Mut zum Unverfügbaren: Künstlerisch-Systemische Resonanzräume

Artikel-Metadaten

von Thomas Reyer, Sandra Anklam

Erscheinungsjahr: 2026

Abstract

Aus systemisch-therapeutischer und künstlerischer Perspektive gehen wir der Frage nach, wie sich Resonanzprozesse in künstlerisch-systemischen Kontexten abbilden lassen und inwiefern diese eine eigenständige transdisziplinäre Praxisform darstellen. Wir, die interdisziplinär in Psychologie, Theatertherapie und Tanzvermittlung arbeiten, schöpfen aus unserer langjährigen Erfahrung in der Kulturellen Bildung, der Systemischen Therapie, Supervision und künstlerischen Praxis. Seit 2017 entwickeln wir an der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW den Künstlerisch-Systemischen Ansatz, der sich als integrative und veränderungswirksame Antwort auf komplexe psychosoziale Herausforderungen versteht.

Unser Beitrag zeigt auf, wie in künstlerisch-systemischen Prozessen Ko-Kreativität, ästhetische Forschung und therapeutische Beziehung zusammenwirken. Wir nutzen das Prinzip, dass in der Verknüpfung künstlerischer Gestaltung mit systemischem Denken ein eigener Modus der Veränderung möglich wird: eine Resonanzpraxis, die nicht auf Steuerbarkeit zielt, sondern auf Beziehungsfähigkeit, Anverwandlung und Mediopassivität (nach Rosa).

In dieser Praxis entstehen Erfahrungsräume, die sowohl individuell bedeutsam als auch gesellschaftlich wirksam sein können – nicht durch Zielfokussierung, sondern durch die Ermöglichung nicht-verfügbarer Begegnung mit sich, anderen, dem Material und existenziellen Themen. Dabei werden künstlerische Mittel nicht bloß als Werkzeuge verwendet, sondern als Resonanz-Gegenüber in einem offenen Gestaltungsprozess.

Wir zeigen beispielhaft auf, wie sich diese Praxis als Resonanzkompetenz kultivieren lässt und welchen Beitrag sie zur Weiterentwicklung von Beratung, Bildung und Therapie leisten kann – besonders in einer Zeit, in der Resonanzerfahrungen selbst zu einer gesellschaftlichen Ressource werden sollten.

Künstlerisch-Systemische Entwicklungsprozesse

Künstlerisch-Systemische Therapeut*innen bzw. Supervisor*innen begleiten ihre Klient*innen ressourcenorientiert in Entwicklungsprozessen und zu psychosozialen Veränderungsvorhaben. Sie entwickeln individuelle oder kollektive Suchprozesse als künstlerische und körperliche Gestaltungsaufgaben. Auf diese Weise schaffen sie ko-kreativ Entwicklungsräume, die für ihre Klient*innen Bedeutsamkeit gewinnen und veränderungswirksam sein können.

Diese Arbeitsweise aktiviert mit unterschiedlichen Sinnen und Ressourcen und unterstützt in besonderem Maße eine ganzheitliche, synästhetische und nachhaltige Wirkung der Veränderungsarbeit. Daraus ergeben sich neue und personalisierte Interventionen, die systemisches, künstlerisches und kreativtherapeutisches Arbeiten in alle Richtungen erweitern.

Im Künstlerisch-Systemischen Ansatz werden Entwicklungsprozesse gleichwertig und gleichzeitig sowohl als künstlerische als auch transformative Prozesse aufgefasst. Dies gelingt durch eine Synthese von Systemischer Therapie, Kreativtherapien und künstlerisch-ästhetischen Formaten. Künstlerisch-Systemische Prozesse werden durch entwicklungsförderliches Intervenieren in einem künstlerisch-medial gestalteten Entwicklungsraum angeregt. Dem Prozessgeschehen kommt die zentrale Rolle zu, nicht einer bestimmten Methode oder einem vorgegebenen Zielzustand.

Unsere Auffassung von Kunst/ dem Künstlerischen entspricht einer prozessorientierten Erforschung von Themen ohne konkrete Vorgaben und ohne vorhersehbaren Ausgang (vgl. Kämpf-Jansen, 2001). Kunst ist hier ästhetischer Anstoß zur individuellen Auseinandersetzung und erfüllt hiermit eine kulturelle und gesellschaftliche Funktion. In systemischen Ansätzen bestehen darüber hinaus grundlegende Parallelen zu den Künsten: Zweckfreiheit, Ermöglichung von sinnlichen und leiblichen Spiel- und Erfahrungsräumen, Uneindeutigkeiten und Anregung zu Perpektivwechseln (Mandel, 2025) koppeln unmittelbar an Ideen von Musterunterbrechungen, Prozessoffenheit, Irritation, Wechselwirkungen und anderen Annahmen aus der Systemischen Arbeit an (Schlippe & Schweitzer, 2007).

Der Künstlerisch-Systemische Ansatz wurde an der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW durch interdisziplinäre Arbeit der Fachbereiche Sozialpsychologie & Beratung, Systemische Theaterpädagogik und Tanzvermittlung 2017 auf den Weg gebracht (Reyer und Anklam, 2025 bzw. Chyle-Silvestri et al., 2025). Mittlerweile gibt es dort berufsbegleitende Weiterbildungen zur Künstlerisch-Systemischen Therapie (KST) sowie zur Künstlerisch-Systemischen Supervision (KSS).

