Digitalisierung in der kulturellen Bildungspraxis

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BKJ-Andi-Weiland

Neues Praxis-Dossier ist erschienen

Dass Digitalisierung und Digitalität die Praxis Kultureller Bildung verändert haben und weiter verändern werden, muss nicht mehr erwähnt werden. Doch wie zeigen sich Veränderungen und Möglichkeiten in einzelnen Praxisfeldern wie Tanz, kultureller Medienbildung/Medienpädagogik, Jugendkunstschularbeit, Museum oder Theaterpädagogik? In diesem Dossier geben Vertreter*innen unterschiedlicher Praxisfelder Kultureller Bildung Einblicke in die konkrete Arbeit in ihren Einrichtungen bzw. Trägerstrukturen. Sie zeigen auf, wie sich durch den Einsatz digitaler Medien Methoden und Prozesse ihrer Arbeit verändert haben und was sie selbst daran als innovativ beschreiben.

Entstanden ist dieses „Praxis-Dossier" in Kooperation mit der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ), welche Ihre Mitgliedsorganisationen dazu angeregt hatte, über die gesellschaftliche Transformation und fachliche, strukturelle und politische Auswirkungen von Digitalisierung und Digitalität auf das Feld der Kulturellen Bildung nachzudenken. Der Dachverband BKJ zielte auch darauf, das bereits im Jahr 2020 veröffentlichte BKJ-Positionspapier „Digitalität gestalten. Jugendgerechte Kulturelle Bildung in der digitalen Gesellschaft“ als Orientierungsrahmen mit einer Implementierungsstrategie zu untersetzen. Unter Praxisperspektive verwies bereits dieses Positionspapier auf die Notwendigkeit, im Zuge einer digitalen Praxis Kinder und Jugendliche zu stärken und als Produzent*innen anzuerkennen, neue künstlerische Praxis einzubeziehen, zeitgemäße Lernräume zu schaffen und letztlich kulturelle Bildungspraxis zu verändern. Diese Selbstverpflichtung ist Grundlage für die Reflexionen im Dossier.

Zum Inhalt: „Digitalisierung in der kulturellen Bildungspraxis"

Folgende interessante Materialien können Sie über die Homepage der BKJ herunterladen:

Neben dem Positionspapier und zahlreichen Praxisreflexionen ist dort auch die von der BKJ in Auftrag gegebene Untersuchung zum Innovationsbarometer, einer bundesweiten Befragung der Trägerstrukturen Kultureller Bildung im Jahr 2020, veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass zwar „Umgang mit Digitalität“ als eines der zentralen Zukunftsthemen anerkannt wird, dass aber großer fachlicher Handlungsbedarf besteht. Ein Zukunftslabor „Digitalpakt 2.0. Kultur.Jugend.Gerecht“ Ende 2020 mit einer zugehörigen Praxisgalerie Anfang 2021 führte die Diskurse aus Praxis, Verbänden und Wissenschaft zusammen. Hier wurde nicht nur die Bereitschaft der Kulturellen Bildung deutlich, die digitale Transformation kinder- und jugendgerecht mitzugestalten, sondern auch entsprechende Rahmenbedingungen formuliert. Nach intensiven Fortbildungs- und Austauschangeboten, Publikationen und Vernetzungsveranstaltungen mündete der Schwerpunkt im Jahr 2024 in einer praxisorientierten Fachtagung „Kulturelle Bildung in postdigitalen Lebenswelten“.

Interessiert an weiteren Beiträgen zum Thema? Mehr dazu im kubi-online Themenfeld „Digitalisierung".

Die Wissensplattform bietet Nutzer*innen den Zugriff auf 79 Fachbeiträge mit einer großen Vielfalt an Feld-Perspektiven zu konzeptionellen, methodischen, strukturellen und forschenden Diskursen über Digitalität/Digitalisierung in der Kulturellen Bildung.

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Die Wissensplattform „kubi-online: Wissenstransfer für Kulturelle Bildung“ wird getragen von der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung und der Stiftung Universität Hildesheim. Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.