In Resonanz mit der Natur – Ästhetische Erfahrungsprozesse und Transformationen mit Störungen

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von Lena Sandel

Erscheinungsjahr: 2026

Abstract

Die Bedeutung von Naturerfahrungen innerhalb der Kulturellen Bildung ist nicht nur für die kindliche Entwicklung relevant, sondern spielt eine wesentliche Rolle in der Entstehung von (Um-)Weltbeziehung junger Menschen und Erwachsener. Ästhetische Praktiken in einer urbanen Natur haben das Potenzial, resonante Beziehungen und selbstwirksame Handlungsmöglichkeiten zu generieren, die für zukunftsfähige Kulturelle Bildung unabdinglich sind. Das Agieren in der Stadtnatur betrachte ich daher als einen Gegenentwurf zum Begriff der „Oase“, welchen Hartmut Rosa verwendet.

Ausgehend vom Tagungs-Workshop „In Resonanz mit der Natur“ (kubi-online-Jahrestagung 2025) stelle ich Qualitäten der ästhetischen Praxis in der Natur als eine Form der Welt-Aneignung heraus. Unterstützt wird diese Betrachtung durch Erkenntnisse aus der Praxis künstlerischer Naturexkursionen und fachdidaktischer Übungen zur Stadtnatur mit Studierenden der Kunstpädagogik.

Aus meinen Erfahrungen als Kunst- und Umweltpädagogin und Dozentin der Fachdidaktik Kunst blicke ich unter Berücksichtigung der Resonanztheorie auf die eigene Praxis. Zunächst zeige ich auf, wo Hartmut Rosa innerhalb der Resonanztheorie Natur verortet und welche Rolle sie für die Subjekte spielt. Anschließend betrachte ich den städtischen Naturraum als Ort potenzieller Resonanzerfahrung – und damit als Impulsgeber für eine aktive „Anverwandlung“ von Natur.

Einleitung

Was Hartmut Rosa als „Resonanzbeziehung“ benennt, ist eine besondere Form der Weltbeziehung, also des Verhältnisses zwischen Subjekt und Welt. Die „Welt“ wird von Rosa durch drei Achsen bestimmt: die horizontale Achse beschreibt soziale Beziehungen zwischen Menschen, eingeschlossen Intimität aber auch gesellschaftliche Beziehungen und politische Machtverhältnisse. Die diagonale Achse beschreibt Verhältnisse zu Dingen, Räumen, bestimmten Orten, Materialien und z.B. auch Bildungsgegenständen. Die dritte, vertikale Achse bezieht sich auf abstraktere Bereiche, die als Gesamtheit wahrgenommen werden: Religion, Kunst, Natur, die Welt als Ganzes. Wenn Welt uns berührt und bewegt, und auch wir Welt bewegen und berühren können, so Rosa, lässt sich von Resonanz sprechen.

Wesentlich für eine Resonanz ist ihre Wechselwirkung, Transformation und Kontingenz. Rosa beschreibt eine gelungene Resonanz als eine „Anverwandlung“ (vgl. Rosa 2019). 

„Dies ist der Sinn, in dem ich von „Anverwandlung“ spreche: Wann immer wir in Resonanz zu einem Menschen, einem Buch, einer Musik, einer Landschaft, einer Idee, einem Stück Holz treten, transformieren wir uns in der und durch die Begegnung, wenngleich in einem durchaus variierenden Maße.“ (Rosa 2019:17)

Es geht darum, eine Veränderung zu erleben, die sich je nach Gegenstand in variierender Form vollziehen kann, mal deutlicher, mal weniger deutlich, weshalb das Element des „Unverfügbaren“ wesentlich für die Anverwandlung ist (vgl. Rosa 2019). Die Resonanztheorie bietet also vielfältige Beziehungsformen von Subjekt zur Welt an – und ist durch diese Eigenschaft für die Kulturelle Bildung von Bedeutung. Zugleich ist für das erfolgreiche Zustandekommen einer Anverwandlung die Selbstwirksamkeitserfahrung für das Subjekt entscheidend. Hier lässt sich eine deutliche Verbindung zu den mannigfachen Wirkungen und Zielen ästhetischer Praxis innerhalb der Kulturellen Bildung herstellen, wovon die Selbststärkung und Förderung des Vertrauens in die eigenen Handlungsmöglichkeiten ein essentieller Teil ist (vgl. BKJ 2020).

Die Auseinandersetzung mit verschiedenen ästhetischen Praxen, seien sie rezeptiv oder produktiv, verändert und fördert die Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeit des Subjekts und „ bildet damit eine bedeutsame Grundlage für Selbstreflexions-, Selbstwirksamkeits- und Teilhabeprozesse […].“ (Reinwand-Weiss 2020:64).

Der Naturraum - welche Potenziale bietet er für Resonanzerfahrung?

