanzpädagogischen Ausbildungslandschaft mit ihrer immensen Vielfalt an Qualifizierungsangeboten zu erreichen, wird zur Orientierung auf das Referenzinstrument des Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmens verwiesen. Dadurch könnte nicht zuletzt eine größere Vergleichbarkeit und Durchlässigkeit zwischen den formalen und non-formalen Strukturen der tanzpädagogischen Aus-, Fort- und Weiterbildung erreicht werden.

Von Irmgard Merkt (2013 / 2012)

Ausbildung für inklusive Kulturelle Bildung

Menschen mit Behinderung haben in der Bundesrepublik das Recht auf gesellschaftliche Inklusion, das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe am kulturellen Leben und auf Kulturelle Bildung. Zentrale Bezugstexte sind das Sozialgesetzbuch IX von 2001 und die UN­-Behinder­tenrechtskonvention, die 2009 vom Bundestag ratifiziert wurde. § 55 des SGB IX regelt die „Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft“.

Von Dagmar Hoffmann (2013 / 2012)

Ausbildung in Medienbildung, Medienpädagogik, Medienwissenschaft

Medien und Kultur können nicht als Dichotomie gedacht werden, denn kulturelles Wissen wird in modernen Gesellschaften nicht nur, aber doch wesentlich über Medien vermittelt. Medien sind die Komponenten, die die Selektion, Thematisierung und Gewichtung kulturellen Wissens vornehmen, steuern und damit bestimmen. Medial vermitteltes Wissen über die Kultur der Gesellschaft ist für moderne Individuen eine wichtige Referenz.

Von Antje Klinge (2013 / 2012)

Ausbildung im Tanz für Kulturelle Bildung

Ein Auslöser der angestiegenen Nachfrage nach Tanz für Kinder und Jugendliche in schulischen wie außerschulischen Bildungseinrichtungen war vermutlich der Kinofilm „Rhythm is it!“ aus dem Jahr 2004. Der damit aufgekommene Tanzboom betraf die Ausbildungsorte, in denen Tanz und Tanzpädagogik angeboten wurden, unmittelbar. Sie mussten sich sowohl auf die große Nachfrage als auch neue Qualitätsansprüche einstellen.

Von Ulrike Hentschel (2013 / 2012)

Theaterpädagogische Ausbildung

Die Theaterpädagogik ist eine relativ junge akademische Disziplin. Erste Überlegungen zu Studiengängen gingen aus theaterpädagogischen Tagungen und Kongressen zu Aus­bildungsfragen in den 1970er Jahren hervor. Als ein wesentlicher Schritt zur Etablierung theaterpädagogischer Studiengänge in der Bundesrepublik Deutschland kann die Gründung des Instituts r Spiel- und Theaterpädagogik und dessen Integration in die Hochschule der Künste Berlin (1980) angesehen werden.

Von Birgit Jank (2013 / 2012)

Ausbildung in Musik für Kulturelle Bildung

Musik ist Ereignis, Aktion und Schauspiel. Sie speist sich nicht nur aus Tanz, Dichtung, Gestik und Pantomime, sondern hat sich in enger Wechselwirkung mit anderen Künsten entwickelt. Musik ist durch ihre Gemeinschaftlichkeit und durch die von ihr verkörperte Ordnung von jeher ein bevorzugtes Medium von Kultureller Bildung.

Von Olaf Kutzmutz (2013 / 2012)

Literatur lehren

Literatur lehren bedeutet heute mehr, als angehende Schriftsteller und Schriftstellerinnen auszubilden. Das Spektrum und die Arbeitsfelder sind vielfältiger geworden. Wer virtuos mit Sprache umgehen kann, hat nicht nur Chancen als Schriftsteller, sondern in zahlreichen Be­rufen an der Schnittstelle von Literatur und Öffentlichkeit: beispielsweise bei Verlagen oder in Redaktionen, als PR­-Mitarbeiter oder Programmverantwortlicher von Kulturinstitutionen, als Schreibdozent oder in den Literatur­- und Kulturwissenschaften der Universitäten.

Von Karl Ermert (2013 / 2012)

Weiterbildung für Handlungsfelder Kultureller Bildung

Weiterbildung wurde im Berichtssystem Weiterbildung (BMWF 2006:12) nach einer traditio­nellen Definition gefasst als „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Ausbildungsphase [...] Das Ende der ersten Bildungsphase und damit der Beginn möglicher Weiterbildung ist in der Regel durch den Eintritt in die volle Erwerbstätigkeit gekennzeichnet [...] Das kurzfristige Anlernen oder Einarbeiten am Arbeitsplatz gehört nicht in den Rahmen der Weiterbildung“ (Deutscher Bildungsrat 1970:197).