Praxiswissen – Vielfalt einer relevanten Wissensform

Zusammen Praxiswissen heben und vermitteln
© Johanna Benz, graphicrecording.cool

kubi-online zielt auf vielfältigen Wissenstransfer zwischen Praxis, Lehre, Forschung und Politik. Mit einem aktuellen Fokus auf Praxiswissen, mit dem Künstler*innen, Kulturpädagog*innen, Kulturvermittler*innen und -manager*innen ihre Arbeit begründen und gestalten, möchten wir einen Beitrag zum dialogischen Transfer leisten und diese spezifische Wissensform würdigen.

Die Textsammlung macht zentrale Themen und Strukturen der Praxis Kultureller Bildung sichtbar – und zeigt in unterschiedlichen Formaten, wie dieses Wissen auf kubi-online den Diskurs in der Kulturellen Bildung produktiv bereichert.

Hervorgegangen sind viele dieser Texte aus dem Aufruf „Im Dialog Praxiswissen heben und vermitteln“, der in den Jahren 2024 bis 2026 eine Honorierung dieses Text-Formates durch die Förderung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Aussicht stellte.

Praxis und Wissenschaft im Dialog

Von Leyla Ercan, Leila Haghighat (2026)

Community Care, Community Art: Voraussetzungen für die Kunst- und Kulturproduktion mit marginalisierten Menschen

In diesem Podcast bringen Politik- und Kulturwissenschaftlerin Leila Haghighat und Kulturberaterin und -managerin Leyla Ercan unter dem Aspekt Fürsorge Theorie und Praxis der Kunst- und Kulturarbeit mit marginalisierten (insbesondere migrantisierten und rassifizierten) Menschen miteinander ins Gespräch und gehen den ethischen und politischen Implikationen von Gemeinschaftsbildung nach.

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Von Sophia Grüdelbach, Simon Niemann (2025)

Erinnerung, Erfahrung, Erneuerung - Der transformatorische Bildungsbegriff im Kontext intergenerationaler Theaterarbeit

In dem Artikel wird die Idee verfolgt, dass intergenerationale Theaterarbeit als ein transformatorischer Bildungsprozess begriffen werden kann. In dem kreativen Miteinander entstehen neue Welt- und Selbstbezüge – und zwar nicht durch die bloße Begegnung der Generationen, sondern durch die gemeinsame schöpferische Auseinandersetzung. Bildung vollzieht sich hier als Veränderung von Wahrnehmungs- und Deutungsmustern.

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Von Silke Ballath, Annika Niemann (2025)

Etwas verschiebt sich… Beziehungsweisen zwischen Praxis und Theorie künstlerisch-edukativer Interventionen im Kontext Schule

Entlang konkreter Beispiele aus ihren Praxen zwischen Kunstvermittlung, Prozessbegleitung in der kulturellen Schulentwicklung, Hochschullehre und Forschung befragen Annika Niemann und Silke Ballath in einem Dialogformat die Beziehungsweisen zwischen Praxis und Theorie. Drei zentrale Begriffe, die das Gespräch konturieren und durchkreuzen – Beziehungsweisen, Aus-dem-Takt-Bringen und Verschieben – werden in eine Mettrage sowie eine Soundcollage übersetzt.

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Von Remi Busch, Alyssa Feick, Johanna Fink, Simon Fidelis Luyenga (2025)

Challenges and opportunities of cultural media education in international contexts

Kann Fotografie Narrative erweitern? Expanding Narratives bringt Jugendliche aus Tansania und Deutschland über die Rezeption und Produktion von Fotografien in den Austausch über Nachhaltigkeitsnarrative. In einem Schreibgespräch werden die Chancen und Herausforderungen des internationalen Medienbildungsprojekts reflektiert, darunter die gemeinsame Kolonialgeschichte und hybride Workshopformate.

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Herausforderung Partizipation und Machtkritik in der Praxis

Von Elisabeth Faul, Beate Slansky (2025)

It’s Our Cake as Well* - Jugendbeteiligung in Kunstmuseen

Wie können Kunstmuseen junge Menschen wirklich beteiligen? Der Beitrag zeigt, welche Potenziale Jugendgremien für eine demokratisch erneuerte Museumsarbeit bergen und welche strukturellen Veränderungen notwendig sind, damit ihre Stimmen nicht nur gehört, sondern wirksam werden. Der Fachtext wird ergänzt von zwei Podcasts, in denen die Erfahrungen mit dem Jugendgremium Achtet Alis MB der Staatlichen Museen zu Berlin reflektiert werden.