In seinem Hauptwerk zur Resonanz (Rosa 2021) widmet Rosa der Natur einen kurzen Abschnitt unter dem Kapitel Vertikale Resonanzachsen. Rosa nutzt den Begriff Natur als Kollektivsingular, wenn er die Einteilung der verschiedenen Resonanzachsen vornimmt und meint damit eine (unberührte) Natur, die infolge von emanzipatorischen Prozessen des modernen Menschen (= gelöst von Naturrhythmen und lokalen Naturgegebenheiten) als ein Gegenüber konzipiert und dementsprechend als eigene Entität wahrgenommen wird (vgl. Rosa 2021:455). Vor allem durch diese Betrachtungsweise, also durch die Trennung von Mensch zu Natur, weist er der Natur die Stellung einer zentralen Resonanzsphäre für den modernen Menschen zu.

Trotz dieser Definition von Natur als wesentliches Feld für Resonanzerfahrungen schränkt er deren Möglichkeiten ein. In ihrer instrumentellen Nutzung durch den Menschen drücke sich ein beherrschendes Verhältnis zur Befriedigung von Sehnsüchten und Wünschen aus.

Er argumentiert, dass sich das zeitgenössische Verhältnis zur Natur oftmals in einer extremen Form, beispielsweise durch Wüstendurchwanderungen, Erklimmen von Bergen etc. zeige oder – im Gegensatz dazu – von „romantisch-expressivistischen“ Beziehungen, wie dem stillen Rückzug in den Wald, geprägt sei (vgl. Rosa 2021:456). 

„Natur wird hier gerade nicht tätig anverwandelt, sondern als „erhabenes Schauspiel“ genossen. Die Resonanzbeziehung bleibt daher einseitig und halbiert, und dies führt nicht selten dazu, dass Selbstwirksamkeit auch und gerade in Naturräumen in der stummen Form der Selbst- und Naturbeherrschung gesucht wird (…).“ (Rosa 2021:468)

In dieser Form eines passiven, rezeptiv-ästhetischen Naturerlebens könne keine vollständige Resonanzbeziehung entstehen. Stattdessen verwendet Rosa den Begriff der „Resonanzoase“ und verweist auf die gegenwärtige Eigenschaft der Natur als Rückzug- und Erholungsraum, wie sie in Urlauben und Auszeiten am Wochenende genutzt würde – also außerhalb alltäglicher Handlungen und damit, so sein Kritikpunkt, außerhalb aktiver Anverwandlung, die in einen Transformationsprozess übergehen könne. Rosa beschreibt in diesem Zusammenhang das Dilemma zwischen einem Umweltbewusstsein einerseits aber einem fehlenden Umwelthandeln (vgl. Rosa 2021).

Wie also kann aus einer weitgehend ästhetisch-rezeptiven Naturerfahrung eine aktive, handelnde werden? Welche Herangehensweisen unterstützen eine aktive Anverwandlung von Natur, in der es nicht um Aneignung oder gar Beherrschung geht?

Um dieser Frage nachzugehen, entferne ich mich von Rosas sehr weit gefassten Naturbegriff und beziehe mich hier konkret auf den städtischen Naturraum, die sogenannte „Stadtnatur“.

Zur Stadtnatur lassen sich Parks, Grünanlagen, städtische Forstwälder, begrünte Verkehrsinseln, Grillwiesen, aber auch Friedhöfe, Wissenschaftsgärten sowie Botanische und Urbane Gärten zählen, die nicht nur zur Erholung und Freizeit, sondern auch als Lern- und Erfahrungsorte, Orte der Begegnung, als Lebensräume für Pflanzen und Tiere und für Biodiversität fungieren (vgl. BfN o.J.). Bemerkenswert ist die Stadtnatur für mich deshalb, weil sie in ihren unterschiedlichsten Formen, ob kleinflächig, z.B. als Verkehrsinsel, oder groß angelegt als Park, kulturell entwickelte Vorstellungen von unberührter Natur simuliert. Stadtnatur kann keineswegs einer sogenannten unberührten Natur entsprechen, da ihre Entstehung, Gestaltung und Instandhaltung immer artifiziell, also von Eingriffen des Menschen, geprägt ist.

In der Stadt begegnen uns so u.a. Imitationen mediterraner Wildkräuterwiesen, Nachahmungen nordamerikanischer Wälder oder Flächen der Sukzession, die punktuell „urbane Wildnis“ beherbergen und zulassen.

Folgende Faktoren unterstützen und motivieren den Aufenthalt in der Stadtnatur. Stadtnatur

  • erstreckt sich meist über das gesamte städtische Gebiet, einzelne Bezirke verfügen über eigene öffentliche Grünflächen,
  • ist in der Regel für alle und durchgängig zugängig (mit wenigen saisonbedingten Ausnahmen),
  • ist meist an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden,
  • bietet sozioökonomische Vorteile: sie ist größtenteils kostenfrei zu besuchen,
  • stellt wenig Erwartungen an die Besuchenden,
  • erfordert kaum Vorwissen von den Besuchenden.

