Stichwort:

Imagination

4 Beiträge mit dem Stichwort

Von Stefan Gebhard, Johanne Hoppstock (2026)

Imagination als widerständige Praxis. Zukunftsentwürfe als Artikulation von artistic citizenship

Welche politische Bedeutung hat es, dass uns durch Krisennarrative lebenswerte Zukünfte immer unwahrscheinlicher erscheinen? Der Beitrag fragt nach der Rolle von Imagination als literacy in Zeiten der Polykrise. Ausgehend vom Konzept artistic citizenship und konkretisiert am Beispiel eines Workshop-Formats zum Thema Zukunft wird gezeigt, wie Kulturelle Bildung und Politische Bildung sich dort überschneiden, wo sie gemeinsam an einer Pluralisierung des (anders-)Möglichen arbeiten.

Von Silke Ballath (2025)

Die Umkehrung des Widerspruchs. Die Doppelrolle Forscherin–Kulturagentin als Resonanzraum künstlerisch-edukativer Prozesse

Ein Unbehagen in der Praxis einer Kulturagentin stellt den Ausgangspunkt für eine qualitativ-empirische Praxisforschung mit der Konstruktivistischen Grounded Theory dar. Entlang der Doppelrolle Forscherin–Kulturagentin wird im Text der Frage nachgegangen: Wie wird Differenz zu einer Möglichkeit, um diesem Unbehagen konstruktiv zu begegnen?

Von Stefanie Kiwi Menrath (2018)

Vom Fake zur kollaborativen Imagination: Machtbeziehungen in Bildungsprojekten der Parafiktion

Schwindeln, Täuschen und Fingieren als Mittel Kultureller Bildung? Künstlerisch-aktivistische Strategien der Parafiktion spielen mit ihrem Publikum, üben Diskurs- und Institutionskritik und stellen Selbstverständlichkeiten in Frage. Dabei eröffnen sie auch Imaginationsräume dafür, wie die Welt anders sein könnte. Ihre Bildungspotentiale werden in diesem Artikel kritisch befragt.

Von Peter Fauser (2015)

„Lernen heißt erfinden“. Über Kulturelle Bildung und die Bedeutung von Kunst und Imagination für Lernen und Schule

Was wir brauchen, ist ein schulisches Klima und ein professionelles Ethos, zu dessen Kernqualitäten eine besonders wache Aufmerksamkeit für den schöpferischen Ursprung und die schöpferischen Momente jeden wirklichen Lernens gehört – das Staunen über das Neue und die Freude über die eigenen individuellen Wege des Lernens. Eine solche engagierte Aufmerksamkeit hat mit den handlungsleitenden Theorien des „Lernens“ zu tun, denen die Schule folgen sollte, und sie hat eine professionell-handwerkliche Basis. Zu beidem möchte ich einen Beitrag leisten.