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Von Chang Nai Wen, Sophie Eliot, Lisa Sarachman (2025)

Gemeinsam (Museums-)Räume öffnen: Kulturelle Teilhabe bedarfsorientiert durch Kooperationen ermöglichen

Wie schafft man Räume für Mitgestaltung und Empowerment junger Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung? Die Zusammenarbeit zwischen der Künstler*innengruppe Sisyphos, der Flugelefant (SdF) im Rahmen des Projekts Young Mind Lab und dem Stadtmuseum Berlin zeigt, dass es bedarfsorientierte Ansätze und die Hinterfragung musealer Praktiken braucht.

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Von Judie Fröhlich, Katrin Maiwald, Maria Obermeier, Pauri Röwert (2025)

Machtspiele im Theater - Ein Podcast zu adultismuskritischer Praxis

Das Theater für junges Publikum sowie die Theaterpädagogik wollen Felder sein, in denen junge Menschen empowernde und selbstwirksame Erfahrungen machen können und sich als Akteur*innen für die Interessen von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Doch wie können Räume im Theater aussehen, in denen sich junge und erwachsene Menschen die Macht teilen und alle gleichermaßen ernst genommen werden? Im Podcast wird die Praxis adultismuskritisch hinterfragt.

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Organisationale Praxis in Einrichtungen, Kommunen und Ländern

Von Ebru Tepecik (2025)

Das erste Diversity Audit Kunst & Kultur: Potenziale und Herausforderungen für den Kulturbetrieb

„Uns geht´s ums Ganze“ so lautet der Slogan des bundesweit ersten Diversity Audits Kunst & Kultur des Zentrums für kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg, das Kultureinrichtungen bei der Umsetzung eines Diversity Managements begleitet und dadurch den Aufbau von nachhaltigen Strukturen zu Diversity und Antidiskriminierung fördert. Der Beitrag reflektiert den Ansatz, die Zielsetzung und Rolle des neuen Programms im Kontext von Teilhabe und Diversität.

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Von Nora Faust, Christine Stender (2025)

Institutionsferne Kulturvermittlung als Treiber von Teilhabegerechtigkeit. Die Wirkung zivilgesellschaftlichen Engagements für Menschen mit wenig oder keinem Einkommen

Dieser Artikel fokussiert, am Beispiel der Bundesvereinigung Kulturelle Teilhabe e.V., den Beitrag, den zivilgesellschaftliche Akteure durch institutionsferne Kulturvermittlung für kulturelle Teilhabegerechtigkeit leisten, ordnet diese Akteure in das Gesamtbild der Bemühungen um Teilhabegerechtigkeit ein und analysiert die Transferpotenziale des zivilgesellschaftlichen Engagements.

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Von Susanne Rehm (2025)

Vom Wünschen und Können - Kulturelle Bildung in der Ganztägigen Bildung und Betreuung in Baden-Württemberg

Mit der Umsetzung des Gesetzes zur ganztägigen Förderung von Grundschulkindern (GaFöG) ab Sommer 2026 sehen viele auch eine Möglichkeit, kulturelle Teilhabe aller Kinder zu erhöhen und Angebote der außerschulischen Kulturellen Bildung in Schule zu integrieren. Wie dies konkret in Baden-Württemberg aussieht und wo bestehende Regelungen diesen Wunsch befördern oder behindern, wird hier untersucht.

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Autor*in werden und Praxiswissen stärker sichtbar machen!

Die kubi-online Redaktion freut sich, wenn Sie den Themendiskurs mit einem eigenen Fachbeitrag erweitern möchten. Über die Redaktion können Sie uns Ihre Veröffentlichungsinteressen kommunizieren. Im kubi-online Stylesheet finden Autor*innen alle weiteren Informationen zu den inhaltlichen und formalen Vorgaben für eine Veröffentlichung auf der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online.

Über kubi-online

Die Wissensplattform „kubi-online: Wissenstransfer für Kulturelle Bildung“ wird getragen von der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung und der Stiftung Universität Hildesheim. Förderer von kubi-online ist seit 2018 das Bundesbildungsministerium, aktuell also das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ, ehemals BMBF).