Als mögliche hemmende Faktoren für einen Aufenthalt sind zu benennen:

  • eine eingeschränkte Barrierefreiheit,
  • eine begrenzte Ausstattung sanitärer Anlagen für eine längere Verweildauer,
  • individuelle physische Bedingungen (z.B. Allergien, Mobilitätseinschränkungen, Lärmempfindlichkeiten) oder psychische Einschränkungen (z.B. Ängste),
  • Naturbedingungen selbst: Hitze, Kälte, Sturm, giftige Pflanzen und Tiere
  • Bedrohungspotenzial (z.B. unbeleuchtete Areale, Kriminalität)

Im Vergleich dazu sind klassische Kulturorte (Museen, Literaturhäuser, Tanz- und Theaterspielräume etc.) mit mehr Hemmschwellen und meist mit hohen Kosten für die Besuchenden verbunden – auch wenn hier stetige Bemühungen zur Öffnung für diverse Zielgruppen erbracht werden. Städtische Naturräume stellen durch ihren hohen Aufforderungscharakter und einen niedrigschwelligen Zugang demgemäß einen willkommenen Ort für alle Bevölkerungsgruppen einer Stadt dar. Mit diesen Merkmalen definiert der Raumsoziologe Ray Oldenburg das Konzept des „Dritten Orts“ (third places), das Sozialräume beschreibt, die außerhalb von Familie (Erster Ort) und Arbeit/Ausbildung (Zweiter Ort) liegen und identitätsstiftende wie gemeinschaftsstärkende Funktionen erfüllen. Viele außerschulische kulturelle Bildungsorte, die sich durch ihre offenen Strukturen kennzeichnen, werden als Dritte Orte bezeichnet (vgl. BKJ 2021). Urbane Naturräume können sich meiner Ansicht nach durchaus als Dritter Ort für Erfahrung und Lernen, Entwicklung und Begegnung behaupten.

Positive Effekte der Stadtnatur für Gesundheit, ästhetische Erfahrungsprozesse und Selbstwirksamkeit

Grundsätzlich hat der Aufenthalt in der Natur nachweislich positive gesundheitliche Effekte, wie bereits in den 1990er Jahren in der japanischen Praxis des Shinrin Yoku (Waldbaden oder Waldtherapie) und mit dem aus dem europäischen Raum stammenden Konzept der therapeutic landscape (Therapeutische Landschaft) wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte. Aufgeführt werden hier unter anderem die Senkung des Blutdrucks, die Verlangsamung der Herzfrequenz oder die Verminderung von Stress und Angstgefühlen (Rathmann 2020). Besonders dem Wald wird durch sein Potenzial, multisensorisch erfahrbar zu sein, eine hohe Bedeutung zugeschrieben. Bei beiden Praktiken spielt jedoch auch die städtische Natur eine Rolle, die sowohl zu Wohlbefinden als auch Stärkung des Selbst führen kann.

„Die Alltagserfahrung bestätigt erholsame Effekte beim Spazieren durch die Natur, sei es ein Waldgebiet, beim Urlaub in den Bergen oder am Strand. Aber auch urbane Grünflächen können der Entspannung förderlich sein und eignen sich zum Kräftesammeln nach körperlicher und geistiger Erschöpfung. Eine Steigerung des individuellen Wohlbefindens führen Korpela et al. (2018) auf eine positive Impulskontrolle durch Aufenthalte  in der Natur zurück, da dabei das Selbstvertrauen gestärkt werden kann.“ (Rathmann 2020:27)

Erholsame Effekte stellen sich bei Menschen aller Altersklassen ein, der Naturkontakt und die Naturerfahrung haben jedoch besonders in der Entwicklung von Kindern eine wichtige Funktion Sowohl in der motorischen Entwicklung, der Ausbildung der Sinne, der Förderung von Konzentrationsfähigkeit und vor allem der ästhetischen Erfahrung und Kreativität – der Aneignung von Welt. Constanze Kirchner beschreibt Naturerfahrung als „Bedingung unseres Wirklichkeitsverständnis“ (Kirchner 2020:43) und hebt vor allem den Kontakt mit Naturmaterialien als Grundlage für ästhetische Erfahrung innerhalb der Kunstpädagogik hervor:

„Der gestalterische Umgang in und mit der Natur kann Naturerfahrung ermöglichen, und er kann dazu anregen, das Verhältnis des Menschen zur Natur auf verschiedenen Ebenen zu reflektieren.“ (Kirchner 2020:43)

Wenn Naturfundstücke gesammelt und nach individuellen Kategorien angeordnet werden, wenn aus Steinen ein dreidimensionales Objekt gelegt wird oder wenn farbiges Laub anregt, eine Malerei mit Farbverlauf umzusetzen, wird ästhetisch gestaltet. Oftmals findet die Auseinandersetzung selbstvergessen und im „Flow“, ganz auf den Prozess konzentriert, statt. Indem das Subjekt Materialerfahrungen macht und gestaltet, setzt es sich nicht nur mit den Gegenständen (z.B. den Steinen, dem Laub) in Verbindung, sondern auch mit sich selbst.