Im Folgenden wollen wir darlegen, wie Künstlerisch-Systemische Prozessbegleitung zur entwicklungsfördernden „Resonanzpraxis“ werden kann.

Im Künstlerisch-Systemischen Ansatz lassen sich im Sinne von Hartmut Rosa vielfältige Resonanzen entdecken und erfahren:

  • in der Beziehung zwischen den beteiligten Personen;

  • mitten im künstlerischen Geschehen und zwischen Mensch und künstlerischem Material;

  • mit dem Prozess als beabsichtigtem Entwicklungsgeschehen und in der Auseinandersetzung mit der persönlich relevanten Fragestellung.

Künstlerisch-Systemisches Arbeiten zeichnet sich durch verschiedene Schritte aus, die sich innerhalb einer sogenannten „Session“ ereignen. Nebenbei bemerkt nutzen wir bewusst nicht das Wort „Sitzung“, um einer körperlichen Zu- und Festschreibung des Prozesses auf einen statischen Vollzug vorzubeugen – denn auch Worte schaffen Wirklichkeiten. Zum Verständnis skizzieren wir an dieser Stelle kurz einen exemplarischen Ablauf:

Ein etwa zweistündiger Workshop zum Thema „Künstlerisch-Systemische Resonanzräume” im Rahmen einer Tagung „Kulturellen Bildung als Resonanzoase“ (mit Hartmut Rosa) bietet Fachkräften der Kulturellen Bildung sowie aus psychosozialen Arbeitsfeldern einen praktischen Einblick in Künstlerisch-Systemisches Arbeiten an. Die Teilnehmenden sind zu Beginn eingeladen, im Gehen durch den Raum ein Anliegen, eine Fragestellung zu finden, die sie beschäftigt. Wer eine Fragestellung gefunden hat, notiert diese auf einer Moderationskarte. Anschließend werden die Teilnehmenden gebeten, sich als Skulptur in Relation zu ihrer Karte – ihrem Anliegen zu positionieren, um eine leibliche Verankerung anzuregen. Zu Musik bewegen sich dann alle durch den Raum und sind eingeladen, immer wieder innezuhalten, ihre Skulptur einzunehmen und sich damit auch den anderen zu zeigen. Dann finden sich die Teilnehmenden in Tandems zusammen. Eine Person darf für eine festgelegte Zeit eine freie Gestaltung mit vorgegebenen Materialien vornehmen – hier: Klebeband und alte Zeitungen – die andere Person begleitet den Gestaltungsprozess als Zeug*in in einer aufmerksamen und wertschätzenden Haltung. Im Anschluss wechseln die Rollen. In einem weiteren Schritt holt jede Person ihre Anliegenkarte hervor, positioniert diese zur entstandenen Gestaltung und findet eine Körperhaltung in Relation zum Anliegen und zur Gestaltung. Es erfolgt ein kurzer verbaler Austausch in den Tandems. In einem weiteren Raumlauf zu Musik sind die Teilnehmenden wieder angehalten, sich in ihren jetzt gefundenen Skulpturen auch den anderen zu zeigen. Zum Abschluss finden die Tandem-Partner*innen noch einmal zusammen und tauschen sich kurz über ihre Erfahrungen aus, setzen dabei den Fokus auf mögliche Bezüge zwischen Anliegen und Gestaltung und finden individuell ein Wort oder einen Satz und eine Körperhaltung, die das als hilfreich Erlebte so verankert. Der Ablauf dieses Workshops folgt dem spezifischen Phasenmodell Künstlerisch-Systemischen Arbeitens, wie er im Kapitel „Künstlerisch-Systemische Resonanzachse“ konkretisiert wird.

Künstlerisch-Systemische Arbeit in der Kulturellen Bildung

Innerhalb der einzelnen Sparten der kulturellen Bildungsarbeit wie beispielsweise in der Theaterpädagogik, Tanzvermittlung, Kunstpädagogik, Musikpädagogik etc. eröffnen Fachkräfte Möglichkeiten zur individuellen ganzheitlichen Entfaltung und gesellschaftlichen Teilhabe. Dies entspricht einem zentralen Teil der Bildungsziele der Kinder- und Jugendpläne des Bundes und des Landes NRW (KJP).

So erweitern Kinder und Jugendliche unter anderem ihren Handlungsspielraum in kollektiven Gestaltungsaufgaben, ihren Spielraum in Aushandlungsprozessen, erlernen Ansätze zur konstruktiven Konfliktbearbeitung. Sie erwerben Zugang zu neuen Ausdrucksformen und emotionaler Regulation und Resilienz und erhalten Feedback zu ihren eigenen Rollen und Potenzialen, zu ihrer Persönlichkeit. Nur mit frühzeitiger Förderung dieser psychosozialen Kompetenzen lässt sich gleichermaßen bildend wie präventiv wirksam arbeiten.

