Stichwort:

Wissen

9 Beiträge mit dem Stichwort

Von Anne Hartmann, Kerstin Hübner (2024)

Wissen in Bewegung – Wissenstransfer in der Kulturellen Bildung gemeinsam gestalten

Grundlagen von Wissensverständnissen und -formen, wie sie in der Kulturellen Bildung wichtig sind und sich im Dossier spiegeln, werden zusammengefasst und in ihren Chancen und Herausforderungen in der Kulturellen Bildung reflektiert. Besonders wesentlich ist ein offener Wissensbegriff, der Wissen als situiert, dynamisch und kontingent versteht. Erst so wird ein machtkritischer und wirksamer Transfer möglich, der die unterschiedlichen Potenziale und Perspektiven der Akteur*innen berücksichtigt.

Von Türkân Deniz-Roggenbuck, Dirk Sorge (2024 / 2023)

Wissen im Kontext von Machtasymmetrien und Dominanzsystemen - eine Frage von Erfahrung, Haltung und Motivation

Welches Wissen fehlt in Kultureinrichtungen mit Blick auf Teilhabe und Teilgabe von Macht? Im gemeinsamen Gespräch reflektieren die beiden Autor*innen Wissenstransfer- und Veränderungsprozesse in Kultureinrichtungen ausgehend von ihrer Arbeitspraxis als Berater*innen im Bereich Inklusion und Diversität. Im Kontext des Dossiers über Wissenstransfer sind die beiden Autor*innen hierzu im Gespräch.

Von Sofie Olbers (2024)

Everything is connected - Wissen verbinden durch transnationales Lesen lernen

Ein machtkritischer Umgang mit Wissen, postkoloniale Ansätze und transnationales Lernen sind Anforderungen an gesellschaftliche Akteur*innen und Bildungsarbeit - und sollten in Kulturelle Bildung und digitale Vermittlungsformate Eingang finden. Diskutiert wird dies am Beispiel eines Austauschprojekts junger Künstler*innen aus Windhoek und Hamburg, die sich digital vernetzt und ausgehend von ihrem gemeinsamen kolonialen Erbe darüber austauschen, was sie heute verbindet.

Von Jocelyne Stahl (2024)

Wessen Wissen zählt? Ausstellungen als Orte von Wissenstransfer und Praktiken des Verlernens

Ausstellungen vermitteln ausgewähltes Wissen an ein Publikum. Doch wessen Wissen findet sich in Ausstellungen? Welches Wissen wird hier erzählt – und welches nicht oder auf welches wird nicht verwiesen? Dieser Beitrag möchte sich machtkritisch Ausstellungen als Display von Wissen annähern und Praktiken des Verlernens aufzeigen.

Von Peter Fauser (2021)

Kulturelle Schulentwicklung und die Rolle der Kunst

Die digitale Welt braucht die Schule nicht zur Wissensvermittlung. Das können andere besser. Corona lehrt: Kinder brauchen für ihr Lernen die erkundende und gestaltende Begegnung mit Menschen und Sachen. Der Kunst als siebenfacher Erfahrung der Freiheit kommt hier eine einzigartige Rolle zu.

Von Ute Pinkert, Ulrike Hentschel (2017)

Theaterpädagogisches Wissen und gesellschaftliches Handeln - Überlegung zu einer reflexiven Theaterpädagogik

Der Beitrag dient der Vertiefung des Diskurses um „Wissensformen Kultureller Bildung". Er erläutert, was unter einem wissenstheoretischen Zugang zur Theaterpädagogik verstanden werden und welche Implikationen dieser für theaterpädagogische Praxis und Theorie haben kann. Thematisiert werden der zugrundeliegende Wissensbegriff, die kulturelle und historische Bedingtheit des Wissens und schließlich die Reflexivität des Wissens. Ausgehend davon werden Elemente einer Didaktik aus wissenstheoretischer Perspektive angesprochen und nach den Bedingungen von Vermittlung und einem adäquaten Lehr-Lernverständnis gefragt.

Von Max Fuchs (2017)

Prozesse der Politik und Hierarchisierung von Wissen in der kulturellen Bildung

Die Jahrestagung 2017 der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online hat KünstlerInnen, PraktikerInnen sowie WissenschaftlerInnen der Kulturellen Bildung zu ihren Wissensformen zu Wort kommen lassen. Diskutiert wurde über das Verständnis von Wissen und die Qualitäten der unterschiedlichen Formen des Wissens zwischen Kunst, Wissenschaft und pädagogischer Praxis. Unter der Headline „Deutungsmacht: Sprechen über Wissen" hielt der Vorsitzende des kubi-online Beirates, Prof. Dr. Max Fuchs, nachfolgenden Eröffnungsvortrag.

Von Gabriele Klein (2013 / 2012)

Choreografien des Alltags. Bewegung und Tanz im Kontext Kultureller Bildung

Wir richten unsere Wohnungen ein und stellen damit eine choreografische Ordnung unse­res privaten Raumes her. Wir folgen in öffentlichen Gebäuden, den Bahnhöfen, Flughäfen, Stadien und Behörden dem Flow, der den Architekturen eingeschrieben ist. Wir erleben die choreografischen Ordnungen öffentlicher Räume durch das Verfolgen der Hinweisschilder. Wir orientieren uns im Straßenverkehr an den in der Verkehrsinfrastruktur materialisierten Bewegungskonzepten der Stadt­- und Raumplanung und an den normativen Ordnungen der Verkehrsregeln.

Von Jörg Zirfas (2013 / 2012)

Die Künste und die Sinne

Die Sinne und die Künste stehen in einem komplexen Relationsverhältnis: Denn es gibt wohl keine Form der Sinnlichkeit, die nicht auch einen künstlichen und künstlerischen Charakter hat, wie es umgekehrt wohl keine Kunstform gibt, die nicht auch durch eine spezifische Form der Sinnlichkeit ausgezeichnet ist. So wie die Sinne die Welt wahrnehmen, sind sie auf Kultur und Kunst bezogen, indem sie in ihrem Bezug auf etwas achtgeben, dieses zur Erscheinung bringen, es erkennen und stilisieren.