Themenfeld:

Wissenschaft

Im Themenfeld „Wissenschaft" finden Nutzer*innen der Wissensplattform kubi-online alle Fachbeiträge zusammengestellt, die aus theoretischer Perspektive Begriffs- und Praxisentwicklungen beleuchten und Erkenntnisse empirischer Forschung und wissenschaftlicher Studien diskutieren.

Um angesichts der Summe dieser vielen Theorie- und Forschungsartikel eine Orientierung zu erleichtern, sind alle wissenschaftlichen Texte auf kubi-online zusätzlich folgenden vier Rubriken zugeordnet: 

615 Beiträge im Themenfeld

Von Christoph Wulf (2026)

Tänze als immaterielles kulturelles Erbe. Neue Perspektiven für kulturelles Lernen

Der Beitrag analysiert die Rolle und Funktion von Tanz aus anthropologischer und bildungstheoretischer Perspektive. In fünf Dimensionen werden die spezifischen Potenziale des Tanzes für die Entwicklung kultureller, sozialer und individueller Kompetenzen und Zugehörigkeiten diskutiert.

Von Wiebke Krieger (2026)

Über den Tellerrand geschaut: Kultur- und bildungspolitische Programme in England und Spanien als Inspirationen für die Denkmalvermittlung in Deutschland

Wie kann Denkmalpflege erfolgreich an die breite Bevölkerung vermittelt werden? Dieser Artikel analysiert innovative Strategien in Spanien und England im Vergleich mit dem deutschen Status quo und leitet anhand von Diskursanalysen und Exper:inneninterviews Konzepte für die Stärkung der Denkmalvermittlung ab.

Von Stefan Gebhard, Johanne Hoppstock (2026)

Imagination als widerständige Praxis. Zukunftsentwürfe als Artikulation von artistic citizenship

Welche politische Bedeutung hat es, dass uns durch Krisennarrative lebenswerte Zukünfte immer unwahrscheinlicher erscheinen? Der Beitrag fragt nach der Rolle von Imagination als literacy in Zeiten der Polykrise. Ausgehend vom Konzept artistic citizenship und konkretisiert am Beispiel eines Workshop-Formats zum Thema Zukunft wird gezeigt, wie Kulturelle Bildung und Politische Bildung sich dort überschneiden, wo sie gemeinsam an einer Pluralisierung des (anders-)Möglichen arbeiten.

Von Sandra Hesse, Thomas Overdick (2026)

Resonanz als Gelingensfaktor. Beziehungsqualitäten im Museum verstehen und gestalten

Der Beitrag diagnostiziert unter Bezugnahme auf die Gesellschaftsanalyse Hartmut Rosas die Situation des Museums der Moderne. Davon ableitend wird mit dem Modus der Resonanz ein neuer Maßstab für ein gelingendes Museum vorgeschlagen und dargelegt, wie das Museum als Resonanzraum der Kulturellen Bildung verstanden und gestaltet werden kann.

Von Sarah Hübscher (2026)

What’s the frequency? Künstlerisch-wissenschaftliche Resonanzen

Kulturelle Bildung braucht Formate, in denen Theorie und Praxis untrennbar zusammenspielen und in Aushandlung gehen. Der Text rekonstruiert einen Workshop mit Menschen aus unterschiedlichen Feldern Kultureller Bildung, in dem „Frequenz“ als künstlerisch-wissenschaftlicher Arbeitsbegriff spielerisch zwischen Selbstreflexion, Resonanz und Begegnung erprobt wird. Auf einer Metaebene lädt der Text zur Frequenzarbeit ein, um machtkritische Kulturarbeit zu fördern.

Von Christiane Dätsch (2026)

Mein Erbe – Dein Erbe?! Das Konzept des geteilten Erbes in der Vermittlungsarbeit

Das Konzept des geteilten Kulturerbes hat Konjunktur. Migration und Postkolonialismus verändern Erinnerungsdiskurse. Zugleich befindet sich in Europas Museen ‚fremdes‘ Kulturerbe, dessen Bedeutung für die Vermittlungsarbeit neu zu bestimmen ist. Dieser Herausforderung geht der Beitrag nach, indem er Spielarten, Chancen und Limitationen des geteilten Erbes vorstellt und an einem Beispiel illustriert.

Von Marion Gerards, Norbert Frieters-Reermann (2026)

Reflexiv, machtkritisch und kreativ. Gelingensbedingungen und Handlungsanregungen für eine diversitätssensible ästhetische Praxis in Kontexten Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung

Ästhetische Praxen sind nicht per se radikal oder widerständig, sondern sie sind als soziale Praxen in Machtverhältnisse eingebettet. Der Beitrag trägt Gelingensbedingungen und Handlungsanregungen einer diversitätssensiblen und machtkritischen ästhetischen Praxis in Kontexten Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung zusammen.

Von Matthias Gräßlin, Katharina Witte (2026)

Radikal inklusiv – Von der Teilhabe zur Gestaltung in kultureller Vielfalt

Der an sich offene und auf der Vorstellung sozialer Vielfalt basierende Begriff der Inklusion wird allzu oft auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen reduziert. Ist er damit in seinem ursprünglichen Verständnis unbrauchbar geworden? Wie lässt sich Inklusion radikal neu denken? Wie kann eine konsequent inklusive Kulturelle Bildung aussehen und wie lässt sie sich realisieren?