In diesem Zusammenhang treten nach unserer langjährigen Erfahrung in der Fort- und Weiterbildung von Akteur*innen der Kulturellen Bildung regelmäßig persönliche Fragestellungen zu Tage, die den „normalen" künstlerisch-pädagogischen Rahmen sprengen können. Individuelle Entwicklungsprozesse sind keine linear planbaren Abläufe, sondern erfordern gelegentlich den „Umbau" der eigenen Sichtweisen und Ressourcen – wir sprechen hier von Transformationsprozessen. So wertvoll Kulturelle Bildung ist – hier kann die gängige künstlerisch-pädagogische Praxis immer wieder auch an ihre Grenzen stoßen.

Kulturelle Bildungsangebote wirken auf emotionaler, sozialer, kognitiver, identitätsbezogener und körperlicher Ebene und können damit durch ihre ergebnisoffenen und experimentellen Formate auch irritierend und destabilisierend wirken. Um einen sicheren Umgang mit diesen Phänomen nicht nur in der Handhabung der künstlerischen Mittel, sondern ebenso in der Prozesssteuerung und Begleitung der jeweiligen Menschen zu erlangen, können Kenntnisse und Erfahrungen in therapeutischen Verfahren hilfreich sein, auch wenn in den jeweiligen Angeboten nicht explizit therapeutisch gearbeitet wird.

Kulturvermittler*innen und pädagogische Fachkräfte benötigen hier weiteres Know-how über therapeutische Prozesse bezogen auf die individuelle Entwicklung sowie supervisorische Prozesse bezogen auf Gruppenprozesse und Lerngeschehen. Sie benötigen qualifizierte Räume und Möglichkeiten für ihre eigene Professionsentwicklung, die stimmig die künstlerische wie pädagogische Arbeit erweitern. Qualifizierte Fachkräfte können therapeutische Interventionen in kulturpädagogische Arbeit integrieren, auf psychosoziale Herausforderungen adäquat und schützend reagieren sowie kreative Methoden zielgerichtet für Entwicklungsprozesse einsetzen. Mit diesem Handwerk können sie auf hohem fachlichen Niveau nachhaltig für sich und für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen einen förderlichen Rahmen gestalten. Michael M. Roth spricht für pädagogisch professionell Tätige davon, dass sie entscheidend in Lebenszusammenhänge ihrer Klientel eingreifen und damit auch implizit therapeutisch handeln (2012/2013). Dementsprechend sollten diese auch Wissen in diesem Feld bereithalten.

Ausgebildete Fachkräfte wirken als Brückenbauer zwischen Bildung, Beratung und Kultur. Sie implementieren innovative Programme in Schulen, Jugendeinrichtungen und Kulturzentren und erweitern so die lokalen Bildungslandschaften. Dazu agieren sie in vielzähligen professionellen Rollen und organisationalen Kontexten. Auch hierfür sind die oben genannten Kompetenzen notwendig, um diese Fachkräfte kollegial, leitend oder supervidierend zu begleiten. Nur in einem anspruchsvollen unterstützenden Rahmen lassen sich professionelle Standards einhalten sowie gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimaschutz, Demokratiesicherung und Digitalisierung angehen.

Kultur als Resonanzraum der Weltbeziehung

Hartmut Rosa stellt in seinem Vortrag zu „Kulturelle Bildung als ‚Resonanzoase‘“ (Rosa, 2025) auf der kubi-online-Jahrestagung 2025 Kultur als einen Raum der Selbst-Interpretation vor. Damit wird Kultur zum Ausdruck unserer Weltbeziehung und fungiert als „zentraler Ort der expressiven Selbst-Deutung”. Kultur zeigt also, „wer und wie wir sind”. Gleichzeitig bietet Kultur eine alternative Form der Weltbeziehung an – als eine Möglichkeit, „anders in der Welt zu sein”.

Zum klareren Verständnis ordnen wir an dieser Stelle den Kulturbegriff ein, auf den wir uns beziehen. Andreas Reckwitz unterscheidet mit seiner „Typologie des Kulturbegriffs” vier Ansätze (Reckwitz, 2000, S. 64):

  1. normativer Kulturbegriff

  2. totalitätsorientierter Kulturbegriff

  3. differenztheoretischer Kulturbegriff

  4. bedeutungs- und wissensorientierte Kulturbegriff

Zunächst könnte es so scheinen, dass unser Zugang zur Kulturellen Bildung am ehesten dem differenztheoretischen Kulturbegriff entspricht, mit dem Ziel, das Feld bewusst einzugrenzen auf „das enge Feld der Kunst, der Bildung, der Wissenschaft und sonstiger intellektueller Aktivitäten” (Reckwitz, 2000, S. 6). Dies drückt sich beispielsweise im Fächerkanon aus, der unter Kultureller Bildung angeboten wird.

Wenn Kulturelle Bildung allerdings wirksam den Anspruch verfolgen möchte, ästhetische und kulturelle Teilhabe, Entwicklung ästhetischer Wahrnehmung, Ausdrucksfähigkeit, kulturelle Kompetenz sowie Persönlichkeitsbildung zu fördern (UNESCO, 2024), ist der bedeutungs- und wissensorientierte Kulturbegriff aus unserer Perspektive passender: Demzufolge zählen nicht nur künstlerische Formen zur Kultur, sondern sämtliche Vorstellungen, Denkformen, Empfindungsweisen, Werte und Bedeutungen sowie die daraus entwickelten Dynamiken, Handlungen oder Institutionen und ermöglichen überhaupt erst künstlerische Ausdrucksformen und benötigen diese zur Kultur-Entwicklung.