Ein wesentliches Merkmal der Ästhetischen Erfahrung liegt in deren Selbstzweck. Ursula Brandstätter stellt auf kubi-online in ihrem Text über die Ästhetische Erfahrung hervor, dass Sinn und Funktion in der Erfahrung selbst lägen. Auch wenn ästhetische Praxen Zwecke verfolgen und erfüllen sollen (wenn wir z.B. an schulische Kontexte denken), ist die Qualität der Erfahrungen an sich nicht primär an diese Ziele gekoppelt (vgl. Brandstätter 2012/2013) und auch selten konkret fassbar, da sich positive Effekte, wie eine Stärkung des Selbst, erst langfristig ausbilden und von verschiedenen anderen Komponenten mitgeprägt werden. An dieser Stelle lässt sich eine wichtige Gemeinsamkeit zwischen resonanten Erfahrungen und Ästhetischen Erfahrungen beobachten: ihre Unverfügbarkeit.

Auf das Feld der Naturerfahrung bezogen kann festgehalten werden, dass Ästhetische Erfahrungen in der Natur das Verhältnis zur unbelebten und belebten Umwelt fördern. Gleichzeitig unterstützen Aufenthalt und Aktivitäten in der Natur (seien es freies Spiel oder gestalterische Umsetzungen) Sinneswahrnehmung und ästhetische Erfahrungen. Resonanzerfahrungen finden wir also im Spannungsfeld zwischen Resonanz in/durch Naturerfahrung und Ästhetischer Praxis (als Mittel einer intensiven Auseinandersetzung mit Natur).

Anhand der nachfolgenden Praxisbeispiele soll gezeigt werden, dass der urbane Naturraum sich durch seine Vielfalt und unterschiedlichen Ausprägungen für Resonanzbeziehungen in besonderem Maße eignet.

Die Ästhetische Praxis als Methode, sich aktiv in und mit der Natur zu beschäftigen – von der Naturbetrachtung bis zu einer vertiefenden, praktisch-tätigen Umsetzung – ist wesentliches Element in meiner vermittelnden Tätigkeit. Als Kunstpädagogin und Kulturvermittlerin sehe ich die Ziele in einer Aktivierung der Sinne, Generierung einer bewussten Naturerfahrung und einer achtsamen Begegnung der Natur. Ästhetische Praxis in der Stadtnatur verstehe ich als Teil eines Handlungsspektrums, in Verbindung mit Natur zu treten.

Aus diesem Verständnis heraus und der mehrjährigen Erfahrung von künstlerischen Exkursionen in der Stadtnatur mit Erwachsenen und Kindern entstand die Idee, für die kubi-online-Jahrestagung 2025 den Fokus eines Workshops auf Resonanzerleben in der Natur zu richten. Als naturlinien untersuchen Manuela Büchting (Kunstvermittlerin und Wildnispädagogin) und ich (Kunstpädagogin, Umwelt- und Erlebnispädagogin) städtische Natur ortsspezifisch, um sie für diverse Gruppen sinnlich erfahrbar zu machen. Urbane Grünflächen wie Stadtgärten und -wälder dienen dabei als Inspirationsquelle; die künstlerische Praxis unterstützt den Weg der Untersuchung, die eigene Umwelt kennenzulernen.

Das Thema der Resonanz stand dabei bisher nicht als Bestandteil der Methoden oder als ein „Versprechen“ im Vordergrund, sondern ist eher nebenbei geschehen.

Ein Wandergang als Einladung, sich in und von der Natur berühren zu lassen

An einem kalten, aber sonnigen Märzmorgen kommen ca. 15 Personen zusammen, um gemeinsam mit Manuela Büchting und mir einen Wandergang zu begehen. Ein reich gefüllter erster Tagungstag mit Panels, Workshops und Diskussionen liegt bereits hinter den Teilnehmenden. Innerhalb eines Zeitfensters von weniger als 2 Stunden soll der Eindruck einer Resonanzerfahrung in und mit der Natur angeregt werden. Dafür wird ein Rundweg um die Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid durch die charakteristische Berg- und Tallandschaft im Wupperbogen ausgewählt. Das erkundete Gelände befindet sich am Rande des Naturschutzgebiets und wird von der Müngstener Brücke, einer historischen Eisenbahntrasse, durchquert.

