Stichwort:

Theaterpädagogik

41 Beiträge mit dem Stichwort

Von Christoph Scheurle (2026)

Über den Stellenwert der Theaterpädagogik im Kontext Sozialer Kulturarbeit

Gibt es beim Theater in der Sozialen Arbeit eigentlich auch noch etwas anders als Boal? Nicht, wenn man in einem traditionellen Verständnis der Sozialen Arbeit das Theater als Methode zum Lösen gesellschaftlicher Probleme ansieht! In dem Text von Christoph Scheurle werden in zugespitzter Form Klischees der Theaterpädagogik im Kontext der Sozialen Arbeit angeführt und auf lustvoll-provokative Weise dekonstruiert. Am Beispiel so unterschiedlicher Theatermacher*innen wie Christoph Schlingensief oder Asja Lačis zeigt Scheurle, dass eine Theaterpraxis im Sozialen mehr sein kann, als die Durchführung standardisierter Methoden-Workshops.

Von Sabrina Eschweiler (2026)

Kulturelle Bildung hinter Gittern? Das Forumtheater im Resozialisierungsprozess jugendlicher Inhaftierter. Eine Potenzialanalyse

Resozialisierung ist das vorrangige Ziel des Jugendstrafvollzugs. Dieser Beitrag zeigt auf, wie das Forumtheater neue Wege für die Soziale Arbeit eröffnen kann, um diesen Prozess auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene zu fördern.

Von Christian Gedschold, Stefanie Sauer (2026)

Mind the Gap. Eine theaterpädagogische Methode zur Bearbeitung sozialer Konflikte in transnationalen Räumen

Wie lassen sich Konflikte in transnationalen Lebenswelten sichtbar machen und bearbeiten? Die theaterpädagogische Methode „Mind the Gap“ verbindet Forschung zu vietnamesischen Weltfamilien mit spielerischen Perspektivwechseln. Sie zeigt, wie kulturelle Abstände verringert, Selbstwirksamkeit gestärkt und Ambiguitätstoleranz in Gruppen gefördert werden können.

Von Felix Büchner, Sören Jannik Traulsen, Lukas Müller (2026)

Theaterpädagogik und Digitalität – ein Fachdiskurs im Dialog. Ein- und Ausblicke der StäKo25 in Hannover

Welche Rolle spielt Digitalität für die Theaterpädagogik? Ausgehend von Präsentationen und Diskussionen auf der Ständigen Konferenz Spiel und Theater an Hochschulen 2025 in Hannover kartiert dieser Beitrag den aktuellen Fachdiskurs 'Theaterpädagogik und Digitalität' – von Didaktik und Vermittlung über hybride Proben- und Aufführungspraktiken bis hin zu Macht-, Ressourcen- und Teilhabefragen.

Von Damaris Nübel (2026)

Zuschauen als aktiver Prozess. Vom Umgang mit Konventionen in der Theatervermittlung am Beispiel sogenannter Theaterknigge

Der Artikel beleuchtet den historischen Wandel der Beziehung zwischen Bühne und Publikum und die Aufwertung der Zuschauenden zu Mitschöpfer*innen des Theaterereignisses. Am Beispiel von Theaterknigge zeigt er auf, wie Konventionen des 19. Jahrhunderts bis heute fortwirken. Sichtbar wird ein Widerspruch zwischen partizipativem Theaterverständnis und disziplinierende Vermittlungsformen.

Von Christoph Scheurle (2025 / 2021)

Gegen: Haltung! Theater als sozialkünstlerisches Projekt im Kontext Sozialer Arbeit

Theaterpädagogik im Rahmen Sozialer Arbeit wird oftmals als rein soziales Projekt (miss)verstanden. Ursächlich dafür ist eine Haltung, die an bestimmte Normative geknüpft ist und auf politisches Empowerment zielen. Theater als sozial-künstlerisches Projekt will aber auch ästhetisch empowern. Dafür muss soziale Wirklichkeit nicht nur analysiert und reflektiert, sondern in der Bühnenrealität auch künstlerisch transformiert werden. Künstlerisch-ästhetische Verfahren, die dabei zur Anwendung kommen, bedingen eine offene Haltung.

Von Damaris Nübel (2025 / 2024)

Theater in der Kita: Ein Katalysator für Bildungsprozesse in der frühen Kindheit

Anhand des Stuttgarter Kita-Abo-Projekts wird die Funktion von Theater in der frühkindlichen Bildung analysiert und dessen Einfluss auf sprachliche, soziale und ästhetische Bildungsprozesse bewertet. Es wird dargelegt, dass Theater als Medium sowohl rezeptive als auch produktive Erfahrungsdimensionen eröffnet und Selbstbildungsprozesse sowie Teilhabe von Kindern, unabhängig von der sozialen Herkunft, fördert.

Von Thomas Blum (2024)

Kompetenzlosigkeitskompetenz als Perspektive einer diversitätssensiblen Theaterpädagogik

Dieser Text führt das im Kontext rassismuskritischer Theorien entwickelte Konzept der Kompetenzlosigkeitskompetenz für die Theaterpädagogik ein. Am Beispiel der Spannungsverhältnisse „Differenzfixierung/Differenzignoranz“ und „Wissen/Nicht-Wissen“ werden zwei zentrale Strukturmerkmale für eine diversitätssensible theaterpädagogische Praxis diskutiert.

Von Ursula Jenni (2023)

Theaterpädagogik und Klassismus. Möglichkeitsräume für diverse Horizonte schaffen

Mit welchen Parametern können theaterpädagogische Projekte in der Kulturellen Bildung klassistischer Diskriminierung begegnen? Unter Bezugnahme auf die performative Wende im Verständnis von Rezeption und aus einer praxeologischen Perspektive werden Strategien für eine klassismus-sensible theaterpädagogische Projektentwicklung vorgestellt.

Von Betina Aumair (2023)

Schreibpädagogik und Klassismus – Schreiben und Erzählen als widerständige Praxis

Der Artikel stellt biografisches Schreiben und Erzählen als Selbstermächtigungspraxis einer klassismuskritischen Pädagogik vor. Entlang der Zusammenhänge von Klassenherkunft und -positionierung mit Erinnerung, Sprache und Selbstwirksamkeit gibt die Autorin Einblicke in ihre eigene Herangehensweise und stellt u.a. Schreib- & Erzählübungen vor.