Themenfeld:

Wissenschaft

Im Themenfeld „Wissenschaft" finden Nutzer*innen der Wissensplattform kubi-online alle Fachbeiträge zusammengestellt, die aus theoretischer Perspektive Begriffs- und Praxisentwicklungen beleuchten und Erkenntnisse empirischer Forschung und wissenschaftlicher Studien diskutieren.

Um angesichts der Summe dieser vielen Theorie- und Forschungsartikel eine Orientierung zu erleichtern, sind alle wissenschaftlichen Texte auf kubi-online zusätzlich folgenden vier Rubriken zugeordnet: 

638 Beiträge im Themenfeld

Von Norbert Ricken (2026 / 2020)

Was heißt >das Subjekt< denken? Bemerkungen zu einer Selbstbeschreibung (in) der Moderne

Die komplexe Begriffsgeschichte des „Subjekts“ mündet unweigerlich in der Auflösung vieler diesbezüglicher Vorstellungen. Der Autor hebt die Bedeutung von Relationalität für ein modernes Verständnis hervor, das „Subjekt“ in einen permanenten Prozess der „Subjektivierung“ aufgehen lässt. In ihrer Einführung betont Cornelie Dietrich die Relevanz dieser Denkweise für ästhetisch-kulturelle Bildung.

Von Katharina Witte, Susanne Leitner (2026)

Resonanzräume im Creative Mode. Emanzipation, Widerstand und Transformation durch Kulturelle Bildung in Diskriminierungsverhältnissen

Im Projekt RESONARE begeben sich Schüler*innen mit zugeschriebenem sonderpädagogischen Förderbedarf ESENT in einen „Creative Mode“. Wie entstehen dabei Resonanzräume, in denen sich die jungen Menschen kreativ ausdrücken und gehört werden? Wie werden diese Räume eröffnet, erstritten, umkämpft? Der Beitrag verbindet Praxis, Forschung und Theorie und zeigt Potenziale, Ambivalenzen und Transformationsimpulse Kultureller Bildung.

Von Ronja Kampschulte  (2026)

Partizipation als Prozess – Aushandlungen von Macht, Ästhetik und künstlerischer Forschung im Musikvermittlungsprojekt :juba

Partizipation als Aushandlungsprozess: Die Autorin untersucht im Musikvermittlungs- und Kooperationsprojekt :juba des zentrum für alte musik in Köln, wie ästhetische Praxis, künstlerische Forschung und institutionelle Rahmungen miteinander verschränkt sind. Es wird dargelegt, wie Machtverhältnisse und strukturelle Bedingungen Einfluss auf die Gestaltung und Erfahrung kultureller Teilhabe nehmen.

Von Friedrich Schollmeyer (2026)

Kulturelle Bildung zwischen Weltbeziehung und Selbstentzug. Metaphern- und begriffskritische Perspektiven auf Hartmut Rosas Resonanztheorie

Der Beitrag lotet die Grenzen von Rosas Theorie mit Blick auf Kulturelle Bildung aus. Er argumentiert für einen starken Subjektivitätsbegriff und ergänzt Rosas Entfremdungsperspektive um Fremdheit und das Fremde. Subjektivität wird als Relation von Aneignung und Befremdung, Resonanz als Element und Gegenpart der Bildungserfahrung denkbar.

Von Ute Pinkert (2026)

Die Resonanztheorie aus Perspektive der Kulturellen und Ästhetischen Bildung

Die Resonanztheorie nach Hartmut Rosa entfaltet seit einigen Jahren eine große Wirkkraft, auch in der Kulturellen Bildung. Wie kann das Verhältnis zwischen Resonanztheorie und Kultureller Bildung beschrieben werden? Sind auf der Erfahrungsebene Resoanzerfahrung und ästhetische Erfahrung gleich zu setzen? - Oder gibt es hier grundlegende Unterschiede? Ausgehend von einer zeitgenössischen Positionierung Kultureller Bildung geht der Videovortrag diesen Fragen nach.

Von Sabine Wohlfarth (2026)

Schutzraum als Methode: Sozialpädagogische Expertise in der postkolonialen Kulturellen Bildung

Partizipation im Museum ist ein machtkritischer Prozess, der am Beispiel des Young Museums des GRASSI Museum für Völkerkunde in Leipzig die Notwendigkeit sozialpädagogischer Empowerment-Praxis besonders für junge Menschen verdeutlicht. Der Beitrag zeigt auf, warum eine konsequent intersektionale Vermittlungspraxis die einzig tragfähige Antwort auf die Herausforderungen postkolonialer Institutionen darstellt.

Von Raika Lätzer (2026)

Historische Perspektiven auf eine Grenzgängerin zwischen Musik- und Heilpädagogik: Charlotte Pfeffers Tätigkeitsfelder

Charlotte Pfeffer (1881-1970) war als Rhythmikerin, Musikerin, Musik- bzw. Rhythmikpädagogin sowie Heilpädagogin aus heutiger Sicht an der Schnittstelle zwischen Musikpädagogik, Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung tätig. Der Beitrag skizziert Pfeffers bislang kaum untersuchten Tätigkeitsfelder und stellt damit das innovative Potenzial ihrer Ansätze zur Diskussion.

Von Joanna Sinoplu (2026)

Beteiligung braucht Haltung: Machtkritische Kulturelle Bildung an der Schnittstelle Sozialer Arbeit

Der Beitrag analysiert Adultismus an der Schnittstelle Kultureller Bildung und Sozialer Arbeit. Dabei fokussiert er die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Macht bei Fachkräften in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit und zeigt auf, dass die Auseinandersetzung mit Adultismus zentral für eine vorurteilsbewusste, partizipative und intersektional ausgerichtete kulturpädagogische Praxis ist.

Von Christoph Scheurle (2026)

Über den Stellenwert der Theaterpädagogik im Kontext Sozialer Kulturarbeit

Gibt es beim Theater in der Sozialen Arbeit eigentlich auch noch etwas anders als Boal? Nicht, wenn man in einem traditionellen Verständnis der Sozialen Arbeit das Theater als Methode zum Lösen gesellschaftlicher Probleme ansieht! In dem Text von Christoph Scheurle werden in zugespitzter Form Klischees der Theaterpädagogik im Kontext der Sozialen Arbeit angeführt und auf lustvoll-provokative Weise dekonstruiert. Am Beispiel so unterschiedlicher Theatermacher*innen wie Christoph Schlingensief oder Asja Lačis zeigt Scheurle, dass eine Theaterpraxis im Sozialen mehr sein kann, als die Durchführung standardisierter Methoden-Workshops.