Rosa setzt mit seinem Kulturbegriff entsprechend universell an: Kultur ist der Erfahrungs- und Praxisraum menschlicher Weltbeziehungen, in denen Subjekte und Objekte einander wechselseitig berühren und Resonanzbeziehungen eingehen, in denen Sinn, Wert und Affekt eine Rolle spielen. Kultur ist damit integraler Bestandteil dessen, wie Menschen sich zur Welt verhalten – nicht nur in ästhetischen oder institutionellen Sphären, sondern in Familie, Arbeit, Natur, Freundschaft etc. (Rosa, 2016, S. 341–353).

Diese Perspektive ist „im Kleinen“ analog für die Künstlerisch-Systemische Praxis bedeutsam: Der künstlerisch-medial gestaltete Entwicklungsraum wird zu einem (kulturellen) Resonanzraum, in dem Menschen neue Formen der Weltbeziehung erproben können. Hier können sie jenseits ihrer gewohnten Deutungsmuster und Handlungsroutinen neue Möglichkeitsräume betreten und erforschen.

Elemente einer Resonanzbeziehung

Eine Resonanzbeziehung benötigt nach Rosa vier wesentliche Elemente, die sich auch in der Künstlerisch-Systemischen Arbeit wiederfinden (Rosa, 2016):

Affizierung beschreibt die Fähigkeit, berührt und bewegt zu werden. In der Künstlerisch-Systemischen Arbeit werden durch den Umgang mit verschiedenen Materialien, Ausdrucksformen und der Leiblichkeit der Erfahrungen vielfältige Affizierungsmöglichkeiten angeboten – insbesondere, da sie nicht perzeptiv, sondern aktiv als Handlung und Erfahrung erfolgen.

Emotionen können als Antwort auf Affizierung aufgefasst werden. Künstlerisch-Systemisch finden sie unmittelbar ihren Ausdruck in der künstlerischen Handlung und ästhetischen Erfahrung. Hierdurch können auch unbewusste oder schwer verbalisierbare Gefühle durch die Gestaltung zugänglich werden, und mehr noch: Es muss nicht unmittelbar verbalisiert werden, was auch Raum für schambesetzte Themen eröffnet, da „nichts erklärt werden muss”.

Unverfügbarkeit bedeutet, dass die gewünschte Resonanzerfahrung nicht intendiert erzeugt werden kann. Künstlerisch-Systemisch wird dies durch die Betonung des Prozesscharakters und einer künstlerischen Haltung in Form einer generellen Offenheit für Unerwartetes unterstützt. Erleben von Scheitern, Erwartungen und Überraschungen werden als natürliche Bestandteile des Entwicklungsprozesses interpretiert und nicht als „Störungen“.

Transformation ist das Ziel aller Resonanzerfahrungen in der therapeutischen oder supervisorischen Arbeit. In Künstlerisch-Systemischer Arbeit zeigt sich Transformation als Anverwandlung – als ein Prozess, in dem Klient*innen neue Aspekte ihrer Persönlichkeit entdecken und integrieren können.

Transformation durch Anverwandlung

Anverwandlung unterscheidet sich grundlegend von Aneignung. Während Aneignung bedeutet, etwas Äußeres in Besitz zu nehmen, beschreibt Anverwandlung den Prozess, durch den äußere Impulse internal verarbeitet werden, sodass sie zu einem authentischen Teil des eigenen Selbst werden (Rosa, 2016, S. 326). In der künstlerischen Gestaltung wird dieser Prozess besonders deutlich: Materialien, Techniken und Impulse werden nicht einfach benutzt, sondern in einem künstlerischen Akt zu einem persönlichen Ausdruck transformiert (vgl. auch Rosa, 2016, S. 27f.). Über diese Erfahrung können sich auch Perspektiven auf sich oder andere und somit Persönlichkeitsaspekte transformieren

Die KST bzw. KSS zielt auf transformative Prozesse ab, die nicht-linear verlaufen und daher nicht planbar oder verfügbar sind. Transformation geschieht eben nicht durch rationale Einsicht allein, sondern wird auch durch die ganzheitliche Erfahrung im künstlerischen Prozess ermöglicht. Dies erlaubt gleichzeitig, dass auch die begleitenden Therapeut*innen und Supervisor*innen eine Veränderungserfahrung machen können – besonders spürbar vielleicht in einem „Moment of Meeting“ (Stern, 2004, S. 141): Dies beschreibt einen gemeinsam als einzigartig erlebten Augenblick im Prozess, in dem sich beide Seiten authentisch persönlich begegnen. Da Resonanz als Motor dieser Transformation generell nicht vorsätzlich herstellbar ist, erscheint dies als konkretes Ziel paradox. Es lassen sich allerdings die Bedingungen für einen solchen Veränderungsprozess begünstigen.

