Stichwort:

Partizipation

92 Beiträge mit dem Stichwort

Von Katharina Witte, Susanne Leitner (2026)

Resonanzräume im Creative Mode. Emanzipation, Widerstand und Transformation durch Kulturelle Bildung in Diskriminierungsverhältnissen

Im Projekt RESONARE begeben sich Schüler*innen mit zugeschriebenem sonderpädagogischen Förderbedarf ESENT in einen „Creative Mode“. Wie entstehen dabei Resonanzräume, in denen sich die jungen Menschen kreativ ausdrücken und gehört werden? Wie werden diese Räume eröffnet, erstritten, umkämpft? Der Beitrag verbindet Praxis, Forschung und Theorie und zeigt Potenziale, Ambivalenzen und Transformationsimpulse Kultureller Bildung.

Von Ronja Kampschulte  (2026)

Partizipation als Prozess – Aushandlungen von Macht, Ästhetik und künstlerischer Forschung im Musikvermittlungsprojekt :juba

Partizipation als Aushandlungsprozess: Die Autorin untersucht im Musikvermittlungs- und Kooperationsprojekt :juba des zentrum für alte musik in Köln, wie ästhetische Praxis, künstlerische Forschung und institutionelle Rahmungen miteinander verschränkt sind. Es wird dargelegt, wie Machtverhältnisse und strukturelle Bedingungen Einfluss auf die Gestaltung und Erfahrung kultureller Teilhabe nehmen.

Von Sabine Wohlfarth (2026)

Schutzraum als Methode: Sozialpädagogische Expertise in der postkolonialen Kulturellen Bildung

Partizipation im Museum ist ein machtkritischer Prozess, der am Beispiel des Young Museums des GRASSI Museum für Völkerkunde in Leipzig die Notwendigkeit sozialpädagogischer Empowerment-Praxis besonders für junge Menschen verdeutlicht. Der Beitrag zeigt auf, warum eine konsequent intersektionale Vermittlungspraxis die einzig tragfähige Antwort auf die Herausforderungen postkolonialer Institutionen darstellt.

Von Joanna Sinoplu (2026)

Beteiligung braucht Haltung: Machtkritische Kulturelle Bildung an der Schnittstelle Sozialer Arbeit

Der Beitrag analysiert Adultismus an der Schnittstelle Kultureller Bildung und Sozialer Arbeit. Dabei fokussiert er die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Macht bei Fachkräften in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit und zeigt auf, dass die Auseinandersetzung mit Adultismus zentral für eine vorurteilsbewusste, partizipative und intersektional ausgerichtete kulturpädagogische Praxis ist.

Von Sabrina Eschweiler (2026)

Kulturelle Bildung hinter Gittern? Das Forumtheater im Resozialisierungsprozess jugendlicher Inhaftierter. Eine Potenzialanalyse

Resozialisierung ist das vorrangige Ziel des Jugendstrafvollzugs. Dieser Beitrag zeigt auf, wie das Forumtheater neue Wege für die Soziale Arbeit eröffnen kann, um diesen Prozess auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene zu fördern.

Von Miriam Weinzierl (2026)

Theaterarbeit im offenen Vollzug zwischen Kultureller Bildung und Sozialer Arbeit

Welche Erfahrungen machen inhaftierte Frauen innerhalb eines biografischen Theaterprojekts? Welche Chancen und Entwicklungen eröffnet die Teilnahme, und welche Rahmenbedingungen sowie Einflussfaktoren müssen berücksichtigt werden? Der vorliegende Beitrag präsentiert eine Studie zu den Auswirkungen von biografischer Theaterarbeit und diskutiert deren Bedeutung für Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung.

Von Sophia Gericke (2026)

Bildung durch Irritation? Fremderfahrungen als Impulse für kulturelle Bildungsprozesse in der Sozialen Arbeit

Fremdes irritiert. Doch gerade in dieser Irritation liegt ein Bildungspotenzial. Wie Soziale Arbeit durch ästhetische Praxis Bildungsprozesse anstoßen kann, zeigt dieser Beitrag am Beispiel Sozialer Kulturarbeit.

Von Anne Pretzsch (2026)

Resonanziator. Hartmut Rosas Resonanztheorie zur Entwicklung eines Feedbacktools

Im Projekt Nachmachen erforschen Kinder, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen gemeinsam das transformative Potenzial von Wiederholung im Kontext von Performancekunst und Vermittlung. Mit dem Resonanziator – einem leuchtenden Feedbackgerät inspiriert durch Hartmut Rosas Resonanztheorie – werden kindliches Feedback und Resonanzprozesse sichtbar, hörbar und in einen performativen Akt überführt.

Von Tamara Schmidt, Andrea Welte (2026)

Musikvermittlung im Modus der Improvisation. Ergebnisse einer Studie zu Improvisations-Workshops in Schulen

Wie lässt sich Improvisation vermitteln, wenn sie erst im gemeinsamen Tun entsteht? Der Artikel rekonstruiert Orientierungen und Praktiken von Musiker*innen in Schul-Workshops zum Thema „Improvisation“ und zeigt, wie sich neue Gestaltungs- und Deutungsräume öffnen, in denen soziale, ästhetische und normative Ordnungen performativ hergestellt und transformiert werden.

Von Birgit Mandel (2026)

Transformation und Change Management in Kulturorganisationen. Ziele, gesellschaftliche Treiber, Gelingensbedingungen. Ergebnisse einer Befragung in Deutschland und der Schweiz

Was macht eine Kulturorganisation kompetent für grundlegende Veränderungen? Dieser Beitrag fokussiert die wesentlichen Ergebnisse einer empirischen Studie der Kulturmanagement-Abteilungen der Universitäten Basel und Hildesheim und fragt danach, was diese für den Stellenwert Kultureller Bildung bedeuten können. Die Studie zeigt: Das Problembewusstsein für die Notwendigkeit von Transformation ist in Kulturorganisationen sehr hoch.