Themenfeld:

Sparten

Kulturelle Bildung ist Bildung in und durch Künste: Bildende Kunst, Literatur, Medien, Musik, Theater, Tanz usw.  
Dieses Themenfeld ist fokussiert auf Diskurse in den künstlerischen Sparten und an den unterschiedlichen Orten Kultureller Bildung. Reflektiert werden Dimensionen der spartenspezifischen Kunst- und Kulturvermittlung in Theorie, Praxis und Forschung.

535 Beiträge im Themenfeld

Von Oktay Bilgi (2025)

Kulturelle Bildung in Multispezies-Welten. Neue Wege des Lernens in einer verletzlichen Welt

Der Beitrag versteht die zeitdiagnostische Signatur des Anthropozäns als Impuls zur Erkundung alternativer Möglichkeiten Kultureller Bildung: Welche Verschiebungen ergeben sich im Verständnis Kultureller Bildung, wenn menschliches Leben und mehr-als-menschliches Leben gleichermaßen Teil unserer Vorstellungen einer lebenswerten Zukunft werden? Wie verändern sich Akteur*innen und Adressat*innen Kultureller Bildung, wenn auch die kulturell-produktive Dimension mehr-als-menschlicher Welten in den Blick gerät?

Von Kathrin Meyer (2025)

Ökosensibles Kuratieren: Lebendigkeit erzählen, Beziehungen knüpfen

Der Text beleuchtet die theoretischen Grundlagen, die Praxis und Potenziale von ökosensiblem Kuratieren. Ausgehend von kuratorischen Projekten am Deutschen Hygiene-Museum Dresden und dem Museum Sinclair-Haus untersucht der Text, wie öko-sensibles Kuratieren dazu beitragen kann, die Welt als lebendiges Gefüge aus Menschen, Tieren, Pflanzen, Pilzen und anderen Wesen zu erfahren. Im Fokus stehen Ausstellungen, die im Dialog von Künsten und Wissenschaften Wege eröffnen, andere Lebewesen als Mitwesen wahrzunehmen – und damit neue Beziehungsformen zwischen Mensch und Welt zu entwerfen.

Von Elisabeth Faul, Beate Slansky (2025)

It’s Our Cake as Well* - Jugendbeteiligung in Kunstmuseen

Wie können Kunstmuseen junge Menschen wirklich beteiligen? Der Beitrag zeigt, welche Potenziale Jugendgremien für eine demokratisch erneuerte Museumsarbeit bergen und welche strukturellen Veränderungen notwendig sind, damit ihre Stimmen nicht nur gehört, sondern wirksam werden. Der Fachtext wird ergänzt von zwei Podcasts, in denen die Erfahrungen mit dem Jugendgremium Achtet Alis MB der Staatlichen Museen zu Berlin reflektiert werden.

Von Alisa Tretau (2025)

(Ver-)Sammeln und (Ver-)Schwimmen. Narrative Strategien Kultureller Bildung im Umgang mit dem Hyperobjekt Klimakrise

Wie erzählt man Hoffnung in der Klimakrise? Zwischen kollektiver Überforderung und individueller Vereinzelung schlägt die Autorin vor: Indem wir (ver-)sammeln und (ver-)schwimmen. Inspiriert von Ursula K. Le Guins Carrier-Bag Theory und hydrofeministischen Ansätzen zeigt sie auf, wie Kulturelle Bildung neue Narrative und Handlungsräume schaffen kann.

Von Sophia Grüdelbach, Simon Niemann (2025)

Erinnerung, Erfahrung, Erneuerung - Der transformatorische Bildungsbegriff im Kontext intergenerationaler Theaterarbeit

In dem Artikel wird die Idee verfolgt, dass intergenerationale Theaterarbeit als ein transformatorischer Bildungsprozess begriffen werden kann. In dem kreativen Miteinander entstehen neue Welt- und Selbstbezüge – und zwar nicht durch die bloße Begegnung der Generationen, sondern durch die gemeinsame schöpferische Auseinandersetzung. Bildung vollzieht sich hier als Veränderung von Wahrnehmungs- und Deutungsmustern.

Von Cecilia Durojaye-Prüfer (2025)

Drumming Belonging: Partizipative Musikpraktiken für kulturelle Inklusion und ästhetische Bildung

Was entsteht, wenn Jugendliche durch Rhythmus in Beziehung treten? Der Beitrag zeigt, wie partizipatives Trommeln mit afrikanisch-migrantischen Jugendlichen in Deutschland wahrnehmungs- und prozessorientiert neue Wege kultureller Teilhabe eröffnet und so neue Erfahrungen der Zugehörigkeit ermöglicht.

Von Ulrike Hatzer, Claudia Heu, Georges Pfründer (2025 / 2025)

Wieso ist hier alles so leise? Nachdenken über das co-kreative Projekt «Playground for Tomorrow»

Der Beitrag reflektiert das performative Universitätsprojekt Playground for Tomorrow, das danach suchte, wie co-kreative Prozesse in einer Institution gelingen können, wenn traditionelle Rollen zwischen Lehrenden und Studierenden bewusst irritiert werden. Studierende und Dozierende als Künstler*innen entwickelten gemeinsam Rituale, Interventionen und Texte - diesbezügliche Prozesse und widerständige Praktiken werden diskutiert.

Von Joachim Penzel (2025)

Äußerer Wandel setzt inneren Wandel voraus: Ganzheitliche Subjektförderung als Basis der Nachhaltigkeit in der Kulturellen Bildung. Eine Praxisreflexion

Innerhalb der Lebenswissenschaften wird die Leitidee einer Relativierung und Dezentrierung der menschlichen Subjektposition im gewachsenen Naturverhältnis der westlichen Gesellschaft als wichtige Voraussetzung für die Überwindung des Anthropozentrismus betrachtet. Der Artikel zeigt ausgehend von einem kunstpädagogischen Workshop zum Thema Erde und Böden, dass eine gelingende Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) jedoch zunächst eine Stärkung der Subjektbasis benötigt. Das Konzept einer achtsamen und ganzheitlichen Kulturellen Bildung verbindet darauf aufbauend äußere und innere Nachhaltigkeitsziele (SDGs und IDGs) zu einer methodisch fundierten, praktisch wirkungsvollen Einheit.

Von Ralf Kuckhermann (2025 / 2015)

Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit

Ästhetische Praxis erweitert das klassische Methodenspektrum der Sozialen Arbeit. In einer theoretischen Auseinandersetzung beleuchtet der Beitrag die Grundzüge einer ästhetischen Praxis in der Sozialen Arbeit: Als Prozess, als System von Handlungen und als Arbeitskonzept mit den Hauptfunktionen der Diagnostik, der Bildung und der gesellschaftlichen Partizipation. Zudem wird abschließend auf die Bedeutung des Nicht-Ästhetischen in der ästhetischen Praxis und die Frage nach der Kunst professionellen Handelns eingegangen.