Künstlerisch-Systemische Resonanzachsen

Künstlerisch-Systemische Prozesse entwickeln sich innerhalb einer sogenannten „doppelten Rahmung“: Gleichermaßen wird im verabredeten Setting ein Bezug zu einem konkreten Anliegen hergestellt sowie eine künstlerische Form angeboten, die einen möglichst offenen Prozess erlaubt. Innerhalb der künstlerischen Gestaltung – der Phase der intermodalen Dezentrierung – in einer Session wird zudem der Zustand einer „dual consciousness“, einer doppelten Bewusstheit, evoziert, wie sie künstlerischen und spielerischen Prozessen inhärent ist: Der*die Gestalter*in ist handelnd vertieft und hat gleichzeitig ein Bewusstsein über das Geschehen und über sich selbst. Dieser Zustand des „In-zwei-Welten-zugleich-Seins“ kennzeichnet viele künstlerische Prozesse (vgl. auch Boal, 1979).

Diese Elemente sind auch in den Resonanzachsen, wie sie Rosa benennt zu finden (Rosa, 2016, S. 331):

Auf der horizontalen Resonanzachse geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, z.B. im Familienkontext, Freundschaften, politische Gemeinschaften. In der Künstlerisch-Systemischen Arbeit wird diese Achse durch die therapeutische bzw. supervisorische Beziehung und die Ko-Kreativität zwischen Therapeut*in/Supervisor*in und Klient*in aktiviert. In der Begleitung einer künstlerischen Gestaltung nimmt der*die begleitende Therapeut*in/Supervisor*in gezielt eine zurückhaltende bezeugende Haltung ein. Diese Zeug*innenrolle der Therapeut*in/Supervisor*in schafft einen spezifischen Resonanzraum, in dem sich Klient*innen als „gesehen“ und relevant und im besten Fall frei von Bewertung und Beurteilung erleben können. Was an dieser Stelle wirksam wird, ist das Erleben von Bedeutsamkeit – sowohl im Sinne eines Beitrags „für die Welt“ als auch im bewussten und vertrauensvollen Kontakt mit anderen Menschen (vgl. Mattering nach Stangl, 2023).

Die diagonale Resonanzachse betrachtet die Beziehung zu Objekten als Dinge und Tätigkeiten, z.B. Lernen, Arbeiten, Wandern, Musizieren etc. Im Künstlerisch-Systemischen Setting könnte dies einerseits, gewissermaßen als „Diagonale aufwärts“, das Agieren im künstlerischen Prozess bedeuten. Hier zeigt sich eine besondere Stärke der Künstlerisch-Systemischen Arbeit: Materialien, Farben, Bewegung, der eigene Körper, Klanginstrumente etc. werden nicht nur als Werkzeuge verwendet, sondern als Resonanzgegenüber lebendig. Der künstlerische Prozess selbst wird zu einem Gegenüber, das antworten und überraschen kann. Andererseits, quasi als „Diagonale abwärts“ geht es gleichzeitig um einen Kontakt mit den eigenen persönlichen und teils unausgesprochenen Themen, Anliegen, Ressourcen, Erfahrungen etc. (doppelte Bewusstheit/ „dual awareness“, vgl. Ogden et al. 2016). Im Künstlerisch-Systemischen Setting werden diese „Objekte“ bzw. Phänomene der Klient*innen nicht nur berührbar, sondern in einem kreativen Prozess erforsch- und transformierbar.

Die vertikale Resonanzachse betrachtet die Beziehung in einem transzendentalen Aspekt, wie z.B. Spiritualität, Natur, Geschichte oder Kunst – das Mensch-Sein in einer übergeordneten Perspektive. Im Künstlerisch-Systemischen Konzept sind künstlerische Prozesse nicht nur prozessbegleitende Mittel, sondern ermöglichen existentielle Erfahrungen, die durch die Verschränkung unterschiedlicher Sinneskanäle sowie der Verkörperung an „Tiefe“ gewinnen (vgl. Chyle-Silvestri et al., 2025). Grundlegende Lebensfragen werden Teil der konkreten persönlichen Auseinandersetzung mithilfe künstlerischer Mittel.

Abb_1
Abb. 1: Künstlerisch-Systemische Resonanzachsen

Übertragen auf das Phasenmodell einer Künstlerisch-Systemischen Session können sich die Resonanzachsen in folgenden Prozessphasen entwickeln:

  1. Kontakt und Beziehungsaufbau zwischen den beteiligten Personen zur Bahnung von Anschlussfähigkeit (horizontale Achse)

  2. Klärung von Anliegen und Auftrag/Kontrakt zur Konstituierung des Settings {horizontale Achse)

  3. Vorbereitung des Prozessrahmens mit Einrichtung eines künstlerischen Settings

  4. Einladung in den künstlerischen Entwicklungsraum zur Anbahnung einer intermodalen Dezentrierung , die eine Verschiebung des Bewusstseins weg vom Ich-zentrierten Standpunkt hin zu einem erweiterten, ganzheitlichen Erleben führt (Knill et al., 2005) (diagonale Achse)

  5. gemeinsame Werkbetrachtung mit würdigender Prozessreflexion zur Stabilisierung der Erfahrung (horizontale Achse)

  6. Transfer der Erfahrungen im künstlerischen Entwicklungsraum zur Anbindung an Anliegen und Auftrag zur Integration (vertikale Achse).

