Stichwort:

Lebenswelt(en)

5 Beiträge mit dem Stichwort

Von Eva von Schirach, Uta Rinklebe (2018)

Kindermuseen als Museen der Subjekte: Reflexionen vor dem Erfahrungshintergrund des Berliner MACHmit! Museums

Wieso sind Kindermuseen wichtig? Wie kann es gelingen, Kindermuseen nicht nur anzusehen als zusätzliche Kultureinrichtungen, die einen gesellschaftlich vorhandenen Bedarf an Kultureller Bildung abdecken? Warum sind Kindermuseen so besonders geeignet, mit ganz eigenen Impulsen in die Zivilgesellschaft hineinzuwirken? Was macht Kindermuseen zu „contact zones“ (Kontaktzonen)? Wie können Kindermuseen Menschenmuseen sein, werden und bleiben? In diesem Artikel geht es darum, das MACHmit! Museum in seinem Selbstverständnis als Museum der Subjekte vorzustellen und zu beschreiben. Alles, was im Haus an Wissen entsteht, formt freie, denkende und starke Subjekte in alle Richtungen.

Von Kerstin Hübner, Viola Kelb (2015)

Kulturelle Bildung und Sozialraumorientierung: Kontexte, Entwicklungen und Herausforderungen

Vermehrt gilt „Sozialraumorientierung“ in den vergangenen Jahren als Königsweg für eine „teilhabegerechte“ Kulturelle Bildung, die speziell Zielgruppen in bildungsbenachteiligenden Lebenssituationen erreicht. Kulturelle Bildung soll sich, ebenso wie Schulen, „in den Sozialraum öffnen“, mit „sozialraumorientierten Partnern“ kooperieren und Angebote möglichst „vor Ort“ unterbreiten. Dieser Beitrag versucht, die für Kulturelle Bildung relevanten Diskurse zur Sozialraumorientierung zu erläutern und für die Kulturelle Bildung zu übersetzen.

Von Almuth Fricke (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung im Dialog zwischen Jung und Alt

Im Zuge der demografischen Veränderungen unserer Gesellschaft stehen immer weniger Kinder und Jugendliche einer wachsenden Gruppe von älteren Menschen gegenüber (siehe Karl Ermert „Demografischer Wandel und Kulturelle Bildung in Deutschland“). Der jüngste Demografie-Bericht der Bundesregierung 2011 konstatiert, dass die Bevölkerung derzeit zu je einem Fünftel aus Kindern und Jugendlichen unter 20 und aus Über­-65­-Jährigen besteht, im Jahr 2030 werden die Über-65-Jährigen bereits etwa 29 % der Bevölkerung aus­machen (BMI 2011:32f.).

Von Rainer Treptow (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche

TheaterpädagogInnen und Clowns, die sich regelmäßig in einer Klinik für krebskranke Kinder einfinden, Tanz und Musik mit Jugendlichen, die Träger des Down-Syndroms sind, ein Foto- bzw. ein Filmprojekt mit Heranwachsenden, die in einer Bürgerkriegszone, einem Katastro­phengebiet leben, BildhauerInnen, die mit jugendlichen Strafgefangenen, MusikerInnen, die mit autistischen, mit hyperaktiven, mit traumatisierten Menschen arbeiten, Zirkusprojekte, die von Straßenkindern gestaltet werden – dies alles sind Beispiele für die Bereitstellung von Zugangs­- und Gestaltungsmöglichkeiten, die die eigenständige kulturelle Selbstbildung der Adressaten mit organisierter Unterstützung verbinden.

Von Gabriele Klein (2013 / 2012)

Choreografien des Alltags. Bewegung und Tanz im Kontext Kultureller Bildung

Wir richten unsere Wohnungen ein und stellen damit eine choreografische Ordnung unse­res privaten Raumes her. Wir folgen in öffentlichen Gebäuden, den Bahnhöfen, Flughäfen, Stadien und Behörden dem Flow, der den Architekturen eingeschrieben ist. Wir erleben die choreografischen Ordnungen öffentlicher Räume durch das Verfolgen der Hinweisschilder. Wir orientieren uns im Straßenverkehr an den in der Verkehrsinfrastruktur materialisierten Bewegungskonzepten der Stadt­- und Raumplanung und an den normativen Ordnungen der Verkehrsregeln.