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Abb. 1: Natur-Fundstücke regen den Austausch untereinander an (Foto: naturlinien, Manuela Büchting)
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Abb. 2: Fragen an eine belebte oder unbelebte Lebensform geben Impulse zum Schreiben; Achtsamkeitsübung beim Wandergang der kubi-online Tagung im März 2025 (Foto: naturlinien, Lena Sandel)

Der Wandergang beginnt mit der Einladung zu einer bewussten Sinneswahrnehmung der Umgebung, dem Hineinspüren in die eigene Taktung – vom Rhythmus des eigenen Atems bis zum Tempo des eigenen Laufschrittes. Wie bewegt sich der Mensch in und auf die Natur zu? Wie nehmen die Teilnehmenden ihr individuelles Tempo zu Tagesbeginn wahr? Können sie die eigene Zeitlichkeit mit der Zeitlichkeit der Umgebung in Verbindung setzen? Diese Impulse lenken den Blick von gewohnten Betrachtungsweisen auf die Natur als ein Äußeres zu einem (Ein-)Spüren in die individuelle Landschaft, deren Teil der Mensch selbst ist. Es geht um ein „Sich-Begreifen“ als Teil der Natur.

Ein vorbereitetes Faltheft für jede:n Teilnehmende:n dient zum Skizzieren von Gedanken. Es enthält kurze Fragen, die es ermöglichen sollen, in Verbindung mit der belebten und unbelebten Umwelt zu treten (vgl. Abb. 3, Leporello). Die Beschaffenheit des Weges und die Wetterbedingungen geben das Tempo vor: schnelleres Gehen auf schattigen Partien oder kurze Stopps, um sich in der Sonne zu wärmen. Es wird der Impuls eröffnet, sich mit einer Lebensform der Umgebung (z.B. einer Pflanze, einem Insekt, Flechten etc.) intensiv auseinanderzusetzen. Es ist eine Einladung, sich berühren zu lassen – mit der Möglichkeit in Resonanz zu treten.

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Abb. 3: Ein Leporello mit Leitfragen und Anregungen begleitet die Teilnehmenden beim Wandergang (Foto: naturlinien, Lena Sandel)

Die Teilnehmenden suchen sich achtsam einen Platz, sitzen auf Moos, auf einem Stein oder einer Bank. Achtsame Phasen des Sitzens wechseln mit Phasen schnellen Schrittes. Beim walking drawing wird während des Laufens gezeichnet. Die Aufmerksamkeit wird hierbei auf das flüchtige Erfassen der Farben, Strukturen und Linien der Umgebung gelenkt. Spuren der Wahrnehmung finden im Leporello ihren Platz. Gleich Seismografen (Begriff einer Teilnehmenden, Anm. der Autorin) werden Bleistifte über das Papier bewegt. Der Rundgang erreicht einen Höhepunkt, als er an einer geografisch markanten Stelle mit weiter Sicht den Blick hinab auf den Wald und den Fluss eröffnet. Die Sonne scheint und wärmt, ein Moment des Innehaltens, der mich selbst sehr berührt. Die Gruppe schlägt den Rückweg an, steigt noch höher den Weg hinauf und wird ein letztes Mal zu einem Stopp zusammengeführt und nach einer kurzen Reflexion in den bevorstehenden Tag verabschiedet.

Resonanzerfahrung unter Zeitdruck – Grenzen und Potenziale

Das hier beschriebene Workshopangebot versuchte eine Resonanzerfahrung anzuregen – mit dem Wissen um die wesentliche Unverfügbarkeit ihres Zustandekommens und Unvorhersehbarkeit ihrer Ausgestaltung. Weder die vorausgesetzte Offenheit der Teilnehmenden auf die Übungen noch die unterschiedlichen Wirkungen des Wandergangs konnten vorab erwartet oder im Nachgang in einem ausreichenden Umfang reflektiert werden.

Doch auch die Kürze des Angebots, das eher einen Impulscharakter hatte, erlaubte uns, diverse Anregungen an die Teilnehmenden weiterzugeben: durch Frageimpulse, ortsspezifisch ausgewählte Achtsamkeits- und Zeichenübungen sowie Materialien, die ansprechend und für Draußen geeignet waren. Individuellen Beobachtungen und gesammelte Fundstücke konnten in Kleingruppen ausgetauscht werden. All dies lieferte den Teilnehmenden konkrete Rahmenbedingungen für eine eigene ästhetische Praxis in der Natur.

Von individueller Naturerfahrung zu zukunftsfähiger Kultureller Bildung

Szenenwechsel und Sprung von Nordrhein-Westfalen ins Rhein-Main-Gebiet.   