Künstlerisch-Systemischer Mediopassiv

Die gängige sprachliche Grammatik bietet an, strikt dualistisch zwischen aktiv und passiv zu unterscheiden. Die Linguistik kennt jedoch auch eine Zwischenform, den „Mediopassiv“ (Wikipedia „Medium/Grammatik“, 2023). Ein mediopassives Moment bedeutet, gleichzeitig aktiv zu sein und geschehen zu lassen. Das schließt ein, dass die Handlung sich auf den*die Handelnde*n selbst unmittelbar auswirkt.

Diese Mediopassivität zeigt sich in verschiedenen Konzepten, die ebenfalls für die Künstlerisch-Systemische Arbeit relevant sind. Beispielsweise spricht Hannah Arendt von „Natalität“ als menschlicher Fähigkeit, etwas Neues zu beginnen, ohne die Ergebnisse vollständig kontrollieren zu können. Ruth Cohn entwickelte zur Themenzentrierten Interaktion (TZI) das Konzept der „Teilmächtigkeit“ als Position zwischen Allmacht und Ohnmacht (Cohn, 1975). Ambiguitätstoleranz gilt in therapeutischen Prozessen als Schlüsselkompetenz, um mit den Unsicherheiten, Veränderungsprozessen und widersprüchlichen Anforderungen im Entwicklungsprozess konstruktiv und offen umgehen zu können (Frenkel-Brunswik, 1949). Auch das Flow-Geschehen nach Csikszentmihalyi (Csíkszentmihályi, 1975) verkörpert diese mediopassive Qualität: Flow ist demnach ein Zustand, in dem Handeln und Geschehen ineinander verschmelzen.

Mediopassivität als Konzept bei Rosa bedeutet: Ich öffne mich der Welt, lasse mich berühren, ohne zu versuchen, sie vollständig zu instrumentalisieren oder mich ihr völlig willenlos auszuliefern. Mediopassivität kann somit eine spezifische Form der Selbstwirksamkeit darstellen, die nicht auf Kontrolle und Verfügbarkeit zielt, sondern auf einer resonanten Beziehung zur Welt. Damit dies gelingt, sind drei Kernelemente erforderlich (Rosa, 2018):

Antwortfähigkeit und Responsivität bedeutet, dass Klient*innen in einem Künstlerisch-Systemischen Prozess lernen, auf die Impulse des jeweiligen Mediums, auf die Resonanz mit den Therapeut*innen bzw. Supervisor*innen und auf ihre eigenen körperlichen und emotionalen Regungen zu antworten. Diese Responsivität unterscheidet sich grundlegend von einer reaktiven Haltung, da sie einen bewussten und kreativen zirkulären Antwortprozess aufsucht. Das gilt symmetrisch ebenso umgekehrt für Therapeut*innen und Supervisor*innen z.B. in Bezug auf die Klient*innen.

Wie oben bereits erläutert, meint Anverwandlung den Prozess, in dem im Unterschied zur Aneignung Klient*innen nicht einfach neue Methoden, Techniken oder Lösungen übernehmen, sondern sich in einem ergebnisoffenen künstlerischen Prozess hingeben und sich verändern (lassen).

Anrufbarkeit bedeutet, sich berühren zu lassen, ohne dabei verfügbar machen zu wollen. Die Künstlerisch-Systemische Praxis unterstützt dies insofern, als sie eine direkte Lösungsfokussierung umgeht und dem Prozessgeschehen Vorrang gibt. Die angebotenen Erfahrungen können nachträglich in einem reflexiven Prozess als Lösung re-konstruiert werden. Klient*innen können hieraus die Erlaubnis ableiten, sich radikal von ihren künstlerischen Impulsen ansprechen zu lassen, ohne diese unmittelbar verstehen oder kontrollieren zu müssen.

Resonanz als Kompetenz

Die Frage, wie Resonanz zur Kompetenz werden kann, ähnelt der Frage: Wie wird Haltung zur Kompetenz (vgl. Anklam et al., 2018)? Resonanz lässt sich nicht herstellen, sie ist unverfügbar. Allerdings lassen sich diejenigen Bedingungen positiv beeinflussen, die Resonanz wahrscheinlicher machen, und gleichzeitig Faktoren minimieren, die Resonanz erschweren.

Rosa benennt „Resonanzkompetenz“ als Fähigkeit, resonanzaffin auf allen Resonanzachsen in Beziehung zu treten. Dies gelingt nach unserer Ansicht vor allem dann, wenn auch die Beziehung als Prozess aufgefasst wird. Hierfür sind unter anderem zwei Haltungsaspekte relevant: Achtsamkeit verstanden als gelassenes, nicht-bewertendes Gewahrsein im Hier und Jetzt, um differenziert einen Prozess zu begleiten; Reflexivität als Selbstresonanz, als auch Kontextgewahrsein, als interaktive Präsenz zwischen Innen und Außen (Bleckwedel, 2009, S. 194). In der Künstlerisch-Systemischen Praxis wird dies vereinigt im Ansatz der Zeug*innenschaft, eine besondere Form der aktiven beobachtenden Teilnahme am Prozessgeschehen, die in der Tanztherapie „Authentic Movement“ etabliert ist (Mayer-Ostrow, 2006).

