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Theorie- und Begriffsentwicklungen

162 Beiträge im Themenfeld

Von Benedikt Sturzenhecker (2026)

Radikale demokratische und Kulturelle Bildung: In den Wurzeln lebt noch was!

Was sind die Wurzeln von Kunst und Demokratie und welche Impulse kann die Gestaltung und Erforschung Kultureller Bildung daraus ziehen? Eine solche Betrachtung kann nur gelingen, wenn beide Felder zunächst als autonom gelten. Erst wenn sie nicht gegeneinander funktionalisiert werden, können ihre Schnittstellen Kulturelle Bildung „radikal, widerständig und streitbar“ erforschen und gestalten helfen.

Von Veronika Hofer (2026)

Zwischen Kunst und Klima: Wie Wortfrequenzen künstlerische und ökologische Gesellschaftsverantwortung sichtbar machen

Dieser Text untersucht Zusammenhänge zwischen Artistic Citizenship, den Sustainable Development Goals (SDGs) und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Form einer Wortfrequenzanalyse. Die Notwendigkeit einer künftigen veränderten Professionsausrichtung für die Musikpädagogik als Teildisziplin der Kulturellen Bildung wird betont.

Von Ute Pinkert (2025)

Das Mensch-Natur-Verhältnis als Impuls für eine kritische Kulturelle Bildung im Anthropozän

Wie lassen sich im Angesicht der menschengemachten Klimakrise die Metadiskurse zum Mensch-Natur-Verhältnis für Kulturelle Bildung fruchtbar machen? Der Beitrag verknüpft Diskursanalyse, Begriffskritik und bildungstheoretische Überlegungen mit praxisbezogener Reflexion. Er schlägt einen Bogen von der Situierung der Kulturellen Bildung im Kontext des Anthropozän-Konzeptes über eine Diskussion von Menschenbildern und Naturbegriffen hin zu einem Verständnis von Mensch-Natur-Beziehungen, das der Komplexität eines Sowohl-als-Auch gerecht werden kann.

Von Christoph Wulf (2025 / 2018)

Kulturelles Lernen als mimetisches Lernen. Anthropologische und ästhetische Perspektiven

Im Beitrag wird untersucht, inwieweit kulturelles Lernen mimetisches Lernen ist, das eine Grundlage aisthetischer Erfahrungen bildet und für die Erhaltung und Weitervermittlung von Kultur von zentraler Bedeutung ist. Mimetisches Lernen ermöglicht bereits im frühen Kindesalter die Aneignung von Welt und Handeln als soziale Praxis.

Von Susanne Naumann (2025)

Sprechen über Diversität: Ein Beitrag zum ideologiekritischen Umgang mit Diversity-Strategien in ästhetisch bildenden Institutionen

Ästhetisch bildende Institutionen stehen vor der Herausforderung, aus einer unendlichen Vielfalt kultureller Ausdrucksweisen und Artefakte Lehrangebote auszuwählen und diese strukturell zu verorten. Um gerechte Strukturen und Zugang zu Bildungsangeboten im demokratischen Diskurs zu verwirklichen, die nicht das Gegenteil provozieren, müssen Aushandlungsprozesse ermöglicht werden, die die institutionellen Intentionen und Strategien ideologiekritisch und machtsensibel in den Blick nehmen. Der folgende Beitrag bietet analytische Ansätze und eine didaktische Betrachtung institutioneller Aushandlungsprozesse, die klären müssen: wer soll was warum und mit welchen Ressourcen lehren und lernen?

Von Peter Hammerschmidt, Gerd Stecklina, Caroline Steindorff-Classen (2025 / 2024)

Kulturelle Bildung und Soziale Arbeit

Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung, so mag es erscheinen, gehören unterschiedlichen Welten an. Gleichwohl zeigen sich bei näherer Betrachtung sowohl in den jeweiligen Praxen als auch in deren Theorien zahlreiche Berührungspunkte. Diese in ihrer grundlegenden Bedeutung aufzuzeigen, ist Anliegen dieses Beitrags.

Von Ralf Kuckhermann (2025 / 2015)

Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit

Ästhetische Praxis erweitert das klassische Methodenspektrum der Sozialen Arbeit. In einer theoretischen Auseinandersetzung beleuchtet der Beitrag die Grundzüge einer ästhetischen Praxis in der Sozialen Arbeit: Als Prozess, als System von Handlungen und als Arbeitskonzept mit den Hauptfunktionen der Diagnostik, der Bildung und der gesellschaftlichen Partizipation. Zudem wird abschließend auf die Bedeutung des Nicht-Ästhetischen in der ästhetischen Praxis und die Frage nach der Kunst professionellen Handelns eingegangen.

Von Viktoria Flasche (2025)

Verwicklung. Methoden Kultureller Bildung im Kommentar

Kulturelle Bildungsforschung ist stets auch Selbstbefragung – dieser Text reflektiert, wie sich methodisches Arbeiten im Spannungsfeld ästhetischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexivität bewegt. Ausgehend von Spivaks Diktum „We are implicated in what we study“ werden sechs Verwicklungen beschrieben und im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Praxis, ästhetischer Sensibilität und wissenschaftlicher Systematik diskutiert. Daraus abgeleitet wird die Anforderung, relationales Denken und situiertes Forschen als Prämissen für kulturelle Bildungsforschung anzuerkennen.