Hier fand am Institut für Kunstpädagogik in Frankfurt die fachdidaktische Veranstaltung „Stadtnatur erlebbar machen! Ästhetische Praxis im Grünen“ statt, die ich in zwei Sommersemestern durchführte. Neben der Untersuchung des öffentlichen Naturraums auf sein ästhetisch-gestalterisches Potenzial wurde praktisch erprobt, wie Kunstvermittlung außerhalb von Kulturinstitutionen gestaltet sein kann. Es wurde gefragt, wie die Klimakrise unsere Wahrnehmung und Gestaltung von und mit Natur beeinflusst. Begleitend dazu wurden Werke zeitgenössischer Künstler:innen betrachtet, deren Arbeiten Umwelt- und Klimafragen in den Fokus stellen (z.B. Minerva Cuevas, Julius von Bismarck).

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Abb. 4: Kunstpädagogik-Studierende erforschen zeichnend den städtischen Grüneburgpark in Frankfurt im Rahmen der fachdidaktischen Übung "Stadtnatur erlebbar machen: Ästhetische Praxis im Grünen", 2024 (Foto: Lena Sandel)
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Abb. 5: Herstellung von Naturdrucken im öffentlich Naturraum, 2024 (Foto: Lena Sandel)

Zu Beginn und Ende der Veranstaltung wurde den Studierenden jeweils ein Fragebogen zur Feststellung ihrer Naturbewusstheit, bezogen auf die Stadtnatur Frankfurts, ausgeteilt. Themenfelder der Befragung waren die Erreichbarkeit und Häufigkeit von Besuchen der Stadtnatur, ihre Motivation und Funktion, eine Einschätzung zur eigenen Verbundenheit zur Natur und schließlich Erfahrungen mit dem Themenfeld Natur innerhalb der Ästhetischen Praxis. Zum Abschluss des Semesters, nach zahlreichen Exkursionen, die von praktischen Vermittlungsimpulsen der Studierenden begleitet waren, wurde in einem zweiten Schritt ermittelt, wie sich die gewonnenen rezeptiven wie produktiven ästhetischen Erfahrungen in ihrem Naturbewusstsein widerspiegelten. Auf Grundlage der individuellen Eindrücke wurden die Chancen der Naturerfahrung im Stadtraum für Lehrende, Vermittelnde und andere Akteur:innen der Kulturellen Bildung benannt, die ich im Folgenden aus den Fragebögen zusammenfasse.

Chancen der Naturerfahrung im Stadtraum für Multiplikator:innen:

  • jüngere Generationen naturbezogener erziehen,

  • Wachsamkeit und Achtsamkeit erzeugen,

  • Natur bewusster wahrnehmen,

  • Wertschätzung für die Umwelt anregen,

  • durch kreative Methoden Natur erleben,

  • Möglichkeiten anbieten, Zeit ohne Handy zu verbringen,

  • Handlungsmöglichkeiten durch vielfältige kunstpädagogische Methoden zum Thema „Natur“ aufzeigen,

  • Natur(-erfahrungen) in den Alltag integrieren.

Innerhalb der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und der Umweltpädagogik ist bereits ermittelt worden, dass positive Naturerfahrungen bei Kindern, sei es durch freies Spiel oder innerhalb von Bildungskontexten, zur Folge haben, dass eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht, sich später für den Umweltschutz zu engagieren. 

„In Naturerfahrungsräumen (NER) haben Kinder in der Stadt die Möglichkeit, unbeobachtet und spielerisch Natur zu erkunden und aktiv zu gestalten. Dieser Kontakt zur Natur führt im Erwachsenenalter zu einem höheren Umweltbewusstsein.“ (Jäger/Petzold 2024:9)

Zu der eingangs gestellten Frage nach Methoden für eine aktive Anverwandlung von Natur im Sinne Rosas Konzept der Resonanz, kann unter Berücksichtigung der Erkenntnisse über Wirkungen der Ästhetischen Erfahrung und der Naturaufenthalte in der Stadtnatur festgestellt werden:

Eine Naturerfahrung gekoppelt mit ästhetischer Praxis verfolgt nicht das Ziel, künstlerische Verfahren und Techniken zu erlernen, um damit Wissen im Sinne von „Können“ anzueignen, sondern unterstützt zunächst einmal eine Erfahrung der Erfahrung wegen. Diese Erfahrung in urbaner Natur ist mehrdimensional. Sie ist multisensorisch, da besonders im Freien akustische, visuelle, olfaktorische und haptische Reize vorliegen. Sie ist leiblich, weil mit dem gesamten Körper die in der Stadtnatur befindlichen Objekten wahrgenommen werden können. Und sie ist zukunftsfähig, weil eine Bewusstwerdung generiert wird, die sich langfristig in einem verantwortungsvollen Umgang mit Natur ausdrücken kann.