In den systemischen Weiterbildungen an der Akademie der Kulturellen Bildung wird ein eigenes Kompetenzmodell IPSKI genutzt (Reyer et al., 2023). Hier werden die Kompetenzbereiche Interaktions-, Prozesssteuerungs-, Selbststeuerungs-, Künstlerische und Interventionskompetenz unterschieden. Sie stellen quasi gemeinsam eine „Resonanzkompetenz“ dar, die alle fünf Kompetenzbereiche durchdringt und verbindet. Auf diese Weise lässt sich eine spezifische künstlerische Resonanzkompetenz vorstellen, die die Fähigkeit umfasst, relevante Räume zu öffnen und künstlerische Mittel als Resonanzgegenüber zur Verfügung zu stellen.

Künstlerisch-Systemische Praxis als Resonanzpraxis

Die aufgezeigten Verbindungen des Künstlerisch-Systemischen Ansatzes mit Rosas Resonanztheorie unterstreichen die Bedeutsamkeit einzelner Konzeptbestandteile zu Prozessverständnis, Methodik und Haltung:

Prozessgestaltung: Die Betonung der Unverfügbarkeit unterstützt eine Haltung, die Umwege, Scheitern und Überraschungen als natürliche Bestandteile von Entwicklungsprozessen würdigt. Therapeut*innen und Supervisor*innen lernen, günstige Bedingungen für Resonanz zu schaffen, ohne diese erzwingen zu wollen oder überhaupt zu können.

Interventionsverständnis: Interventionen werden nicht als direkte Einflussnahme verstanden, sondern als unterstützende Angebote und Einladungen für Resonanzprozesse. Die „Vergegenwärtigung des augenblicklichen Tuns“ wird damit zur zentralen Intervention.

Beziehungsgestaltung: Die Beziehung wird als ko-kreative Begegnung verstanden, in der beide Seiten zu Lernenden und Gestaltenden werden. Martin Buber spricht davon, dass aus einem gelingendem Dialog „gemeinschaftliche Fruchtbarkeit“ entsteht (Buber, 1962, S. 37) – ein Konzept, das sich direkt auf die Ko-Kreativität im Künstlerisch-Systemischen Verständnis übertragen lässt. Die Zeug*innenrolle ermöglicht eine spezifische Form der Resonanz, die Transformation erlaubt.

Die Gegenpole Verfügbarkeit und Unverfügbarkeit müssen darin weiterhin reflektiert werden. Die Künstlerisch-Systemische Arbeit kann diese Spannung nicht auflösen, sondern produktiv nutzen: So können im künstlerischen Prozess Klient*innen erfahren, mit Ungewissheit umzugehen, auch ihre eigene „Verfügbarkeitserwartung“ reflektieren, und gleichzeitig handlungsfähig und selbstwirksam bleiben.

Diese Elemente finden sich auch in kulturellen Bildungskontexten: Ein wesentlicher Bestandteil Kultureller Bildung liegt in der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Eine Resonanzpraxis, wie sie hier unter künstlerisch-systemischen Aspekten skizziert ist, kann über „lösungsabstinente“ Erfahrungsräume genau dazu beitragen, indem sie zum Beispiel Ambiguitätstoleranz, Beziehungsgestaltung oder Konfliktfähigkeit anregt. Kulturelle Bildung verstanden als Raum für Konflikt und Prozess, d.h. als Aushandlungsraum und Erprobungsfeld im Medium der Künste und ihrer Hervorbringungen (Hübner, 2024) findet sich in vielfältiger Weise im künstlerisch-systemisch gestalteten Settings wieder.

Die Verbindung von Künstlerisch-Systemischer Praxis und Resonanztheorie eröffnet eine Vertiefung dieses Ansatzes, die neue Räume für resonierende Begegnung und Transformation schafft, die über eine reine Lösungsfokussierung hinausgehen. Die KST bzw. KSS wird damit zu einer spezifischen Form der Resonanzpraxis, die durch die Integration künstlerischer Medien ganzheitliche und nachhaltige Transformationsprozesse ermöglicht. In einer Zeit, die von Beschleunigung und Verfügbarmachung durchdrungen ist, kann diese Resonanzpraxis alternative Räume für die Entfaltung künstlerischer Entwicklungsfähigkeit ermöglichen.

Verwendete Literatur

  • Anklam, Sandra / Meyer, Verena / Reyer, Thomas (2018): Didaktik und Methodik in der Theaterpädagogik / Szenisch-Systemisch: Eine Frage der Haltung!? Seelze: Klett-Kallmeyer & Friedrich.

  • Bleckwedel, Jan (2009): Systemische Therapie in Aktion – Kreative Methoden in der Arbeit mit Familien und Paaren. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

  • Boal, Augusto (1979): Theatre of the Oppressed. London: Pluto Press.

  • Buber, Martin (1962): Das dialogische Prinzip. Philosophische Schriften. Heidelberg: Lambert Schneider.

  • Chyle-Silvestri, Fabian / Anklam, Sandra / Reyer, Thomas (2025): Künstlerisch-Systemische Therapie (KST) – körperorientierte, kunstbasierte und ko-kreative Entwicklungsprozesse. körper – tanz – bewegung, Zeitschrift für Körperpsychotherapie und Kreativtherapie 2/2025, 58–67.

  • Cohn, Ruth C. (1975): Von der Psychoanalyse zur themenzentrierten Interaktion. Von der Behandlung einzelner zu einer Pädagogik für alle. Stuttgart: Klett-Cotta.

  • Csíkszentmihályi, Mihály (1975): Beyond Boredom and Anxiety: Experiencing Flow in Work and Play. San Francisco: Jossey-Bass.

  • Frenkel-Brunswik, Else (1949): Intolerance of Ambiguity as an Emotional and Perceptual Personality Variable. Journal of Personality, 18, 108–143.

  • Hübner, Kerstin (2023): Kulturelle Bildung: Was war? Was ist? Kommt was? In: Wissensplattform KULTURLLE BILDUNG ONLINE: https://www.kubi-online.de/artikel/kulturelle-bildung-was-war-was-kommt-was (letzter Zugriff am 04.12.2025).

  • Kämpf-Jansen, Helga (2001): Ästhetische Forschung. Wege durch Alltag, Kunst und Wissenschaft zu einem innovativen Konzept ästhetischer Bildung. Köln: Salon-Verlag.

  • Knill, Paolo / Levine, Ellen G. / Levine, Stephen K. (2005): Principles and Practice of Expressive Arts Therapy: Toward a Therapeutic Aesthetics. London: Jessica Kingsley Publishers.

  • Mandel, Birgit (2025): Methoden der künstlerischen Arbeit und künstlerische Interventionen für die Kulturelle Bildung produktiv machen. In: Wissensplattform KULTURELLE BILDUNG ONLINE: https://www.kubi-online.de/index.php/artikel/methoden-kuenstlerischen-arbeit-kuenstlerische-interventionen-kulturelle-bildung-produktiv (letzter Zugriff am 04.12.2025).

  • Mayer-Ostrow, Jacqueline (2006): Authentic Movement und die Kunst Zeuge zu sein. Zeitschrift für Tanztherapie – Körperpsychotherapie und Kreativtherapie 13/23.

  • Ogden, Pat / Minton, Kekuni / Pain, Clare (2006): Trauma and the body: a sensorimotor approach to psychotherapy. W.W. Norton, New York.

  • Reckwitz, Andreas (2000): Die Transformation der Kulturtheorien. Zur Entwicklung eines Theorieprogramms. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft.

  • Reyer, Thomas / Anklam, Sandra (2025): Kreative Prozesse doppelt gerahmt: künstlerisch und systemisch. systhema 1/2025, 25–40.

  • Reyer, Thomas / Anklam, Sandra / Chyle-Silvestri, Fabian, 2023.:IPSKI-Kompetenzmodell für Prozesberatungsformate und Künstlerisch-Systemische Therapie & Supervision. URL: https://threyer.de/ipski-kompetenzmodell/ (letzter Zugriff am 11.01.2026).

  • Rosa, Hartmut (2025): Anrufbarkeit. Warum wir Kulturelle Bildung brauchen.

  • Rosa, Hartmut (2018): Unverfügbarkeit. Salzburg: Residenz.

  • Rosa, Hartmut (2016): Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung. Berlin: Suhrkamp.

  • Roth, Michael M. (2013/2012): Professionalisierung im Feld der Kulturellen Bildung. In: Wissensplattform KULTURELLE BILDUNG ONLINE: https://www.kubi-online.de/index.php/artikel/professionalisierung-feld-kulturellen-bildung (letzter Zugriff am 11.01.2026).

  • Schlippe, Arist von / Schweitzer, Jochen (2007): Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung. 10. Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
  • Stangl, Werner (2023): mattering. Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik. URL: https://lexikon.stangl.eu/35013/mattering (letzter Zugriff am 11.01.2026).

  • Stern, Daniel N. (2004): The Present Moment in Psychotherapy and Everyday Life. New York: Norton.

  • UNESCO (2024): UNESCO-Rahmenwerk für kulturelle Bildung [WWW Document]. Unesco. URL https://www.unesco.de/themen/kultur/kulturelle-bildung/rahmenwerk-kulturelle-bildung/ (letzter Zugriff am 03.12.2025).

  • Wikipedia (2023): Medium (Grammatik) [WWW Document]. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Medium_(Grammatik) (letzter Zugriff am 19.07.2025).

Zitieren

Gerne dürfen Sie aus diesem Artikel zitieren. Folgende Angaben sind zusammenhängend mit dem Zitat zu nennen:

Thomas Reyer, Sandra Anklam (2026): Mut zum Unverfügbaren: Künstlerisch-Systemische Resonanzräume. In: KULTURELLE BILDUNG ONLINE: https://kubi-online.de/artikel/mut-zum-unverfuegbaren-kuenstlerisch-systemische-resonanzraeume (letzter Zugriff am 04.02.2026).

Veröffentlichen

Alle Texte dieser Website – also ausgenommen sind Bilder und Grafiken – werden (sofern nicht anders gekennzeichnet) unter Creative Commons Lizenz cc-by-nc-nd 4.0 (Namensnennung-Nicht kommerziell-Keine Bearbeitungen 4.0 International) veröffentlicht. CC-Lizenzvertrag

Herunterladen

Dieser Artikel als PDF:

PDF erzeugen

Teilen