Zudem wirken bei der ästhetischen Praxis in der Stadtnatur alle drei von Rosa benannten Resonanzachsen zusammen: die horizontale, die vertikale wie auch die diagonale. Und hier lassen sich abschließend drei Faktoren für einen begünstigenden Rahmen für Resonanzerfahrung herausarbeiten:

  1. der Aufenthalt in der Natur (mit seinen positiven Wirkungen) und das sinnliche Erleben von Natur;
  2. das soziale Erleben in der Gruppe. Der gemeinsame Aufenthalt in der Natur und das Miteinander während des Naturaufenthaltes (sowohl in regelmäßig stattfindenden Settings als auch in einer einzigen, aber intensiven Zusammenkunft);
  3. selbst produzierte Ergebnisse aus der ästhetischen Praxis, seien es zeichnerische Spuren auf Papier, verfasste Texte (z.B. Haikus) oder Reflexionsgedanken in einem Naturtagebuch.

Hier fließen die verschiedenen Achsen zusammen und bestärken sich wechselseitig. Kunst und Natur der vertikalen Achse finden einen Ausdruck in der Produktion von künstlerisch-praktischen Umsetzungen. Der Umgang mit Naturmaterialien und Werkstoffen wie Zeichenpapier, Graphit oder einem Naturtagebuch (diagonale Achse) eröffnet neue Erfahrungen und Fragen. Die individuelle Auseinandersetzung und Wahrnehmung in der urbanen Natur (was habe ich gehört, gesehen, erfühlt, gerochen?) kann mitgeteilt und in der Gruppe diskutiert werden. Im Gemeinschaftsprozess (horizontale Achse) können Erlebnisse vertieft werden.

Stadtnatur nur als Resonanzoase?

In der Stadtnatur ist man sich des artifiziellen Wesens der Natur stets gegenwärtig. Infrastrukturell verfügt sie meist über ein komplexes, gut beschildertes Wegenetz, akustisch ist die Stadt fortwährend wahrnehmbar – durch Auto- oder Flugverkehr, lärmende Geräte und Maschinen. Visuell lassen sich deutlich die Ein- und Auswirkungen durch den Menschen erkennen: Strommasten, die den Park durchziehen, liegengelassener Müll, Fußabdrücke und Spuren von Mountainbikes auf dem Boden – und dem stetigen Antreffen von Menschen. In der Stadtnatur wird deutlich: Wir sind hier nicht allein, wir finden eher Begegnungen und Zusammenstöße (mit freilaufenden Hunden, erschrockenen Wildtieren) als Rückzug vor. Aber auch Klimaveränderungen wie Hitze- oder Regenperioden sind in der Stadtnatur deutlich und in enormem Tempo sichtbar und spürbar: vertrocknete Grünflächen, absterbende Bäume, kahle Bereiche aufgrund großflächiger Rodungen in Stadtwäldern – all das rückt das Bild einer „Oase“ weit von uns weg.

Statt eines Rückzugs in die Natur als Abgrenzung zur lauten, hektischen und reizüberflutenden Stadt erleben wir in der Stadtnatur stattdessen kontinuierlich Störungen (vgl. Burckardt 1980). Diese Störungen machen uns bewusst, dass wir als Menschen auf die Natur einwirken und Teil von ihr sind.

Fazit

Künstlerische Naturexkursionen, zeichnerisch-malerische Auseinandersetzungen oder kontemplatives Schreiben in der Stadtnatur sind sowohl in der außerschulischen kulturellen wie auch schulischen und universitären Bildung umsetzbar. Mit einem ausreichenden zeitlichen Umfang und der Offenheit aller Beteiligten für einen gemeinsamen Prozess ist es möglich, resonante Erfahrungsräume zu schaffen. Die ästhetische Erfahrung mit allen Sinnen, die durch den Aufenthalt in der Stadtnatur gefördert wird, erlaubt eine emotionale und leibliche Verbindung mit der (Um-)Welt. Insbesondere Stadtnatur mit ihrem niedrigschwelligen Zugang bietet Resonanz- und Erfahrungsräume für ALLE, im Sinne einer Umweltgerechtigkeit, an.

Die Möglichkeit, in Beziehung zu Material, Mensch und Lebensformen der Stadtnatur zu treten, eröffnet nicht nur Selbstwirksamkeitserfahrungen, sondern ein aktives Handeln. Sei es dadurch, Erfahrungen eines Workshops als Impuls aufzugreifen, um das eigene städtische Naturumfeld auf eigene Faust zu erforschen. Sei es durch die Suche nach Mitstreiter:innen, um Netzwerke zu knüpfen, um zukünftig gemeinsame Naturerfahrungen zu gestalten und einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur zu etablieren. 

Verwendete Literatur

  • Brandstätter, Ursula (2013/2012): Ästhetische Erfahrung. In: Wissensplattform KULTURELLE BILDUNG ONLINE: https://www.kubi-online.de/artikel/aesthetische-erfahrung (letzter Zugriff: 17.12.2025).
  • Braun-Wanke, Karola / Wagner, Ernst (Hrsg.) (2020): Über die Kunst, den Wandel zu gestalten. Kultur · Nachhaltigkeit · Bildung. Münster: Waxmann.
  • Breidbach, Olaf / Lippert, Werner (Hrsg.) (2000): Die Natur der Dinge. Neue Natürlichkeit? Wien New York: Springer.
  • Bundesamt für Naturschutz (BfN) (Hrsg.) (2023): Naturbewusstsein 2023. Bevölkerungsumfrage zu Natur und biologischer Vielfalt.
  • Bundesamt für Naturschutz (BfN) (o. J.): Funktion der Stadtnatur. https://www.bfn.de/funktion-der-stadtnatur (letzter Zugriff: 20.10.2025).
  • Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (Hrsg.) (2020): Argumente für Kulturelle Bildung. Remscheid: BKJ. https://www.bkj.de/themen/was-ist-kulturelle-bildung/argumente-fuer-kulturelle-bildung/ (letzter Zugriff: 20.10.2025).
  • Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (Hrsg.) (2021): Magazin für Kulturelle Bildung. Unverzichtbar – Orte Kultureller Bildung. 15. Jg., Heft 20-2021.
  • Burckhardt, Lucius (1980): Warum ist Landschaft schön? Die Spaziergangswissenschaft. Berlin: Martin Schmitz Verlag.
  • Endres, Wolfgang (2020): Resonanzpädagogik in Schule und Unterricht: von der Entdeckung neuer Denkmuster. Mit Beiträgen von Joachim Bauer / Michaela Brohm-Badry / Jörg Knüfken. 1. Aufl. Weinheim: Beltz.
  • Gebhard, Ulrich (2020): Naturerfahrung und Kulturelle Bildung. In: Wissensplattform KULTURELLE BILDUNG ONLINE: https://www.kubi-online.de/index.php/artikel/naturerfahrung-kulturelle-bildung (letzter Zugriff: 20.10.2025).
  • Jäger, Emily / Petzold, Stefan (2024): NABU-Positionspapier Stadtnatur. Stadtnatur als unverzichtbare Grundlage für zukunftsfähige Städte, NABU-Bundesverband, NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V., 1. Auflage 10/2024. Berlin.
  • Hartmanshenn, Thomas (2023): Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben: mehr Mut zu wilder Stadtnatur. Bericht zum Abschluss des Projektes 2016–2021. Bonn.
  • Kirchner, Constanze / Kirschenmann, Johannes(2020): Kunst unterrichten. Didaktische Grundlagen und schülerorientierte Vermittlung. 3. Aufl. Seelze: Klett/Kallmeyer.
  • Miyazaki, Yoshifumi (2021): Walking in the Woods. Go back to nature with the Japanese way of shinrin-yoku.London: Aster.
  • Molitor, Heike / Peters, Jürgen (o. J.): Naturerfahrungsräume in Großstädten – eine Einführung. In: BfN Schriften 560 – Naturerfahrungsräume in Großstädten. https://bfn.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/65/file/Skript_560.pdf (letzter Zugriff: 20.10.2025).
  • Rathmann, Joachim (2020): Therapeutische Landschaften: Landschaft und Gesundheit in interdisziplinärer Perspektive. 1. Aufl. Wiesbaden: Springer.
  • Rathmann, Joachim (2023): Gesundheitsressource Wald. 1. Aufl. Wiesbaden: Springer.
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  • Remscheid (o. J.): Naturschutzgebiet Wupper und Wupperhänge südlich Müngsten. https://www.remscheid.de/umwelt-mobilitaet/umwelt-natur/natur-landschaft/nsg-wupper-und-wupperhaenge-suedlich-muengsten.php(letzter Zugriff: 20.10.2025)
  • Rosa, Hartmut (2021): Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung. 5. Aufl. Berlin: Suhrkamp.
  • Rosa, Hartmut (2019): Resonanz: im interdisziplinären Gespräch mit Hartmut Rosa. In: Wils, J.-P. (Hrsg.), Texte & Kontexte der Philosophie. 1. Aufl. Baden-Baden: Nomos [Book Section].
  • Twardella, Johannes / Rosa, Hartmut / Endres, Wolfgang (Hrsg.) (2016): Resonanzpädagogik. Wenn es im Klassenzimmer knistert. Weinheim und Basel: Beltz. [Rezension, Bad Heilbrunn 2016].

Anmerkungen

Unter dem Namen naturlinien bieten Manuela Büchting und Lena Sandel künstlerische Naturexkursionen und Fortbildungen in der Stadtnatur an. Zur kubi online-Jahrestagung konzipierten sie den Workshop „In Resonanz mit der Natur – Ein Wandergang am Morgen mit künstlerischen Impulsen“.

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Lena Sandel (2026): In Resonanz mit der Natur – Ästhetische Erfahrungsprozesse und Transformationen mit Störungen. In: KULTURELLE BILDUNG ONLINE: https://kubi-online.de/artikel/resonanz-natur-aesthetische-erfahrungsprozesse-transformationen-stoerungen (letzter Zugriff am 04.02.2026).

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